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Pressemeldung: Jyske Invest: Renditeüberblick Juli 2016
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Pressemeldung Jyske Invest: Renditeüberblick Juli 2016

Nachrichtenquelle: Asset Standard
10.08.2016, 00:00  |  40   |   |   

Die Wellen, die der Brexit-Sturm ausgelöst hatte, legten sich verhältnismäßig schnell, meint der dänische Asset Manager Jyske Invest in seinem Renditeüberblick für Juli 2016.

Der dänische Asset Manager Jyske Invest veröffentlicht seinen Marktüberblick für Juli 2016.

Neues

Nachdem sich der Brexit-Sturm gelegt hatte, schien die Sonne im Juli erneut auf die Aktienmärkte

  • Die Wellen, die der Brexit-Sturm ausgelöst hatte, legten sich verhältnismäßig schnell. Die zügige Ernennung von Theresa May zur neuen Premierministerin von Großbritannien behob die Unsicherheit bzgl. der politischen Führung des Landes. Hinzu kam, dass die jüngsten europäischen Konjunkturbarometer keine so große Brexit-Unsicherheit zeigten, wie sie der Markt unmittelbar nach dem EU-Referendum befürchtet hatte. Insbesondere die Zahlen aus Deutschland zeigten, dass Aussicht darauf besteht, dass sich der Aufschwung in Deutschland, angetrieben von der Binnennachfrage und vor allem von den deutschen Verbrauchern, fortsetzen wird. Entsprechende Zahlen aus Großbritannien zeigten als eine Konsequenz des Brexits jedoch Schwäche. 
  • Im Laufe des Monats Juli gab es erfreuliche Wirtschaftsdaten aus den USA und China, die ebenfalls zur positiven Stimmung an den globalen Aktienmärkten beitrugen. Ein starker Beschäftigungsbericht für die USA lässt auf Wachstum in den USA hoffen, und die BNP-Daten aus China für das zweite Quartal zeigten eine Stabilisierung des Wachstums in der zweitgrößten Wirtschaft der Welt. Darüber hinaus waren die jüngsten Wirtschaftsdaten für die Industrieproduktion und den Einzelhandel in China überraschend positiv. Es scheint so, als ob die Anreizmaßnahmen, die im Frühjahr getroffen worden waren, Erfolg gehabt haben. Zum Ende des Monats überraschten die USA jedoch mit niedrigen Zahlen für das BIP-Wachstum und einer Abwärtskorrektur der Zahlen für frühere Quartale.
  • Nach dem Brexit haben sich die Erwartungen der Anleger hinsichtlich einer Zinserhöhung in den USA abgeschwächt, und die meisten Analysten erwarten jetzt eine Zinserhöhung erst zum Ende von 2016 oder zu Beginn von 2017. Gleichzeitig sind die Erwartungen hinsichtlich weiterer geldpolitischer Lockerungen vonseiten der übrigen Ton angebenden Zentralbanken gestiegen. Diese Entwicklung war der positiven Entwicklung zuträglich.

Die Unternehmen erfüllten die Gewinnerwartungen

  • Der Monat Juli gab auch den Startschuss für die Vorlage der Quartalsbilanzen. Die Unternehmen erfüllten im Allgemeinen die Erwartungen. Etwa 70 % der vorgelegten Bilanzen überraschten hinsichtlich der Gewinne positiv. Im Gegensatz dazu zeigten die Umsätze nicht ganz dieselbe Tendenz. Dies kann darauf deuten, dass Kosteneinsparungen und sonstige Maßnahmen zu Margeverbesserungen weiterhin eine wesentliche Quelle zu höheren Gewinnen sind.

