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US-Wahl Donald Trump? Herzlich Willkommen (in Bayern)! Sonst eher nicht so… Oder?

08.11.2016, 11:28  |  1347   |   |   

Im Zuge der US-Präsidentschaftswahl hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer vor überzogener Kritik aus Deutschland an Donald Trump gewarnt. "Wenn das amerikanische Volk sich in einer demokratischen Abstimmung für eine Person entscheidet, haben das Demokraten in Deutschland und Bayern zu akzeptieren", sagte Seehofer „BILD am SONNTAG“. Und ergänzt: "Wir dürfen uns nicht als Oberlehrer der ganzen Welt aufführen. Das amerikanische Volk wählt, wer es führt und sonst niemand.“

Im Falle eines Sieges des republikanischen Bewerbers Trump würde Seehofer ihn in Bayern herzlich willkommen heißen. "Wir würden ihn wie jeden gewählten amerikanischen Präsidenten gern als Gast in Bayern begrüßen", sagte der bayrische Regierungspräsident. "Wir würden Donald Trump genauso behandeln wie Hillary Clinton: beide wären herzlich willkommen in München.“

"Wahl von Trump wäre historische Belastung für deutsch-amerikanische Beziehungen"

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sieht im Falle einer Wahl Trumps hingegen die Beziehungen zu den USA in Gefahr. „Für das deutsch-amerikanische Verhältnis wäre eine Wahl von Trump zum Präsidenten eine historische Belastung", sagte Röttgen „BILD am SONNTAG“. "Es würde zur tiefsten Entfremdung in unseren Beziehungen seit dem Vietnamkrieg führen.“

Margot Käßmann warnt vor Trump am Abzugsknopf

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann appellierte in BamS an die US-Bürger, ihre Stimme am Dienstag Hillary Clinton zu geben: "Bitte, liebe amerikanischen Wählerinnen und Wähler, verschont euer eigenes Land und die ganze Welt übermorgen davor, in die Willkür eines Donald Trump zu fallen!" Zur Begründung schrieb Käßmann: "Es kann doch nicht möglich sein, dass ein Mann, der sich rühmt, jeder Frau zwischen die Beine fassen zu dürfen, Präsident der Vereinigten Staaten wird! Ein Mann, der meint, Atomwaffen seien nun einmal da, sie einzusetzen.“

Emnid-Umfrage: Mehrheit sorgt sich um deutsch-amerikanisches Verhältnis

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für „BILD am SONNTAG“ ergab, dass 77 Prozent der Bundesbürger fürchten, dass das deutsch-amerikanische Verhältnis stark belastet würde, wenn Trump gewinnt. Nur 4 Prozent sehen dann eine Verbesserung in Aussicht, 15 Prozent erwarten keine Veränderung. Bei einem Sieg von Hillary Clinton glauben 67 Prozent, dass die Freundschaft zu den USA unverändert bleibt. 14 Prozent erwarten positive Impulse für die Beziehungen, während genauso viele sagen dass sich das deutsch-amerikanische Verhältnis verschlechtern wird.



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