DAX+0,47 % EUR/USD+0,10 % Gold+0,18 % Öl (Brent)+0,06 %
Marktüberblick (19. Oktober 2016)
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Marktüberblick (19. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
19.10.2016, 08:08  |  491   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt meldeten sich am Dienstag die Käufer zurück. Ohne nachrichtliche Impulse verbesserte sich der DAX um 1,21 Prozent auf 10.632 Punkte. Im Leitindex wurden 89,0 Millionen Aktien im Wert von 3,03 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,76) umgesetzt. MDAX und TecDAX rückten um 1,00 beziehungsweise 1,25 Prozent vor. Die Marktbreite gestaltete sich ausgesprochen positiv. Unter den 110 größten Werten gab es 100 Gewinner und nur neun Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 96 Prozent. Den stärksten Sektor stellten erneut die Versorger mit der Hoffnung auf eine heutige Billigung des Atomkompromisses durch das Bundeskabinett und gestützt von positiven Analystenkommentaren. Daneben tendierten vor allem Werte aus dem Bankensektor und dem Pharma + Healthcare-Bereich fest. Gegen den Trend orientierten sich Rohstoffwerte südwärts. Den Spitzenplatz im DAX belegte die Lufthansa-Aktie mit plus 3,17 Prozent. RWE und Commerzbank folgten mit Aufschlägen von 2,99 beziehungsweise 2,68 Prozent. Einziger Indexwert im Minus war Continental mit einem Abschlag von 1,34 Prozent. Der Autozulieferer hatte seine Aktionäre mit einer Gewinnwarnung verschreckt. Vom Tagestief konnte sich die Aktie jedoch deutlich absetzen. Händler verwiesen darauf, dass es sich bei dem Problem nur um Einmaleffekte aufgrund von Sonderbelastungen handele.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,41 Prozent höher bei 18.162 Punkten. Der Nasdaq 100 legte um 0,90 Prozent auf 4.840 Zähler zu. 74 Prozent der an der NYSE gelisteten Werte konnten hinzugewinnen. Das Aufwärtsvolumen betrug 77 Prozent. 66 neue 52-Wochen-Hochs standen 24 neuen Tiefs gegenüber. Alle elf Sektoren im S&P 500 verzeichneten Aufschläge. Am deutlichsten ging es mit Gesundheitswerten und Rohstoffwerten nach oben. Für positive Stimmung sorgten besser als erwartete Quartalszahlen von UnitedHealth und Goldman Sachs. UnitedHealth belegte mit plus 6,90 Prozent die Dow-Spitze. Goldman Sachs verbesserte sich um 2,14 Prozent. Intel legte vor der nachbörslichen Präsentation seiner Quartalszahlen um 1,23 Prozent zu. Am anderen Dow-Ende fiel die Aktie von “Big Blue” IBM um 2,61 Prozent. Beobachter erklärten die Reaktion auf besser als erwartete Quartalszahlen mit Gewinnmitnahmen. Auch bei Johnson & Johnson nahmen die Anleger trotz erfreulicher Zahlen Gewinne mit, die Aktie verlor 2,59 Prozent. Im Nasdaq 100 haussierten Netflix nach einer deutlich besser als erwarteten Bilanz um 19,02 Prozent. Nach Börsenschluss enttäuschte Intel mit einem schwachen Ausblick, was die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 5,4 Prozent nach unten schickte.

Am Währungsmarkt gab der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,01 Prozent tiefer bei 97,87 Punkten. Der Euro verlor gegenüber allen anderen Majors an Wert. EUR/USD fiel um 0,18 Prozent auf 1,0980 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen 1,0970 USD und 1,1026 USD. Nächste technische Unterstützungen befinden sich bei 1,0952/1,0964 USD und 1,0913 USD. Widerstände befinden sich als Nächstes bei 1,1026-1,1070 USD und 1,1123-1,1175 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen Pfund Sterling und Austral-Dollar durch Stärke und der Franken durch Schwäche auf. Rohstoffwährungen waren gesucht, allen voran der Rand.

Bei den Rohstoffpreisen überwogen am Berichtstag die grünen Vorzeichen. Der S&P GSCI für 24 Spotpreise kletterte um 0,25 Prozent auf 375,54 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,33 Prozent auf 51,69 USD. Die Notierung konsolidiert damit weiterhin unterhalb des in der Vorwoche erreichten Jahreshochs (53,73 USD). Die US-Sorte WTI legte um 0,52 Prozent auf 50,63 USD zu. Am Abend berichtete API von einem Rückgang der US-Lagerbestände um 3,8 Millionen Barrel in der vergangenen Woche. Experten hatten im Schnitt jedoch mit einem Anstieg um 2,7 Millionen Barrel gerechnet. Heute Nachmittag veröffentlicht die EIA die offiziellen Lagerbestandsdaten. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,59 Prozent auf 3,26 USD. Comex-Kupfer notierte 0,14 Prozent schwächer bei 2,10 USD. Bei den Edelmetallen kam es gestützt vom schwächeren US-Dollar und den fallenden Anleiherenditen zu einer Kurserholung. Gold legte um 0,57 Prozent auf 1.264 USD (1.150 EUR) zu. Im charttechnischen Fokus steht hier die steigende 200-Tage-Linie bei aktuell 1.267 USD als wichtige Hürde. Silber, Platin und Palladium verteuerten sich zwischen 0,38 und 1,13 Prozent.

Am Rentenmarkt gaben die Renditen den zweiten Tag in Folge nach. Die Umlaufrendite fiel um zwei Basispunkte auf minus 0,09 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte tiefer bei 0,03 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,17 Prozent auf 163,79 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 1,75 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,31 Prozent auf 139,79 Punkte. Im Blick standen chinesische Konjunkturdaten. Das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft legte im dritten Quartal um 6,7 Prozent zu (Q2: 6,7), was den Markterwartungen entsprach. Auch die Einzelhandelsumsätze im September (+10,7 Prozent) entsprachen der Konsensschätzung. Die Industrieproduktion (+6,1 Prozent) kam indes etwas schwächer als prognostiziert herein.

Heute stehen von der Makroseite die US-Baubeginne und Baugenehmigungen im September sowie der Konjunkturbericht “Beige Book” der Fed im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Metro mit Umsatzzahlen und Zalando mit dem Trading-Update. Quartalszahlen gibt es vor US-Börsenstart von Morgan Stanley und nach Börsenschluss von American Express und Ebay.

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Themen: Dollar, DAX, USD


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