Gescheiterter Militärputsch in der Türkei

  • Die Türkei war Mitte des Monats dem Versuch eines Militärputsches ausgesetzt, die amtierende Regierung unter Führung von Präsident Erdogan bekam jedoch die Situation schnell unter Kontrolle und konnte weniger als 24 Stunden nach Beginn des Putsches mitteilen, dass dieser gescheitert war. Der Putsch forderte mehr als 260 Todesopfer, mehr als 1400 Verletzte, und es wurden mehrere Tausend Soldaten inhaftiert. Erdogan nutzte die Gelegenheit zu einer umfassenden Säuberung innerhalb der türkischen Bürokratie sowie des Schulwesens. Seitdem wurde in der Türkei auch ein dreimonatiger Ausnahmezustand verhängt, der der türkischen Regierung erweiterte Rechte und Mittel gewährt, sowie das Verbot für Akademiker, aus der Türkei auszureisen. Präsident Erdogan ist davon überzeugt, dass sein früherer Alliierter und jetziger Hauptfeind Fethullah Gülen und seine Gülen-Bewegung Drahtzieher des Putschversuches sind. Der Tourismus und der Luftverkehr über Istanbul waren bereits im letzten halben Jahr mehreren Terrorhandlungen ausgesetzt, und der gescheiterte Militärputsch wird die Unsicherheit erhöhen und das Bild der Türkei als instabiles Land verstärken.

Marktrendite

Das Interesse wechselte von Energie auf IT über - u. a. nach guten Ergebnissen im IT-Sektor

  • Der globale Aktienmarkt stieg im Juli um 3,60 % gemessen in DKK und 4,13 % gemessen in Lokalwährungen. Der zunehmende Appetit auf Anlagen in Aktien trug zu einem Anstieg der Aktienkurse insbesondere bei IT-Aktien bei. Diese legten um durchschnittlich 7 % zu. Die Entwicklung war von guten Bilanzen von einer Reihe der dominanten Technologieunternehmen der Welt angetrieben. Apple, Alphabet/Google, Facebook und SAP erzielten gute Renditen nach der Vorlage sehr guter Bilanzen. Dies war eine willkommene Entwicklung, nachdem die IT-Aktien im ersten Halbjahr im Hintergrund gestanden hatten. Im Gegensatz dazu war Energie nach einem Fall des Ölpreises um fast 15 % der schlechteste Sektor im Berichtszeitraum. Dazu kam es nach erneuter Besorgnis hinsichtlich eines Überangebotes nach neuen Anstiegen in den Lagern, was sowohl raffinierte Produkte als auch Rohöl betraf.
  • Die Aktien der Emerging Markets-Länder führten - trotz der Unsicherheit in der Türkei - den Aufschwung im Juli an. Die Emerging Markets stiegen im Juli um 4,32 % und haben damit seit Mitte Mai um etwa 15 % zugelegt. Die Anstiege sind eine Folge der positiven Stimmung, angetrieben u. a. von der abgeschwächten Erwartung der Anleger hinsichtlich einer Zinserhöhung in den USA, während die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen vonseiten der übrigen Ton angebenden Zentralbanken gestiegen ist. Dies hat den Kapitalzustrom in die Aktienmärkte der Emerging Markets erhöht, wovon die Aktienmärkte profitiert haben.

Historisch niedrige Anleihezinsen

  • Der Juli war von den Nachwirkungen des EU-Referendums in Großbritannien geprägt. Wir können jedoch feststellen, dass das Referendum - abgesehen von den Wirtschaftsdaten in Großbritannien - keinen so großen Effekt auf die makroökonomischen Wirtschaftsdaten in Europa und den USA gehabt hat. Die 10-jährigen dänischen Staatsanleihen ließen somit im Laufe des Julis nach, wobei die Zinsen einen Rückgang von 0,09 % auf 0,06 % verzeichneten. Spanien und Italien hatten als eine Folge der verstärkten Suche nach einem höheren Risiko einen sehr positiven Monat.
  • Die Entwicklung an den Rentenmärkten der Emerging Markets-Länder war im Juli sehr unterschiedlich. Die Märkte in Lokalwährungen hatten einen etwas schwierigen Monat mit einem Rückgang um -0,23 %, was auf den Militärputsch in der Türkei zurückzuführen war. Die Rentenmärkte der Emerging Markets-Länder stiegen um 1,67 %, was auf die allgemeine Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen zurückgeführt werden kann.
  • Für die Unternehmensanleihen mit hohem Rating lag die Rendite im Juli bei 1,95 %, während die Unternehmensanleihen mit niedrigem Rating eine Rendite von 2,74 % erzielten. Die Rendite ist hauptsächlich die Folge des großen Interesses an risikoreichen Vermögenswerten.

 

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