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Dow Jones, EUR/USD & Co. – US-Wahl im Fokus
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Dow Jones, EUR/USD & Co. – US-Wahl im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
08.11.2016, 09:40  |  677   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt zeigte zum Wochenauftakt eine kräftige Erholungsrally. Für gute Stimmung und einen Dreh in den “Risk on”-Modus sorgte die Nachricht, dass das FBI in den neu aufgetauchten E-Mails keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton finden konnte. Die Finanzmärkte preisten daher eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der Demokratin und entsprechend eine niedrigere Erfolgsaussicht des als unberechenbar geltenden Donald Trump ein. Der DAX endete 1,92 Prozent höher bei 10.457 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 1,21 respektive 1,84 Prozent. Die Marktbreite stellte sich sehr positiv dar. Unter den 110 größten Werten gab es 100 Gewinner und nur zehn Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 96 Prozent. Bis auf den Einzelhandelssektor konnten alle DAX-Sektoren zulegen. Die deutlichsten Zugewinne verbuchten Banken und Versicherer. Hier beflügelten positive Quartalszahlen von HSBC sowie die Aussicht auf steigende Zinsen. Stärkster Wert im DAX war Commerzbank mit einem Sprung um 5,21 Prozent. Dahinter verbesserten sich Deutsche Bank und Lufthansa um 5,19 beziehungsweise 4,23 Prozent. Als einziger Titel im Leitindex gab Beiersdorf um 0,41 Prozent nach. Im TecDAX legte Xing nach Vorlage eines erfreulichen Zahlenwerks 4,90 Prozent zu. Im nachbörslichen Handel konnten Patrizia Immobilien und Alstria Office nach positiv aufgenommenen Zahlen Zugewinne verbuchen.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 1,75 Prozent höher bei 18.203 Punkten, der Nasdaq 100 legte um 2,17 Prozent auf 4.762 Punkte zu. Erstmals seit längerer Zeit gestaltete sich die Marktbreite wieder positiv. 80 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 90 Prozent. 72 Titel erreichten am Berichtstag ein 52-Wochen-Hoch, während 27 ein neues Tief markierten. Die Flut hob alle Boote. Alle Sektoren konnten zulegen (zwischen 1,53 und 2,56 Prozent). Im Dow gab es ebenfalls nur Gewinner. Den Spitzenplatz belegte JPMorgan mit plus 3,01 Prozent. UnitedHealth und Goldman Sachs rückten um 2,90 beziehungsweise 2,87 Prozent vor. Nachbörslich haussierte die Aktie von priceline.com nach der Präsentation der Quartalsbilanz um rund 5 Prozent. Das Unternehmen konnte beim Gewinn die Markterwartungen schlagen.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar mit den gestiegenen Erfolgsaussichten von Clinton deutlich auf. Der Dollar-Index sprang um 0,93 Prozent auf 97,79 Punkte nach oben. EUR/USD gab um 0,92 Prozent auf 1,1037 USD nach. Im Tagesverlauf pendelte der Kurs zwischen 1,1027 USD und 1,1110 USD. Auffällige Stärke unter den Hauptwährungen zeigten der Aussie und der Loonie. Auch sonst konnten Rohstoffwährungen kräftige Zugewinne verbuchen. Deutliche Abschläge zeigten der Yen und das Pfund Sterling.

Der S&P GSCI Index für 24 Rohstoffpreise stieg um 1,06 Prozent auf 352,79 Punkte und beendete damit eine sechs Tage andauernde Verlustserie. Brent-Öl verteuerte sich um 1,25 Prozent auf 46,15 USD. US-Erdgas notierte 1,66 Prozent höher bei 2,81 USD. Kupfer haussierte an der Comex um 2,10 Prozent auf 2,31 USD. Gold verbilligte sich mit der gestiegenen Risikofreude um 1,76 Prozent auf 1.282 USD (1.161 EUR). Silber und Platin gaben um 0,88 beziehungsweise 0,42 Prozent nach. Palladium legte gegen den Trend um 4,66 Prozent zu.

Am Rentenmarkt verharrte die von der Bundesbank festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,02 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,16 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,14 Prozent auf 162,15 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um vier Basispunkte auf 1,83 Prozent an und tastet sich damit wieder an das im Oktober markierte 5-Monats-Hoch (1,86) heran.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute Morgen ganz überwiegend aufwärts. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,38 Prozent auf 137,89 Punkte. An Konjunkturdaten stand die Handelsbilanz in China im Fokus. Auf Dollar-Basis gingen die Exporte aus der zweitgrößten Volkswirtschaft im Oktober den siebten Monat in Folge um 7,3 Prozent zurück (Konsensschätzung: -6,0). Die Importe fielen um 1,4 Prozent (-1,0). Der Handelsbilanzüberschuss legte auf 49,06 Milliarden USD zu (Konsensschätzung: 51,7).

Heute findet die US-Präsidentschaftswahl statt. Das Ergebnis dürfte am Mittwochmorgen unserer Zeit noch vor der Eröffnung der europäischen Börsen feststehen. Entsprechend ist für den morgigen Handelsstart mit deutlichen Ausschlägen über alle Anlageklassen hinweg zu rechnen. Da sich die Anleger mit Blick auf die Wahl heute zurückhalten dürften, ist mit geringen Handelsvolumina zu rechnen. Von der Makroseite stehen die Daten zur deutschen Industrieproduktion im September zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Deutsche Post, Henkel, Toyota Motor, ArcelorMittal, Imperial Brands, Rational, Patrizia Immobilien, Deutz, Alringklinger, Jungheinrich, Aixtron und Freenet. Schaeffler veranstaltet eine Pressekonferenz zur Unternehmensstrategie.

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Themen: Handel, DAX, USD


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