DAX-0,01 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,47 % Öl (Brent)0,00 %

K+S Prognose gekippt K+S drohen neue Entsorgungsprobleme? Steht das Werk Werra auf der Kippe?

10.11.2016, 15:11  |  2540   |   |   

Dem Kasseler Rohstoffkonzern K+S drohen neue Entsorgungsprobleme, die ihn nach eigenen Angaben monatlich bis zu 16 Millionen Euro kosten können. Einen Bericht der „WirtschaftsWoche“ zufolge, hatte K+S hatte die Erweiterung der Halde für Salzabfälle seines hessisch-thüringischen Kalisalzbergwerks Werra beantragt. Doch das Regierungspräsidium in Kassel fordert in dem laufenden Verfahren zur Haldenerweiterung, dass K+S „sein Vorhaben umplanen muss“. 

Doch laut den Antragsunterlagen von K+S sei die Kapazität der betroffenen Halde beim Standort Hattorf  ohne die Erweiterung bereits Ende des Jahres ausgeschöpft. In diesem Fall fürchtet K+S laut dem Schreiben um die „wirtschaftliche Existenz“ des Werks Werra und rechnet dann mit einem monatlichen Verlust von bis zu 16 Millionen Euro.

In der Folge relativierte K+S jedoch seine Aussagen aus den Antragsunterlagen und betonte, dass „die Kapazität der aktuell genehmigten Halde noch nicht erschöpft“ sei. Zudem würde die Produktion am Standort Hattorf wegen anderer  Entsorgungsschwierigkeiten „zurzeit“ ruhen, schreibt die „WirtschaftsWoche“. Daher fände „aktuell auch keine Aufhaldung statt“. Eine Schließung des Werks steht laut K+S „nicht zur Diskussion“.

K+S AG kappt Prognose

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S steht weiterhin stark unter Druck: Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland und ein schwaches Salzgeschäft sorgten für den ersten Quartalsverlust seit Erhebung entsprechender Daten im Jahr 2000. Konzernchef Norbert Steiner sprach am Donnerstag bei der Zahlenvorlage von "starken Belastungen". Die Prognose für das laufende Jahr nahm er erneut etwas zurück. Weitere Produktionseinschränkungen für den Rest des Jahres seien "nicht ausgeschlossen". Auch beim Start einer neuen Mine in Kanada rechnet er nun mit etwas höheren Kosten.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) dürfte vor diesem Hintergrund im laufenden Jahr auf 200 bis 260 Millionen Euro absacken. Bisher hatte der K+S 200 bis 300 Millionen Euro angepeilt. Auch beim Umsatz senkte der Konzern die Spanne auf 3,5 bis 3,6 Milliarden Euro. Bisher hatten die Nordhessen bis zu 3,7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. 2015 hatte K+S bei einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro operativ 782 Millionen verdient.


Am Finanzmarkt überwog aber die Hoffnung auf eine Wende. Für die K+S-Aktie ging es am Morgen aufwärts. Gegen Mittag legte der Kurs in einem festeren Markt um 3,77 Prozent zu. Die Aktien zählten zu den Spitzenwerten im MDax. Ein Börsianer nannte die Zahlen zwar schwach. Eventuell sei aber nun der Tiefpunkt erreicht.

(Mit dpa-AFX)

Wertpapier: K+S


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel