DAX+2,27 % EUR/USD+1,97 % Gold-0,53 % Öl (Brent)-0,34 %

Amazon, Facebook, Google – Gründe für Kurssturz

Gastautor: Daniel Saurenz
10.11.2016, 17:03  |  499   |   |   

USA_Aktien_Amazon_Facebook_BerlinWas ist denn da los? Es geht Schlag auf Schlag, am Donnerstag reibt sich mancher die Augen über fünfprozentige Minuszeichen bei Facebook, Amazon, Google und Netflix. Trump will deren Macht beschränken und Anleger sind unsicher, wie es weitergeht. Daher schauen Sie in unsere ISIN-Liste – wir haben Papiere zur Absicherung der hohen Gewinne dieser Titel bereit gestellt. Denn im Silikon Valley geht die Angst um, dass Trump aufräumt mit Steueroptimierung und Stützung der Tech-Giganten. Denn auch die Gründer sind für ihn zum Teil Establishment, sie fuhren unter Obama ziemlich gut. Es verändert sich vieles, wir betonen es immer wieder und es gilt jetzt, Entwicklungen zu ordnen und neu zu denken. Nicht nur in den Medien, die ihren Liebling Clinton immer noch feiern, so wie die BILD. Lächerlich, so finden wir und respektlos gegenüber einer, wir sagen es noch einmal – demokratischen Entscheidung der US-Bürger. Manchmal könnte man meinen, es hätte Burkina Faso oder der Kongo gewählt, so wie sich Steinmeier, Göring-Eckard, Oppermann oder von der Leyen aufführen. Man möchte ihnen zurufen “hey, Eure Wunschkandidaten hat verloren, DEMOKRATISCH verloren und Ihr habt nicht mal den Anstand, Trump zu gratulieren in sauberer Art. Gleichzeitig philosophiert Merkel über Werte und empfängt sonst fröhlich Erdogan und bereit afrikanische Diktatoren. Das ist zweierlei Maß und unwürdig.

Wir sind im Team allesamt keine Trump-Fans, doch beim Demokratieverständnis einiger Leute in Medien und Politik fragt man sich, ob das nicht getroffene Hunde sind, die bellen. Denn vielleicht haben die US-Wähler auch genau Leute wie Gabriel gemeint, wenn sie ihre Entscheidung fällten. Demokraten, die offenbar noch üben müssen. Lesenswert ist da die Einschätzung des alten SPD-Chefs Oskar Lafontaine. Man mag von ihm halten was man will, doch er stand ein für seine Überzeugung – bis zum Rücktritt als Konsequenz – und scheint wenigstens die Zeichen zu verstehen.

Trump ignorieren und verteufeln wird genauso gut funktionieren wie die AfD zu ignorieren und zu verteufeln – nämlich gar nicht. Obama und Clinton hatten den Anstand, Trump demokratisch zu gratulieren und sich anständig zu “verabschieden”. Wäre schön, würde das Kabinett mal darüber nachdenken.



Verpassen Sie keine Nachrichten von Daniel Saurenz

Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel