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"Oktober-Überraschung" US-Wahl: Citi-Experten setzen Clintons Mail-Affäre mit "Schwarzem Schwan"gleich

31.10.2016, 14:56  |  5865   |   |   

Im Wirtschaftssprech gilt der Schwarze Schwan als Metapher für ein unvorhergesehenes, folgenschweres Ereignis. Für die Analysten der US-Bank Citigroup sind die Entwicklungen im Zusammenhang mit Clintons Mail-Skandal genau das. Sie könnten zu einer entscheidenden Wende im US-Wahlkampf führen.

Eigentlich waren die Ermittlungen schon längst abgeschlossen. Doch nun fällt der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die neu aufgerollte E-Mail-Affäre einmal mehr auf die Füße - diesmal aber womöglich noch viel schmerzhafter, als ohnehin schon.

Denn dass das FBI über 1.000 neue E-Mails auf dem privaten Server der Demokratin gefunden hat, könne laut einem Citigroup-Expertenteam durchaus dazu führen, den bisherigen Wahlverlauf in eine völlig andere Richtung umzulenken.

"Nach unserer Meinung stellen diese Entwicklungen eine 'Oktober-Überraschung' dar, die einen entscheidenden Einfluss auf das Rennen haben könnte", werden die Analysten von "CNBC" zitiert.

Kleinste Ereignisse können riesige Wellen schlagen

Schon mehrere Male hatten die Citi-Wahlexperten vor dem "außergewöhnlich hohen" Risiko von "Schwarzer-Schwan"-Ereignissen im diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf gewarnt. So sei der Effekt von Skandalen oder auch die "Kriegsführung via Informationsverbreitung" auf den Wahlausgang nicht zu unterschätzen. 

Tatsächlich hätte die kleine Nachricht dafür gesorgt, dass die Märkte nun nicht mehr zu 81, sondern nur noch zu 75 Prozent auf einen Wahlsieg von Clinton setzen. Und da die kompletten Auswirkungen von derlei Entwicklungen meist erst nach mindestens einer Woche ersichtlich werden, könne man den Gesamteffekt wahrscheinlich nicht bis zur Wahl am nächsten Dienstag beziffern. 

Clinton werde dennoch triumphieren - vorerst

Das Team selbst bleibe aber dennoch bei seiner Prognose einer 75-prozentigen Wahrscheinlichkeit von Clinton als Präsidentin. Auch gehen sie nicht davon aus, dass sich die bisherigen Befürworter der Demokratin nun umentscheiden - allein schon deswegen nicht, weil viele bereits jetzt ihre Stimmzettel abgegeben haben. 

Selbst, wenn sie damit Recht behalten, werde nach Einschätzung der Experten an den Märkten auch im Nachgang noch längere Zeit Unsicherheit herrschen. Als Begründung führten sie unter anderem Trumps Drohung an, das Ergebnis womöglich nicht zu akzeptieren. Außerdem stünde mit den nicht abgeschlossenen Untersuchungen des FBI das "nicht zu vernachlässigende" Risiko eines Amtsenthebungsverfahrens für Clinton im Raum.

Deutsche Ökonomen haben gewählt: US-Wahl: Clinton 74 Prozent, Trump bei 0,7 Prozent

Wertpapier: Citigroup


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Kommentare

Hallo hier bin ich wieder nach langer Pause

Es war abzusehne das in Amerika zum Ende des
Jahres die Wirtschaft nach langer Talfahrt sich erholt.
Citigroup wird zum Ende des Jahres wieder mit zu den
Gewinnern zählen.
Ziel wird 60 Euro sein.
Also bis dann
Huch,Die "ehrenwerte Hillary&schwarzer Schwan?"Mensch,Wladimir,du bist aber auch ein Geheimdienst&strippenziehler vorm Herrn!Selbst dem ZDF ist dein neuester Coup entgangen und das will schon mal was heissen,denn: mit vielen zweiten sieht man alles&noch viel mehr,(wenn ich Info von Deutschland wär!)So, wie sieht's jetzt aus,mit der fiktiven Umfrage:Wenn die "Deutschen",gemeint scheinen ,irgendwelche Cyborgs ausser mir,die den amerikanischen Präsidenten "wählen"dürfen,bisher zu 137,5%Clintonbefürworter waren,was nun?Schwarzer Schwan,hin oder her:Das ZDF,der schwarze Schwankanal himself(Edi,hab ich dich endlich mal wieder in die Medienlandschaft eingebracht!),hat ermittelt,dass dem partout nicht so ist!Die "Mehrheit"der Deutschen"holt sich morgens ihre Bild am Kiosk&dann ist auch aus mit Politik,bis 19Uhr,wenn "Aktuelle Kamera "kommt.Wir,sind das "alternativlos gelassene Volk",verdammt noch mal.Irgendein Wessie,egal welche(r),rette mich!

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