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Interviews: Eliezer Ben Zimra/Guillaume Rigeade (EdRAM): „Die Zinssätze werden nicht ewig so niedrig bleiben“
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Interviews Eliezer Ben Zimra/Guillaume Rigeade (EdRAM): „Die Zinssätze werden nicht ewig so niedrig bleiben“

Nachrichtenquelle: Asset Standard
03.11.2016, 00:00  |  434   |   |   

Im Doppel-Interview mit DAS INVESTMENT bezogen Eliezer Ben Zimra und Guillaume Rigeade, Fondsmanager der Fondsgesellschaft EdRAM, zu den Anleihemärkten Stellung.

Im Doppel-Interview mit DAS INVESTMENT rieten Eliezer Ben Zimra und Guillaume Rigeade, Fondsmanager der Fondsgesellschaft EdRAM, Anlegern, sich gegen die Risiken einer Zinserhöhung absichern. Aus einer solchen Wende in der EZB-Geldpolitik könnten die Anleger aber auch einen Nutzen schlagen.

DAS INVESTMENT.com: In welchen Anleihesegmenten sehen Sie aktuell eindeutige Anzeichen einer Blase? Von welchen Segmenten sollten sich Investoren aufgrund eines signifikanten Rückschlagpotenzials auf absehbare Zeit fernhalten?

Auf den Zinsmärkten erscheinen uns die öffentlichen Schuldtitel der Industrieländer besonders teuer. Dies zeigt sich bei einem großen Anteil an Staatsanleihen, die negative Renditen bieten. Die Kaufprogramme und die Geldpolitik der Zentralbanken neigen dazu, die Laufzeitprämien dieser Anleihen stark zu reduzieren.

In aufstrebenden Zinsmärkten sehen wir in einigen Marktsegmenten noch gute Anlagemöglichkeiten. Dem US-Dollar bleiben wir weiterhin fern und wir vermeiden zudem Positionen, in die vom Markt zu stark investiert wird. So haben wir im Edmond de Rothschild Bond Allocation unsere Ausgaben gegenüber aufstrebenden Staatsanleihemärkten reduziert und Schutzmechanismen verstärkt. Im Hinblick auf einen Markt, der einen starken Rücklauf und Risiken wie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und die Zinspolitik der US-Notenbank Fed (Fed) erlebt hat, bevorzugen wir Investitionen, die ein spezifisches Risiko bergen, anstelle von Thematiken, die anfällig für Spekulationen sind.

Als Auslöser für einen möglichen Kursrutsch am Rentenmarkt gilt die Angst vieler Bond-Anleger vor einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve. Wann rechnen Sie mit einer Fortsetzung der Zinswende in den USA? Und welche Effekte erwarten Sie dadurch auf die Treasuries der Vereinigten Staaten sowie den weltweiten Anleihemarkt?

Zu Beginn des Jahres 2016 erwartete man am Markt noch eine Fortsetzung der Zinserhöhung durch die Fed. Aus Sorge um das globale Wachstum, besonders um Chinas Wirtschaft, haben sich die Annahmen verändert. Inzwischen rechnet man an den Rentenmärkten mit nur einer einzigen Zinserhöhung zum Ende dieses Jahres, wobei auch diese noch nicht in Stein gemeißelt ist. Wir vertreten hierzu dieselbe Meinung wie der Marktkonsens und glauben, dass sich Janet Yellen mit einer Entscheidung noch bis Dezember Zeit nehmen wird.

Wir sind bezüglich der US-Renditestrukturkurve noch immer vorsichtig, besonders an deren kurzem Ende, wo ein allmähliches Ansteigen der Leitzinsen noch nicht vollständig eingepreist wurde. Gleichzeitig stehen wir inflationsgebundenen Anleihen positiv gegenüber, da sich diese jederzeit erholen könnten, sollte sich die Zinserhöhung der Fed verzögern.

Wir rechnen noch in diesem Jahr mit einer Zinserhöhung. Entsprechend nehmen wir bei den amerikanischen Kurzfristzinsen eine Verkaufsposition ein. Im Hinblick auf eine Wirtschaft, die nahezu Vollbeschäftigung erreicht, und einer Inflation, die insbesondere bei der Komponente Dienstleistungen dieses Jahr wieder deutlich ansteigt, erscheint uns für eine schrittweise Zinserhöhung sinnvoll. Der Status quo der Europäischen Zentralbank (EZB) überlässt der Fed zudem einen freien Handlungsspielraum.

Bei den amerikanischen Kurzfristzinsen haben wir eine Position im negativen Bereich, wodurch wir flexibel bleiben. Wir erwarten keine starke Anhebung der Leitzinsen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird diese nicht vor Juni 2017 eintreten (Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent bis zum Ende des Jahres).

Auch wenn unter den aufstrebenden Ländern des US-Dollar einige Länder wie Mexiko zweifelsohne dazu gezwungen sind, dieser Bewegung zu folgen, so ist dies nicht für alle zwingend. Indien hat beispielsweise seine Zinssätze gesenkt. Immer mehr Länder schaffen es, sich von der amerikanischen Geldpolitik zu lösen. Nach der letzten Erhöhung der Zinssätze durch die Fed sind nicht alle aufstrebenden Länder nachgezogen.

Objektiv betrachtet, sehen wir keine Bedrohung der Märkte, solange der Anstieg der Zinssätze schrittweise erfolgt. Bei einer „brutalen“ Marktbewegung sieht das anders aus: Bei massiven Ausstiegen aus den Märkten, könnten die Kapitalflüsse darunter leiden. An dieses Szenario glauben wir allerdings nicht. Wir halten an einer Investition in den US-Markt fest.

Lesen Sie das vollständige Interview hier. 

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