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Aktien Osteuropa Schluss: Moderate Gewinne im Kielwasser des US-Leitindex
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Aktien Osteuropa Schluss Moderate Gewinne im Kielwasser des US-Leitindex

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.11.2016, 19:22  |  483   |   |   

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas wichtigste Börsen haben am Donnerstag mit moderaten Gewinnen geschlossen. Anders als die mittel- und westeuropäischen Aktienindizes folgten sie damit der Entwicklung am US-Markt. Dort setzte der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Rekordhoch seine jüngste Rally fort, die schon vor Donald Trumps Überraschungssieg bei der US-Präsidentschaftswahl eingesetzt hatte.

Der rohstofflastige Moskauer RTS-Interfax-Index gewann am Donnerstag 0,35 Prozent auf 993,84 Punkte.

Obwohl es an der Warschauer Börse wie an den meisten europäischen Aktienmärkten im Späthandel zu einer Stimmungseintrübung kam, schlossen die polnischen Indizes ungefährdet im grünen Bereich: Der Wig-30-Index stieg um 0,46 Prozent auf 2079,74 Punkte und der breiter gefasste Wig-Index legte um 0,48 Prozent auf 48 447,59 Punkte zu.

Im Mittelpunkt standen eine ganze Reihe von Unternehmenszahlen sowie die Zinsentscheidung der polnischen Notenbank. Die Währungshüter ließen den Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 1,50 Prozent. Die Daten zeigten, dass das aktuelle Zinsniveau sowohl nachhaltiges Wachstum als auch makroökonomische Stabilität erlaube, hieß es in der begleitenden Stellungnahme.

Bei den Einzelwerten waren KGHM-Titel mit einem satten Plus von 8,05 Prozent die größten Gewinner im Wig 30. Der Kupferkonzern hatte im dritten Quartal des Geschäftsjahr 2015 seinen Nettogewinn auf 329 Millionen Zloty gesteigert, nach 33 Millionen Zloty im Vorjahreszeitraum.

Positiv aufgenommen wurden auch die Quartalsbilanzen des Versicherers PZU (plus 2,23 Prozent) und der Bank Pekao (plus 2,14 Prozent). Bei PZU stieg der Nettogewinn im dritten Quartal stärker als erwartet um 27 Prozent auf 649 Millionen Zloty. Pekao hatte zwar einen Gewinnrückgang von 610,5 Millionen Zloty im Vorjahresquartal auf nun 520,7 Millionen Zloty erlitten. Am Markt hatte man sich allerdings auf ein noch deutlicheres Minus eingestellt.

Für die Papiere des Schuh-Einzelhändlers CCC ging es um 1,10 Prozent aufwärts, obwohl das Unternehmen im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang auf 8,2 Millionen Zloty verzeichnet hatte. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn noch bei 33,8 Millionen Zloty gelegen. Der operative Gewinn übertraf hingegen die Erwartungen. Wenig verändert schlossen die Aktien der Alior Bank mit minus 0,18 Prozent. Das Finanzinstitut hatte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinnrückgang von 7,8 Prozent auf 248,8 Millionen Zloty verzeichnet.

In Prag lag der tschechische Leitindex PX über weite Strecken des Handelstages klar im Plus. Nach einer zwischenzeitlichen Stimmungseintrübung an der Wall Street gab er aber seine Gewinne im Späthandel teilweise wieder ab und schloss letztlich 0,44 Prozent fester bei 901,69 Punkten. Das Handelsvolumen lag bei 1,44 (Vortag: 0,85) Milliarden tschechischen Kronen.

Bei den Einzelwerten nahmen die beiden in Prag zweitnotierten österreichischen Finanzwerte Erste Group (plus 4,45 Prozent) und Vienna Insurance (plus 4,20 Prozent) die Spitzenpositionen im Index ein.

Fester schlossen außerdem die Titel der Moneta Money Bank. Sie stiegen um 1,76 Prozent, obwohl das Finanzinstitut in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 einen Rückgang des Nettogewinns auf 3,2 Milliarden Kronen verzeichnet hatte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten noch 3,5 Milliarden Kronen zu Buche gestanden.

Belastet wurde der PX von den deutlichen Kursverlusten der schwer gewichteten CEZ-Titel, die 4,44 Prozent tiefer schlossen und damit klares Schlusslicht waren. Europaweit zeigten sich Papiere von Energieversorgern schwach, nachdem der französische Strom- und Gaskonzern Engie mit seiner Gewinnprognose für das Gesamtjahr enttäuschte hatte.

Am Budapester Aktienmarkt stieg der ungarische Leitindex Bux letztlich um 0,58 Prozent auf 30.540,32 Zähler. Das Handelsvolumen belief sich auf 15,2 (zuvor: 13,8) Milliarden Forint.

Auf Unternehmensseite stand die Zahlenvorlage von Magyar Telekom im Mittelpunkt. Das Unternehmen hatte seinen Nettogewinn im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28,8 Prozent auf 13,64 Milliarden Forint gesteigert. Die Quartalsbilanz löste bei den Anlegern jedoch keine Euphorie aus: Die Titel des Unternehmen beendeten den Handelstag mit minus 0,41 Prozent.

Unter den weiteren Bux-Schwergewichten gaben Gedeon Richter mit minus 0,16 Prozent ebenfalls leicht und Mol mit minus 0,78 Prozent etwas deutlicher nach. Unterstützung für den Leitindex kam von den Papieren der OTP Bank, die von einem freundlichen europäischen Branchentrend profitierten und um 2,39 Prozent stiegen./dkm/APA/gl/he

Themen: Aktien, Handel, Krone


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