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Dow Jones, EUR/USD & Co. – US-Wahl hat Märkte im Griff
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Dow Jones, EUR/USD & Co. – US-Wahl hat Märkte im Griff

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
07.11.2016, 08:36  |  1913   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich mit dem vierten Rückgang in Folge in das Wochenende. Der DAX gab um 0,64 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 10.259 Punkten nach. Auf Wochensicht büßte der Leitindex 4,09 Prozent ein. MDAX und TecDAX verzeichneten am Berichtstag Verluste von 1,06 beziehungsweise 0,71 Prozent. Beherrschendes Thema blieb die Sorge vor einem möglichen Wahl-Sieg von Donald Trump im Kampf um die US-Präsidentschaft. Die Wahl findet am Dienstag statt und die Umfragewerte haben sich in den letzten knapp drei Wochen deutlich zu Lasten von Hillary Clinton verschlechtert. Sie führt im Schnitt der Umfragen derzeit nur noch mit 1,8 Prozentpunkten. Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Oktober fielen derweil solide aus. Zwar wurden im Berichtszeitraum mit 161.000 etwas weniger als die erwarteten 173.000 Stellen geschaffen. Dafür wurden jedoch die Werte der beiden Vormonate nach oben revidiert. Unter den 110 größten deutschen Aktienwerten gab es 16 Gewinner und 94 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 91 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 90,3 Millionen gehandelte Aktien im Wert von 3,16 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,81). Bei der Sektorenbetrachtung gelang nur den Software-Aktien ein dünnes Plus. Größte Verlierer waren Medienwerte, Konsumwerte und Werte aus dem Sektor Pharma + Healthcare. Im nur drei Gewinner-Aktien aufweisenden DAX setzte sich die SAP-Aktie nachrichtenlos an die Spitze mit plus 0,53 Prozent. BMW folgte dank positiv aufgenommener Quartalszahlen mit einem Aufschlag von 0,30 Prozent. Linde rückte um 0,20 Prozent vor. Die rote DAX-Laterne hielt die Aktie von ProSiebenSat.1 Media mit einem Einbruch um 7,35 Prozent. Das Papier litt unter einer Kapitalerhöhung um rund eine halbe Milliarde EUR. Adidas und Fresenius SE gaben um 3,13 respektive 1,84 Prozent nach.

An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial 0,23 Prozent auf 17.888 Punkte. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,39 Prozent abwärts auf 4.660 Zähler. An der NYSE verbuchten 47 Prozent aller Werte Verluste und 49 Prozent Gewinne. Das Abwärtsvolumen lag bei 49 Prozent des Gesamtvolumens. 67 Werte markierten neue 52-Wochen-Tiefs und 21 Werte neue 52-Wochen-Hochs. Stärkste Sektoren waren Healthcare und Immobilien. Die deutlichsten Verluste waren bei Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter sowie bei Energiewerten zu beobachten. An der Dow-Spitze verbesserte sich die Aktie des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar um 1,27 Prozent. Merck und Home Depot legten um 0,66 beziehungsweise 0,60 Prozent zu. Procter & Gamble verlor am anderen Indexende 1,75 Prozent. Dahinter folgten Travelers (-0,99%) und Disney (-0,98%).

Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index den vierten Tag in Folge um 0,32 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 96,89 Punkten. EUR/USD stieg um 0,31 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 1,1141 USD. Das Währungspaar befindet sich aktuell an einer wichtigen horizontalen Widerstandszone. Bei 1,1182 USD notiert zudem die 200-Tage-Linie. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Franken sowie das Pfund Sterling durch Stärke auf. Sehr schwach tendierten hingegen der Aussie und der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab den sechsten Tag in Folge nach um 0,91 Prozent auf ein 6-Wochen-Tief bei 349,09 Punkten. Die Ölpreise blieben mit der wachsenden Skepsis im Hinblick auf eine mögliche Produktionskürzung auf dem Ende November stattfindenden OPEC-Treffen unter Druck. Einem Reuters-Bericht zufolge sei die alte Rivalität der Erzfeinde Saudi-Arabien und Iran bei den jüngsten Konsultationen zur Vorbereitung des Treffens offen zu Tage getreten. Die Saudis hätten gedroht, die Produktion weiter hochzufahren auf 11 oder sogar 12 Millionen Barrel pro Tag, falls sich die Iraner nicht an der anvisierten Begrenzung der Produktion beteiligten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,66 Prozent auf 45,58 USD. Die US-Sorte WTI gab um 1,32 Prozent auf 44,07 USD nach. US-Erdgas notierte nahezu unverändert bei 2,77 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,71 Prozent auf 2,27 USD. Gold handelte 0,09 Prozent fester bei 1.305 USD (1.170 EUR). Platin und Palladium rückten um 1,02 beziehungsweise 1,17 Prozent vor. Silber endete gegen den Trend 0,24 Prozent tiefer bei 18,37 USD.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,02 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf 0,14 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,15 Prozent auf 162,37 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 1,79 Prozent nach.

Die Aktienmärkte in Fernost präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Für Rückenwind und einen allgemeinen Dreh in den Risk-On-Modus sorgte die Meldung, dass das FBI dem Kongress mitgeteilt hat, die Prüfung der neu aufgetauchten E-Mails habe keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten von Hillary Clinton ergeben. Der US-Dollar stieg daraufhin, während Gold südwärts tendierte. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,44 Prozent auf 137,32 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite der Auftragseingang im deutschen produzierenden Gewerbe im September sowie der sentix-Konjunkturindex für November im Fokus. Quartalszahlen berichten unter anderem MorphoSys, Xing, Alstria Office Reit, HSBC Holdings und Ryanair. Die Volkswagen-Aktie könnte von am Wochenende hereingekommenen Nachrichten bewegt werden. Demnach dehnt die Staatsanwaltschaft Braunschweig ihre Ermittlungen gegen Marktmanipulationen auf Aufsichtsratschef Pötsch aus. Zudem berichtete die “Bild am Sonntag”, die kalifornische Umweltbehörde Carb habe auch bei der VW-Tochter Audi eine Software entdeckt, die die CO2-Werte manipuliere.

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