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Eindeutige Marktreaktionen Echtzeitanalyse zu erstem TV-Duell zeigt: Die Wall Street würde Clinton wählen

25.10.2016, 13:34  |  2484   |   |   

In zwei Wochen wählen die Amerikaner zum 58. Mal ihren Präsidenten. Nach Ansicht der meisten Beobachter ist Hillary Clinton aus allen drei Fernsehdebatten als absolute Siegerin hervorgegangen. Dem Geist der Wall Street dürfte das gefallen. Im Laufe des ersten Duells frohlockte er zunehmend.

84 Millionen Menschen haben am 26. September, dem Tag der ersten TV-Debatte, dabei zugesehen, wie sich die Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton eineinhalb Stunden lang verbal attackierten. Dass die Demokratin und Ex-Außenministerin Clinton eindeutig besser vorbereitet war, hatte sich relativ schnell herauskristallisiert. 

Auch die Wall Street schien das Duell genau verfolgt zu haben, dabei applaudierte sie der ehemaligen First Lady auf ihre ganze eigene Weise. Wie die Ökonomen Justin Wolfers und Eric Zitzewitz vom National Bureau of Economic Research in einer Echtzeitanalyse herausfanden, zogen sämtliche Indizes in der Zeit von 21:00 bis 23:00 Uhr (Ortszeit) signifikant an. So stiegen zum Beispiel die Preise der S&P 500 Terminkontrakte währenddessen um 0,71 Prozent.

"Normalerweise sind die meisten Finanzmärkte in dieser Zeit ruhig, doch die Bewegungen in den Vermögenspreisen reflektieren vermutlich die kollektive Sichtweise der Marktteilnehmer über die Auswirkung der diesjährigen Wahlen", schrieben die Autoren (Quelle: "Business Insider").

Neben dem S&P-Index reagierten auch andere Indikatoren positiv auf die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Clinton-Präsidentschaft. "In dem Zeitfenster legten Aktienmärkte in den USA, im Vereinigten Königreich und in Asien zu, Rohöl gewann dazu, die Währungen verschiedener Handelspartner, wie Mexiko, Südkorea und Kanada verteuerten sich gegenüber dem Dollar und die erwartete Volatilität am US-Aktienmarkt ging stark zurück", erklärten die Wirtschaftswissenschaftler weiter. 

"In Anbetracht dieses Ausmaßes der Preisbewegungen schätzen wir, dass die Marktteilnehmer im Falle eines Trump-Sieges mit einen 10-15-prozentigen Wertrückgang beim S&P 500, im Vereinigten Königreich und an den asiatischen Märkten rechnen, genauso wie mit einem Ölpreisverfall von vier Dollar, einer Verbilligung des Mexikanischen Pesos von 25 Prozent und einem signifikanten Anstieg der Volatilität der Aktienmärkte." 

Ähnliche Marktreaktionen waren den Autoren zufolge übrigens auch an dem Wochenende zu verzeichnen, als die sogenannten Trump-Tapes veröffentlicht wurden. Darin prahlt der republikanische Präsidentschaftskandidat mit seinen sexuellen Übergriffen auf Frauen, zahlreiche prominente Unterstützer wandten sich daraufhin endgültig von ihm ab. Hier hätten die Märkte eine weitreichend "konsistente Geschichte" erzählt. "Clintons Wahrscheinlichkeit, gewählt zu werden, stieg, Aktien stiegen, die Volatilität ging zurück und die Währungen von Mexiko und Kanada nahmen gegenüber dem Dollar zu."

 

Themen: Amerika


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Kommentare

"Wall Street würde Clinton wählen"

Das Saudi-Arabische Königshaus, mit seinen zigtausend Prinzchen, würde auch Clinton wählen warum denn nur? Weil die 300 amerikanischen Feudalistenfamilien , die "Wallstreet" und die abartigste Diktatur auf dem Globus ein und das selbe Unternehmen sind.

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