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Apple, Nordex, Deutsche Bank – so geht`s nun weiter…

Gastautor: Daniel Saurenz
12.11.2016, 09:00  |  1303   |   |   

Deutsche Bank_ Frankfurt_Börse_8Donald Trump war nicht der Wunschkandidat der Investoren, doch im Eiltempo haben sie ihn ins Herz geschlossen. Was sich jedoch schon abzeichnet: Trumps Wahl sorgt für eine Zeitenwende! In Deutschland sind indirekt Hauskäufer, Sparer und Aktionäre betroffen. Erstmals seit Jahren deutet sich an, dass die Macht der Notenbanken bröckelt. Was passiert mit den verschiedenen Assetklassen, aber auch mit Einzeltiteln wie Apple, Nordex oder Deutsche Bank?

Die Zinsen für zehnjährige Anleihen in den USA steigen massiv an, auch in der Schweiz oder Deutschland ist der Anstieg kräftig. Prozentual kann man sogar von einem kleinen Crash am Anleihemarkt sprechen. Dies wird Folgen haben. Die Talsohle bei der Finanzierung von Immobilien sollte der Sommer gewesen sein, die Finanzierung von Hauskäufen wird teurer.

Trump steht für Reflationierung – auch dies hat Folgen. Aktien der „alten Ökonomie“ in den USA sind gesucht, Zykliker gefragt. Die hoch bewerteten Unternehmen aus dem Silicon Valley müssen sich auf harte Zeiten einstellen, sie hat Trump ohnehin im Visier. Amazon, Tesla, Google, Facebook oder Netflix bekamen mit ihren Kursverlusten schon einen Vorgeschmack.

Unsere Webinare nach der US-Wahl:

Finanzmarktrunde – hier

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Aktien, die jahrelang zertrümmert wurden, könnten sich fangen und endlich eine Erholung einleiten – allen voran der Bankensektor. Steigende Anleihezinsen verbessern die Geschäfte der Banken und Deutsche Bank oder Commerzbank könnten zu den Gewinnern der nächsten Jahre gehören, die Durststrecke enden.

Dazu steht Trump für Verschuldung und die will finanziert werden. Eine großzügige „Flatrate“ für Amazon, Starbucks und CO, mit der man die steueroptimierten Gewinne aus Europa in die USA holen kann, ist nicht zu erwarten. Auch das trifft die genannten Titel. Für den DAX bedeutet die neue Zeitrechnung in den USA: All jene, die von „America first“ betroffen sein könnten – Adidas, VW, BMW oder Daimler“ könnten sich schwertun. Zykliker wie HeidelCement sollten auch im DAX gesucht sein. So oder so – die Zeiten werden spannender und wohl auch volatiler als zuletzt unter Obama.

China unter dem Radar

Völlig vernachlässigt wird im Aspekt Trump übrigens China. Der Aktienmarkt profitiert hauptsächlich von der Talfahrt des Reminbi. Er ist nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber vielen anderen Währungen kräftig unter Druck. Die ignorieren Investoren weiterhin, dass die chinesische Wirtschaft schwach ist und zunehmend unter Druck kommen könnte, wenn Trump seinen Plan, massive Einfuhrzölle auf chinesische Produkte einzuführen, tatsächlich in die Tat umsetzen würde.

Auch die Immobilienblase in China sollte Sorgen bereiten, die Preise für Häuser in Städten wie Shanghai oder Peking wirken mitunter absurd. Dazu kämpft die Wirtschaft mit massiven Überkapazitäten. China könnte durchaus in eine finale Rally einbiegen, doch der Preis könnte anschließend umso höher sein. Denn die Bewertungsblase im Reich der Mitte wird platzen – früher oder später.

Unsere Investmentideen:

Memory-Express:

Commerzbank – SE2S9Z

Deutsche Bank – SE6SX7

Hebelprodukte:

Gold WAVE Unlimited Call DX78ET
Gold WAVE XXL Put DX6EAN
SILBER Unlimited Long PB29MA
Allianz Optionsschein Call CX3L3X
Euro Bund-Future Turbo-Bear 12/2016 (EUREX) VN3ET2
Bund Future Short TD6K6Q

 

FACEBOOK INC. Turbo Short PB7WU6
Netflix WAVE Put DL8LGR
Mini-Future auf Alphabet Inc. (Class C) UW21WX
Tesla Motors Inc. WAVE Put DL848W
Apple Computer Mini Short CC4679
Put Turbo-Optionsschein auf Amazon.com VN4WL8


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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