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Ist das Werk in Buffalo von SolarCity ein Fehlschlag? Tesla glaubt das

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.10.2016, 16:00  |  2122   |   |   
Solarpark

Was immer die amerikanische Öffentlichkeit dachte, was SolarCity (WKN: A1J6UM) für sein Werk in Buffalo, New York, geplant hatte, wurde von einem einzigen Blogpost von Tesla Motors (WKN: A1CX3T) gestern Abend zunichtegemacht und hier ist, was das Tesla-Team zu sagen hatte.

Tesla und Panasonic haben eine nicht bindende Absichtserklärung, wonach sie bei der Herstellung und Produktion von Photovoltaikzellen und -modulen in Buffalo, New York, zusammenarbeiten werden. Entsprechend diesem Übereinkommen wird Tesla die Zellen und Module in einer Solarenergieanlage nutzen, die nahtlos mit der Powerwall und dem Powerpack, den Energiespeicherprodukten von Tesla, funktionieren wird (dieses Übereinkommen hängt aber noch von der Zustimmung der Aktionäre zur Übernahme von SolarCity durch Tesla ab).

Dazu gab es aber keine Kommentare von SolarCity, den Führungskräften des Unternehmens und auch keine Erwähnung von Silevo. Das könnte schockierend für all diejenigen sein, die mitverfolgt haben, wie SolarCity sich der Herstellung von Solarpaneelen zugewendet hat.

Was ist nur mit Silevo passiert? Im Juni 2014 kaufte SolarCity das Startup-Unternehmen für Solarpaneelherstellung Silevo für 200 Mio. US-Dollar, wobei Nachzahlungen in Höhe von 150 Mio. US-Dollar vereinbart wurden. Elon Musk nannte diese Übernahme eine Möglichkeit, um den Nachschub sicherzustellen und um führende Effizienzstandards bei Solarpaneelen einzuhalten. So kann mehr Energie mit jedem einzelnen Dach produziert werden. Bis Ende 2015 war SolarCity aber zu dem Entschluss gekommen, man hätte „die effizientesten Solarpaneele der Welt“ basierend auf der Technologie von Silevo. Das signalisiert, dass zu diesem Zeitpunkt bei der Herstellung alles glatt lief.

Der Staat New York freute sich so sehr über die Pläne von SolarCity, dass es dem Unternehmen Subventionen in Höhe von 750 Mio. US-Dollar gab, um ein Werk mit einer Kapazität von 1 Gigawatt in Buffalo zu bauen. Das Gebäude würde 350 Mio. US-Dollar kosten und der Staat würde 400 Mio. für die Anlagen bezahlen, die SolarCity kostenlos benutzen könnte. SolarCity müsste nur 1 US-Dollar pro Jahr an Miete zahlen (im ernst, die Miete beträgt wirklich nur 1 US-Dollar) und 2.000 Menschen Arbeit geben, nachdem die volle Produktionskapazität erreicht wurde, was aber bisher noch nicht passiert ist.

Aber all das gründet sich auf dem Gedanken, dass SolarCity Solarpaneele mit der Technologie von Silevo bauen wird. Jetzt sagt Tesla aber, man würde zusammen mit Panasonic Solarzellen und -module bauen. Silevo ist anscheinend raus. War die Technologie von Silevo zu schwierig zu produzieren? War es zu teuer? Gab es andere Probleme? Das wissen wir alles nicht (ich habe die Vertreter von SolarCity um Details gebeten, aber zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes gab es keine Antwort). Wenn Tesla die Technologie von Silevo abschreibt, dann könnte das Unternehmen auch alle Vermögenswerte von Silevo abschreiben müssen. Das könnten mindestens die 200 Mio. für die Übernahme plus die Anlagen sein, die inzwischen installiert aber nicht benutzt wurden. Aber da Tesla/Panasonic ja davon abhängt, dass die Übernahme von SolarCity durchgeht, könnte diese Abschreibung erst nach Abschluss der Übernahme durchgeführt werden. Damit wird klar, dass Tesla sich Vermögenswerte aneignet, die sofort abgeschrieben werden und das ist noch nicht einmal das Komplizierteste bei dieser Ankündigung.

Was ist mit der Subvention von 750 Mio. US-Dollar des Staates New York?

Ich habe schon erwähnt, dass New York Subventionen in Höhe von 750 Mio. US-Dollar an SolarCity gezahlt hat, um die Produktion in New York aufzubauen, darunter 400 Mio. US-Dollar für Anlagen. Aber wenn diese Anlagen jetzt Panasonic gehören, dann ändert das alles.

Die Anlagen von Panasonic waren nicht Gegenstand der ursprünglichen Abmachung mit SolarCity, genauso wenig wie, dass Tesla hier involviert wäre und darüber hinaus ist Panasonic ein ausländisches Unternehmen, das das Werk baut, was nicht so gut aussieht, wie wenn SolarCity die Technologie von Silevo benutzt.

Wir wissen nicht, was mit den 750 Mio. US-Dollar passieren würde, aber es wird definitiv nicht dasselbe sein, wenn Panasonic Teil des Deals wird. Wird das zu höheren Abschreibungen für Anlagen führen? Wird der Staat New York eine Rückzahlung verlangen, wenn die Anlagen nicht benutzt werden? Wird Panasonic mit offenen Armen empfangen werden? Das wissen wir nicht.

Die Herstellung von Solarzellen ist ein hartes Geschäft und SolarCity lernt gerade auf die harte Tour

Die Ankündigung, dass Tesla Motors Anlagen von Panasonic in das Werk in Buffalo bringen wird, war eine große Schlagzeile. Das legt nahe, dass die Technologie von Silevo sich als eine schlechte Investition für SolarCity herausgestellt hat.

Sehen wir die Sache doch einmal aus dieser Perspektive: SolarCity und Silevo schaffen es offenbar nicht, kosteneffiziente Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad zu bauen und das obwohl sie ein Gebäude und 400 Mio. US-Dollar für Anlagen kostenlos vom Staat New York bekommen haben. Jetzt verstehst du auch, warum diese Ankündigung so extrem schlecht ist für Solar City.

Tesla und SolarCity haben bisher noch nicht viele Details preisgegeben, wie weiter mit dem Werk in Buffalo verfahren werden soll. Aber eines sollte man dabei nicht vergessen, es werden keine Details sein, die man gerne hört.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt SolarCity und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und wurde am 17.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Tesla Motors, SolarCity


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