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Interviews: Uwe Pyde (BANTLEON): „Bundesanleihen gehören ins Portfolio“
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Interviews Uwe Pyde (BANTLEON): „Bundesanleihen gehören ins Portfolio“

Nachrichtenquelle: Asset Standard
09.11.2016, 00:00  |  366   |   |   

Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Capital erklärt Uwe Pyde, warum bonitätsstarke Staatsanleihen immer noch attraktiv sind und ins Portfolio sollten.

Uwe Pyde, Portfoliomanager beim Anleihespezialisten Bantleon, erklärt, warum bonitätsstarke Staatsanleihen trotz der Niedrigzinsen attraktiv sind und welche Papiere Rentenanleger ihrem Portfolio beimischen sollten.

Capital: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrer Nullzinspolitik und Anleihekäufen die Anleihekurse befeuert. Damit sind die Renditen bonitätsstarker Rentenpapiere gesunken, in einigen Marktsegmenten ist Liquidität inzwischen Mangelware. Ist die EZB für Rentenanleger Helferin oder Gegenspielerin?

Pyde: Paradoxerweise beides. Mit ihrer expansiven Geldpolitik hat sie dazu beigetragen, dass sich die Konjunktur nach der Finanzmarkt- und der darauffolgenden Staatsschuldenkrise stabilisiert hat. Aus diesem Grund ist ihr Dank geschuldet. Auf der anderen Seite trocknet sie in gewissen Segmenten, in denen sie Anleihen kauft, mit fortwährender Dauer den Markt aus. Das betrifft vor allem Unternehmensanleihen der Bonitätsklasse Investment Grade sowie gedeckte Schuldverschreibungen. Das führt dazu, dass sich die Risikoprämien unterschiedlicher Rentenpapiere angleichen, sodass Bonitätsunterschiede nicht mehr im Preis zum Ausdruck kommen.

Können Rentenanleger unter diesen Umständen noch so investieren wie früher?

Langlaufende, bonitätsstarke Staatsanleihen, die klassischen Rentenpapiere für Privatanleger, bringen mittlerweile zwar praktisch keine Zinsen mehr. Sie haben aber nicht ihre Daseinsberechtigung verloren. Sie sind ein gutes Absicherungsinstrument. Das hat sich im Zuge des Brexit-Votums gezeigt. Am Tag nach dem Referendum gab es starke Verluste an den Aktienmärkten, gleichzeitig sind die Kurse zehnjähriger deutscher Bundesanleihen deutlich gestiegen. Man kann mit bonitätsstarken Anleihen also nach wie vor Geld verdienen.

Was kann man machen, wenn man mit Anleihen nicht nur in Krisen Geld verdienen will?

Anleger können sich in tieferen Bonitätsklassen umschauen. Dort ist allerdings das Risiko höher.

Viele Investmentgesellschaften bieten Renteninvestoren auf der Suche nach Rendite mittlerweile komplexe Papiere an, etwa Contingent-Convertible-Bonds (CoCo-Bonds).

Solche Papiere stechen hervor, weil sie vergleichsweise hohe Zinsen bieten. CoCo-Bonds, also bedingte Pflichtwandelanleihen, sind von ihrem Risikoprofil her allerdings eher mit Aktien als mit Renten zu vergleichen. Die Emittenten, meist Banken, können die Anleihen unter bestimmten Bedingungen in Aktien tauschen oder komplett abschreiben. Privatanleger müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie im Extremfall ihr gesamtes in CoCos investiertes Geld verlieren können. Ich denke, dass die aus relativer Sicht hohen Renditen dieses Risiko derzeit nicht rechtfertigen.

Wie könnte ein Rentenportfolio mit einem ausgewogenen Chance-Risiko-Profil jetzt aussehen?

Es gilt, was immer galt: Das Portfolio sollte diversifiziert sein. Auch Bundesanleihen gehören hinein, trotz Negativzinsen. Daneben halten wir bonitätsstarke Unternehmensanleihen für attraktiv. Dank der robusten Konjunktur könnten deren Kurse in den kommenden Monaten weiter steigen. Auch bei langlaufenden Staatsanleihen aus der Euro-Peripherie sehen wir Chancen, vor allem bei spanischen und italienischen Papieren. Wollen Anleger ein bisschen mehr Risiko wagen, sind ausgewählte Hochzinsanleihen interessant, wobei deren Kurse in den vergangenen Monaten schon stark gestiegen sind.

Lesen Sie das Interview hier auf www.capital.de.

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