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Lufthansa, Hugo Boss & Co. – im Fokus der Quartalszahlen!
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Lufthansa, Hugo Boss & Co. – im Fokus der Quartalszahlen!

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
02.11.2016, 08:23  |  584   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt stand am Dienstag stark unter Druck. Eine neue Umfrage zur US-Präsidentschaftswahl sah den von der Finanzwelt wenig geliebten Republikaner Trump vor Clinton. Der DAX schloss 1,30 Prozent tiefer bei 10.526 Punkten, der niedrigste Stand seit zwei Wochen. MDAX und TecDAX verloren 1,19 beziehungsweise 1,04 Prozent. Unter den im HDAX versammelten 110 größten Werten gab es lediglich elf Gewinner und 99 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag dabei bei 96 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 78,0 Millionen gehandelten Aktien mit einem Wert von 2,69 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,80). Alle Sektoren verbuchten Verluste. Am schwächsten präsentierten sich Banken und Technologiewerte. Einziger DAX-Wert im Plus war Bayer mit einem Aufschlag von 0,55 Prozent. Das Übernahmeziel Monsanto hat für den 13. Dezember eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre für die Übernahme stimmen sollen. Die Verliererliste wurde angeführt von Deutsche Bank (-3,83 Prozent), gefolgt von ThyssenKrupp (-2,77 Prozent) und Fresenius SE (-2,45 Prozent). Im MDAX haussierte Fraport um 3,97 Prozent. Medienberichten zufolge will der Billigflieger Ryanair heute erstmals Flugangebote am Frankfurter Flughafen vorstellen. Jungheinrich büßte 5,11 Prozent ein. Im TecDAX sprang die Aktie von Pfeiffer Vacuum Technology um 7,99 Prozent. Beflügelt wurde das Papier von einer positiven Analystenstudie, die den Pumpenhersteller als Übernahmekandidaten bezeichnete. Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen hingegen eher schwach aus. Nachbörslich war die im SDAX notierte Hypoport-Aktie nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufplans stark gesucht.

An der Wall Street konnten die Indizes nicht von besser als erwarteten Einkaufsmanagerdaten zur US-Industrie profitieren. Der Dow Jones Industrial büßte 0,58 Prozent auf 18.037 Punkte ein. Der Nasdaq 100 verlor 0,71 Prozent auf 4.767 Zähler. An der NYSE verbuchten 74 Prozent der gelisteten Werte Abschläge. 29 neuen 52-Wochen-Hochs standen 83 neue Tiefs gegenüber. Als einziger Sektor konnten sich Energiewerte ein hauchdünnes Plus erkämpfen. Immobilienwerte und Versorger verzeichneten die deutlichsten Abschläge. Chevron verbesserte sich an der Dow-Spitze um 1,65 Prozent. Merck und Exxon Mobil rückten um 0,98 beziehungsweise 0,39 Prozent vor. Pfizer verlor am Indexende 2,01 Prozent. Der Pharmariese hatte mit der Vorlage der Quartalszahlen die Gewinnprognose für das Gesamtjahr reduziert. Apple und Travelers verloren dahinter 1,80 respektive 1,79 Prozent.

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar mit der wieder steigenden Ungewissheit über das Ergebnis der am kommenden Dienstag anstehenden US-Präsidentschaftswahl gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursverluste. Der Dollar-Index fiel um 0,66 Prozent auf 97,76 Punkte. Der besonders sensible Mexikanische Peso markierte mit der Sorge vor einem Wahlsieg Trumps gegenüber dem Greenback ein 3-Wochen-Tief. EUR/USD stieg um 0,68 Prozent auf 1,1055 USD. Im Tagesverlauf schwankte das Währungspaar zwischen 1,0960 USD und einem 3-Wochen-Hoch bei 1,1069 USD. Stark gesucht war der als sicherer Hafen geltende Schweizer Franken. Er konnte gegenüber allen anderen Majors aufwerten. Auffällige Schwäche zeigte das Pfund Sterling. Die anhand des Markit-Einkaufsmanagerindex gemessene Stimmung in britischen Industrieunternehmen hat sich im Oktober etwas stärker als erwartet eingetrübt.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab den dritten Tag in Folge um 0,28 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 360,60 Punkten nach. Die Ölpreise gerieten nach dem Settlement unter Druck, nachdem API einen überraschend starken Anstieg der US-Lagerbestände um 9,3 Millionen Barrel meldete. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um lediglich 1 Million Barrel erwartet. Brent-Öl verbilligte sich um 1,21 Prozent auf 48,02 USD. Die US-Sorte WTI notierte 0,81 Prozent tiefer bei 48,02 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 5,25 Prozent auf 2,87 USD ab. Comex-Kupfer stieg um 1,20 Prozent auf 2,23 USD. Die Edelmetallpreise zogen als sichere Häfen deutlich an. Gold handelte 1,26 Prozent fester bei einem 4-Wochen-Hoch bei 1.289 USD (1.165 EUR). Silber verteuerte sich nach dem Ausbruch aus der mehrwöchigen Seitwärtsspanne um 3,28 Prozent auf ein 4-Wochen-Hoch bei 18,38 USD. Nächste technische Widerstände lassen sich bei 18,50 USD und 19,00 USD ausmachen. Platin und Palladium stiegen um 1,66 beziehungsweise 2,37 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,02 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um einen Basispunkt auf 0,17 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future endete zwei Ticks beziehungsweise 0,01 Prozent höher bei 162,12 Punkten. Für die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes ging es um einen Basispunkt abwärts auf 1,83 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich heute Morgen mit Blick auf die schwachen Vorgaben von der Wall Street auf breiter Front abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,36 Prozent auf 137,66 Punkte. Der Nikkei 225 gab belastet von einem festen Yen um rund 1,7 Prozent nach.

Heute richtet sich der Fokus auf die um 19 Uhr anstehende Bekanntgabe des Ergebnisses der Fed-Sitzung. Es wird allgemein erwartet, dass die Notenbank ihre Geldpolitik noch unverändert lässt und dass sie die Märkte im begleitenden Statement auf eine mögliche Zinsanhebung im Dezember vorbereitet. Aktuell preisen die Fed-Funds-Futures eine Wahrscheinlichkeit von rund 74 Prozent für eine Anhebung im Dezember ein. Von der Unternehmensseite stehen Quartalszahlen an bei Lufthansa, Braas Monier, Symrise, Norma Group, Hugo Boss, Comdirect, Alibaba Group und Time Warner. Nach US-Börsenschluss berichten Facebook, Qualcomm und Qiagen.

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