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Mit Uniper und Innogy auf Versorger setzen

19.10.2016, 18:46  |  684   |   |   

Unglaublich! Die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima ist schon mehr als fünf Jahre her. Am 11. März 2011 begann um 14:47 Uhr (Ortszeit) die Unfallserie. Der Tag brachte unendliches Leid, er setzte aber auch einen Umdenkprozess in Gang. Die deutsche Bundesregierung reagierte schnell. Kanzlerin Angela Merkel kündigte am Tag nach dem Unfall Sicherheitschecks an. Erneut nur zwei Tage später beschloss die Regierung, die acht vor 1980 gebauten AKWs zunächst abzuschalten bzw. nicht noch einmal hochzufahren. Und schon am 30. Mai kam das finale Ende für diese Anlagen und gar die Entscheidung, bis 2022 komplett aus der Kernenergie auszusteigen. Die Energiewende war also rund zehn Wochen nach Fukushima auf den Weg gebracht.

Eon (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) wurde damit quasi über Nacht ihr Geschäftsmodell genommen. Kein Wunder, dass die Kurse der beiden Aktien in den Folgejahren massiv an Wert verloren haben, in den vergangenen fünf Jahren jeweils mehr als die Hälfte ihres Wertes. Inzwischen haben Eon und RWE aber neu ausgerichtet. Dieser Restrukturierungsprozess brachte jeweils ein neues Unternehmen hervor – mit unterschiedlicher Ausrichtung. Beide „Newcomer“ haben aber inzwischen den Kapitalmarkt erreicht.

Chart: finanztreff.de

Chart: finanztreff.de

Bei Eon gab es keinem klassischen Börsengang. Vielmehr wurden Teile des Eon-Konzerns abgespalten. Unter dem Namen Uniper (WKN: UNSE01 / ISIN: DE000UNSE018) wurde das Geschäft mit der Kernenergie und dem Energiehandel ausgegliedert. Demgegenüber verbleibt das sogenannte „Zukunftsgeschäft“ mit den erneuerbaren Energien bei Eon. Einen anderen Weg ging RWE mit seiner Tochter Innogy (WKN: A2AADD / ISIN: DE000A2AADD2)…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Bildquellen: Wolfgang Raum / dieboersenblogger.de

Wertpapier: RWE, E.ON, Uniper, innogy


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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