DAX-0,01 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,46 % Öl (Brent)0,00 %
BMW, Commerzbank & Co. – im Fokus der Quartalszahlen!
Foto: www.commerzbank.de

BMW, Commerzbank & Co. – im Fokus der Quartalszahlen!

Anzeige
Nachrichtenquelle: Commerzbank
04.11.2016, 08:12  |  803   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Donnerstag seine Kursschwäche fort. Belastet wurden die Notierungen von der anhaltenden Unsicherheit vor dem Ausgang der am kommenden Dienstag stattfindenden US-Präsidentschaftswahl. Der DAX endete 0,43 Prozent schwächer auf einem 5-Wochen-Tief bei 10.326 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,27 Prozent abwärts auf 20.648 Zähler. Gegen den Trend erkämpfte sich der TecDAX einen Zugewinn von 1,06 Prozent auf 1.704 Punkte. 46 der 110 größten Werte konnten zulegen, 62 verzeichneten Abschläge. Das Aufwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Im DAX wurden 85,3 Millionen Aktien im Wert von 3,00 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,81) umgesetzt. Gesucht waren vor allem Versorger, gefolgt von Aktien aus dem Sektor Pharma + Healthcare sowie Banken. Größte Verlierer-Sektoren waren Konsumwerte, Chemiewerte und Rohstoffwerte. Nachrichtenlos setzte sich die zuletzt sehr volatile Aktie der Lufthansa mit einem Kurssprung um 6,12 Prozent an die DAX-Spitze. Beiersdorf verteuerte sich um 4,62 Prozent. Der Nivea-Hersteller hatte die Anleger mit einer Anhebung des Margen-Ausblicks erfreut. Commerzbank stieg dahinter um 2,91 Prozent. Vonovia legte nach Quartalszahlen um 0,98 Prozent zu. Adidas brach als schwächster DAX-Wert nach Vorlage der Bilanz um 6,27 Prozent ein. ThyssenKrupp und Deutsche Börse verloren 1,45 beziehungsweise 1,43 Prozent. ProSiebenSat.1 Media verlor nach Zahlen 1,21 Prozent. Nachbörslich tendierte die Aktie nach der Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung weitere rund 2,5 Prozent schwächer. Im TecDAX reagierte die Qiagen-Aktie mit einem Kurssprung um knapp 9 Prozent auf die am Vorabend präsentierten Quartalszahlen.

An der Wall Street beendete der Dow Jones Industrial den Handel 0,16 Prozent schwächer bei 17.931 Punkten. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 verlor 1,01 Prozent auf 4.679 Zähler. Unter den an der NYSE gehandelten Werten wiesen 58 Prozent Kursverluste auf. Das Abwärtsvolumen betrug 55 Prozent. Lediglich 16 Werte verzeichneten ein neues 52-Wochen-Hoch, während 102 Titel ein 52-Wochen-Tief markierten. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Energiewerte und Versorger vorne. Deutliche Abgaben waren bei Technologie und Healthcare zu beobachten. Disney-Papiere belegten mit plus 1,58 Prozent die Dow-Spitze. Die rote Laterne hielt Pfizer mit minus 2,41 Prozent.

Der Dollar-Index fiel belastet von der Unsicherheit um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl um 0,30 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 97,11 Punkten. EUR/USD stieg um 0,11 Prozent auf 1,1108 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 1,1060 USD und 1,1126 USD. Charttechnisch sieht sich das Währungspaar nun dem wichtigen Widerstand bei 1,1123 USD gegenüber. Darüber wäre ein Test der 200-Tage-Linie und der mittelfristigen Abwärtstrendlinie bei 1,1180/1,1198 USD zu erwarten. Im Fokus der Devisenhändler stand daneben vor allem das Pfund Sterling mit kräftigen Zugewinnen. Beflügelt wurde die Inselwährung von mehreren Faktoren. So entschieden die Richter des Obersten Gerichts in London, dass die britische Regierung erst nach einer Abstimmung des Parlaments das Brexit-Verfahren einleiten darf. Zudem vollzog die Bank of England auf ihrer Sitzung einen überraschenden Kursschwenk. Zwar ließ sie wie erwartet die Geldpolitik unverändert, doch signalisierte sie, dass sich die Zinsen künftig in beide Richtungen ändern könnten. Zuvor hatten die Währungshüter indiziert, dass weitere Zinssenkungen zur Abwendung negativer Brexit-Folgen möglich seien. Schließlich fiel auch der Markit-Einkaufsmanagerindex für den britischen Servicesektor besser als erwartet aus. Er stieg um 1,9 auf 54,5 Punkte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt einen Rückgang auf 52,5 Punkte prognostiziert.

Der S&P GSCI Rohstoffindex setzte ungeachtet des weiterhin schwachen US-Dollars seinen Abverkauf fort und büßte 0,74 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 352,28 Punkten ein. Brent-Öl verbilligte sich um 1,13 Prozent auf 46,33 USD. WTI-Öl verlor 1,57 Prozent auf 44,63 USD. US-Erdgas verteuerte sich um 0,93 Prozent auf 2,82 USD, nachdem die Lagerbestände in der vergangenen Woche nicht ganz so stark anstiegen wie vom Markt erwartet. Comex-Kupfer legte um 0,58 Prozent auf 2,24 USD zu. Bei den Edelmetallen kam es zu Gewinnmitnahmen. Gold handelte 0,36 Prozent schwächer bei 1.304 USD (1.173 EUR). Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,45 und 2,57 Prozent nach.

Am europäischen Rentenmarkt wurden die Notierungen der Staatsanleihen von mehreren Emissionen belastet, was die Renditen steigen ließ. Mit der Umlaufrendite ging es um zwei Basispunkte auf minus 0,01 Prozent nach oben. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um ebenfalls zwei Basispunkte auf 0,16 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,23 Prozent auf 162,13 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um einen Basispunkt auf 1,82 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute Morgen überwiegend abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,98 Prozent auf 136,60 Punkte. Besonders schwach präsentierte sich der Nikkei 225 (-1,34%) nach dem gestrigen Feiertag in Japan.

Heute stellen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Oktober den wichtigsten Marktbeweger dar. Die Konsensschätzung lautet auf einen Jobaufbau um 173.000 gegenüber dem Vormonat nach 156.000 im September. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,9 nach zuvor 5,0 Prozent gesehen. Mit Blick auf die Unternehmensseite stehen Quartalszahlen von BMW, Commerzbank, Erste Group Bank, Lafargeholcim, Richemont, Intesa Sanpaolo, Evonik Industries, Rhön-Klinikum und Dic Asset im Fokus. Nach US-Börsenschluss veröffentlicht Warren Buffets Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ihr Zahlenwerk.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE4G5Q Bull Beiersdorf AG Hebel 8,2
CE4G5F Bear Beiersdorf AG Hebel 11,3

Ihnen gefällt dieser Service? Dann stimmen Sie jetzt für uns bei der Abstimmung zum Zertifikatehaus des Jahres ab und gewinnen Sie Preise im Wert von über 2.000 Euro! Die Abstimmung dauert nur wenige Minuten! Hier geht’s zur Abstimmung!

Wertpapier: Beiersdorf


Verpassen Sie keine Nachrichten von Commerzbank
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel