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Konjunktur USA Strukturwandel und Globalisierung - Verliert US-Industrie an globaler Bedeutung?

04.11.2016, 12:03  |  1272   |   |   

„Make America great again“, das ist der verheißungsvolle Slogan des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Er verspricht, Arbeitsplätze zurück ins Land zu holen und Strafzölle für Unternehmen zu errichten, die ihre Waren im Ausland produzieren. Das verfängt in der weißen Arbeiterklasse, als viel zitierte Verlierer der Deindustrialisierung und Globalisierung. Dass Trump sein „Imperium“ unter anderem auch mit Niedriglöhnen für (illegale) Migranten und unbezahlten Rechnungen aufbaute, spielt dabei kaum eine Rolle.

Ein Blick auf die Zahlen: Die Bedeutung der US-amerikanischen Industrie für die Weltwirtschaft schwindet. Während zu Beginn der Sechzigerjahre in den Vereinigten Staaten 16,9 Millionen Menschen in der Industrie arbeiteten (so viele wie in keinem anderen Land der Erde), waren es 2010 nur noch 12,5 Millionen. Das berichtet die „WirtschaftsWoche“ unter Berufung auf eine Studie des Beratungsinstituts IW Consult für den Verband Gesamtmetall.

Demzufolge hat die US-Industrie in einem Zeitraum von 50 Jahren ein gutes Viertel ihres Personals verloren. Andere Länder wie China und Indien haben hingegen massiv Industriebeschäftigung aufgebaut. Die Folge dieses seit Jahrzehnten voranschreitenden Strukturwandels: In den Sechzigern standen die USA laut der Studie allein für fast ein Viertel (23,2 Prozent) der weltweiten Industriebeschäftigung. 2010 ist dieser Anteil auf weniger als ein Zehntel (8,7 Prozent) geschrumpft.

Die Bedeutung liegt aber auch in dem Wort „Strukturwandel“. Nicht allein wurde das Zeitalter der Deinstrialisierung ausgerufen, auch wurden Produktionsstätten durch die US-Industrie in das Ausland verlagert - darunter auch den Emerging Markets wie China und Indien.



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