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Der überraschende Trump-Effekt an der Börse And the winner is: Trump and Russia!

13.11.2016, 00:09  |  1761   |   |   

Am 8. November wurde überraschend Donald Trump zum nächsten amerikanischen Präsidenten gewählt. Hillary Clinton hat zwar mehr Stimmen bekommen, aber durch das amerikanische Wahlsystem wurde Trump der neue Präsident. Als nach europäischer Zeit nachts um 4 Uhr schon relativ klar wurde, dass Trump der neue US-Präsident wurde, brachen zunächst die Aktienkurse in Japan ein, wo schon gehandelt wurde. Auch der DAX startete mit einem Minus von 3 Prozent. vorbörslich sogar bei knapp unter 10.000 Indexpunkten. Schon am 9. November gab es dann aber eine bemerkenswerte Rally, die kaum einer erwartet hatte. Der DAX schloss dann per Saldo mit über 10.600 Indexpunkten sogar im Plus und auch die Wall Street. Besonders stark stiegen die Kurse an der Moskauer Börse. Die Frage ist jetzt, wie lange der positive Trump-Effekt anhält.

Der überraschende Trump-Effekt: Aktien top, Gold ein Flop

 

Am 10. November erreichten die Kurse an der Wall Street sogar neue Allzeit-Höchststände Der Dow Jones Industrial Index stieg erstmals auf über 18.800 Indexpunkte. Es stiegen aber auch die Zinsen strak an. Gold und Silber konnten entgegen den Erwartungen nicht vom Wahlsieg profitieren und brachen im Kurs ein, weil unter Trump auch höhere Zinsen erwartet werden. Die meisten Experten und Analysten hatten genau das Gegenteil im Fall eines Wahlsiegs von Trump erwartet.

 

 

 

 

Alle lagen falsch

 

Sie lagen aber alle wie schon  beim Brexit falsch: für  die Medien und Wahlprognosen kam bei den US-Präsidentschaftswahl nur einen Kandidat in Frage und zwar Hillary Clinton. Auch für die Wettbüros in Großbritannien stand der Sieger schon fest, nachdem das FBI bei der E-Mail-Affäre von Clinton keine strafbaren Taten feststellen konnte. Die Quoten für Trump sprangen am 7. und 8. November in Höhe. Wer auf Trump setzte, konnte  mit Trump also in Wettbüros viel Geld verdienen, denn die Quoten für Trump sprangen über Nacht am 7. November vom 15 auf 50. Auch für die westlichen Politiker kam nur Clinton als Wahlsieger in Frage. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Trump sogar als „Haßprediger“.

 

Kommt unter Trump eine neue Entspannungspolitik mit Russland?

 

Vor allem dürften aber auch die Spannungen mit Russland abnehmen, denn Trump will mit Putin zusammen gegen den IS kämpfen. Unter Clinton wäre  es in der Tat zu einer Eskalation mit Russland (nicht nur) in Syrien kommen, was nun vermieden wurde. Dies honorierte vor allem Putin, der als einer der ersten Trump zum Wahlsieg gratulierte, ebenso wie Le Pen aus Frankreich, wo im Mai ein neuer Präsident in Frankreich gewählt wird. Le Pen will raus aus der NATO, raus aus der EU und raus aus dem Euro

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Moskauer Börse profitiert stark von dem Wahlsieg von Trump

 

Aufgrund der Möglichkeit einer Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen den USA und Russland kam es auch zu einem Kursprung an der Moskauer Börse nach dem Wahlsieg von Trump. Der russische RTS-Index überwand wieder die magische 1000-er Marke, schloss aber am Freitag bei 970 Indexpunkten Besonders stark stiegen Öl/Gas- und Stahl-/Kohleaktien, weil Trump auch diese Sektoren in den USA fordern will. So kam es zu einem positiven Trump-Effekt auch der Moskauer Börse, den zuvor keiner erwartet hatte.

 

OPEC uneinig, Öl fällt

 

Wichtig für Russland wird nun auch die nächste OPEC-Konferenz Ende November. Der Brentölpreis gab zuletzt auf 46 US-Dollar/Barrel nach, weil die wenigstens glauben, dass sich die OPEC Ende November tatsächlich auf ein zuvor angekündigte Fördermengenverringerung einigen kann. Iran und Irak wollen immer noch ihr eigenes Süppchen kochen.

 

Osteuropa bleibt top

 

Dennoch bleibt auch nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump die Moskauer Börse mit einem Plus von über 30 Prozent einer der Top-Performer der Welt. 10 Börsen aus Osteuropa sind weiterhin unter den 30 am besten performenden Börsen der Welt, also immerhin ein Drittel. Es lohnt sich also wieder ein Blick über den Tellerand, vor allem nach Osteuropa. Melden Sie sich daher jetzt an zum nächsten Ostbörsen-Seminar „Go East – Wir schaffen das“ am 23. November 2016 um 17.30 Uhr gleich nach dem Eigenkapital-Forum (Info und Anmeldung unter http://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare, wo nicht nur die neuen Chancen an den Osteuropa-Börsen, sondern auch die globalen Anlagestrategien besprochen werden.

 

Erst informieren, dann investieren.

Nach der Korrektur  im August/September 2015,  in der ersten Dezemberhälfte 2015 und  auch in den ersten  Handelswochen im neuen Jahr  (bis 12. Februar) bleibt auch die Moskauer Börse eine attraktive und stark unterbewertete Trading-Börse, die vom 21. bis 29. Januar 2016 sogar um 25 Prozent und vom 11. Februar  bis Mitte August    2016 um über 45 Prozent anstieg, was die großen Trading-Chancen selbst in einem Bärmarkt aufzeigt.  Die Moskauer Börse tendierte zuletzt stabil seitwärts, stieg seit Jahresbeginn aber um über 30 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und sind immer noch im Plus.

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Andreas Männicke ist Geschäftsführer der ESI East Stock Informationsdienste GmbH (www.eaststock.de), Herausgeber und Chefredakteur des EAST STOCK TRENDS, freier Mitarbeiter vom Emerging Markets Portal und Berater für Vermögensverwalter im Bereich Osteuropa. Er hat eine über 15 jährige Erfahrung mit den aufstrebenden Kapitalmärkten in Osteuropa und ist ein gefragter Interviewpartner in den Medien (u.a. bekannt aus NTV/Telebörse, N24, 3 SAT Börse, Bloomberg TV).

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