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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger bleiben vor US-Wahl in Deckung
Foto: Boris Roessler - dpa

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss Anleger bleiben vor US-Wahl in Deckung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.11.2016, 18:11  |  1074   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag ein weiteres Mal die Zurückhaltung der Anleger vor der Präsidentschaftswahl in den USA zu spüren bekommen. Trotz guter Geschäftszahlen von Beiersdorf und Vonovia kam der deutsche Leitindex nicht auf Touren. Zusätzlich belastet durch schwache Adidas-Aktien ging er bei 10 325,88 Punkten und damit nahe am Tagestief aus dem Handel. Ein Minus von 0,43 Prozent bedeutet den fünften schwachen Handelstag in Folge.

Bei den Nebenwerten fiel die Tendenz etwas besser aus: Der MDax als Heimat der mittelgroßen Unternehmen ging mit einem kleineren Abschlag von 0,28 Prozent auf 20 648,27 Punkte über die Ziellinie. Den Technologiewerte-Index TecDax jedoch hievte ein Kurssprung bei den Biotech-Aktien von Qiagen mit 1,06 Prozent ins Plus auf 1703,54 Zähler.

AUCH EUROSTOXX IM MINUS

Auf europäischer Bühne konnte auch der EuroStoxx 50 seine viertägige Durststrecke nicht beenden. Der Leitindex der Eurozone fiel um 0,22 Prozent auf 2973,49 Punkte. In Paris schloss der Leitindex CAC-40 knapp im Minus, während die Verluste im Londoner FTSE 100 mit 0,80 Prozent etwas größer waren.

Das Marktgeschehen sei weiter von Unsicherheit geprägt, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Die Anleger warteten ab, wer in der kommenden Woche die US-Präsidentschaftswahlen gewinnen werde. Zuletzt hatte Donald Trump im Umfragen Boden gut gemacht auf Hillary Clinton. Weil seine Politik als unberechenbar gilt, hatte dies schon an den Vortagen die Börsen belastet.

BEIERSDORF UND VONOVIA ZIEHEN AN

Im Dax führend waren die Titel der Lufthansa mit einem Kurssprung um mehr als 6 Prozent. Sie glichen ihre Vortagsverluste damit postwendend wieder mehr als aus, ohne dass es Nachrichten gab. Die Papiere suchen nun schon seit einer überraschenden Prognoseanhebung vor zwei Wochen nach einer klaren Richtung.

Ansonsten stand am Donnerstag die Berichtssaison im Fokus, die am Donnerstag einen Höhepunkt erreichte. Die Aktien von Beiersdorf schnellten nach Zahlen um 4,62 Prozent nach oben. Der Nivea-Konzern ist nach Ablauf der ersten neun Monate optimistischer für das Gesamtjahr geworden.

Gute Nachrichten kamen auch von Vonovia : Deutschlands größter Immobilienkonzern hatte in den ersten neun Monaten dank seiner jüngsten Zukäufe deutlich mehr verdient. Die Papiere zogen um knapp 1 Prozent an.

ADIDAS UNTER DRUCK

Bei Adidas dagegen sorgten die vorgelegten Zahlen nicht für steigende Kurse. Bei dem Sportartikelkonzern nahmen die erfolgsverwöhnten Aktionäre die erwartungsgemäßen Resultate zum Anlass für Gewinnmitnahmen. Nachdem die Titel zwei Jahre lang fast nur eine Richtung kannten, gingen sie nun mit mehr als 6 Prozent in die Knie.

Für die Anteilscheine von ProSiebenSat.1 ging es nach Zahlen um 1,21 Prozent nach unten. Der Medienkonzern wächst zwar mit Online-Vergleichsportalen und Internetshops. Im Kerngeschäft der Fernsehwerbung hatte der Umsatz im abgelaufenen Quartal aber nur leicht zugelegt.

KLÖCKNER & CO KNICKEN EIN

Im MDax stiegen die Papiere von Rheinmetall um mehr als 3 Prozent. Gute Geschäfte mit Waffen und Munition hatten dem Rüstungskonzern und Autozulieferer weiter Auftrieb verliehen, woraufhin dieser seine Umsatzprognose erhöhte.

An der TecDax-Spitze zogen die Aktien des Gendiagnostik- und Biotech-Konzerns Qiagen nach der Vorlage überraschend guter Geschäftszahlen um rund 9 Prozent an. Qiagen habe sowohl beim Umsatz als auch operativ die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Oliver Reinberg von Kepler Cheuvreux.

KLÖCKNER IM SDAX UNTER DRUCK

Schlusslicht unter den Kleinwerten im SDax waren die Anteilscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co mit einem Satz nach unten um mehr als 10 Prozent. Analyst Ingo Schachel von der Commerzbank sieht die Gefahr, dass das abgelaufene dritte Quartal zunächst das letzte starke Jahresviertel gewesen sein könnte.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite auf minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 142,60 Punkte und der Bund-Future verlor 0,19 Prozent auf 162,18 Punkte. Der Eurokurs zeigte sich wechselhaft: Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1095 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1064 (Mittwoch: 1,1095) festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Wertpapier: DAX, MDAX, TecDAX


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