DAX+2,27 % EUR/USD+1,97 % Gold-0,53 % Öl (Brent)-0,34 %

Aktien Keine Angst vorm blonden Mann!

Gastautor: Thomas Hellener
14.11.2016, 07:28  |  4603   |   |   

Donald Trump ist gewählt – und die Märkte reagieren erstmal positiv auf diese Wahl. Das ist auf den ersten Blick zwar verwunderlich, weil alle Welt vor einem US-Präsidenten Trump Angst hatte, doch auf den zweiten Blick macht das durchaus Sinn. Trump ist und bleibt zwar unberechenbar, doch als Geschäftsmann weiß er durchaus zwischen Werbung, also Wahlkampf, und dem eigentlichen Geschäft, dem Alltag nach der Wahl zu unterscheiden – auch wenn dies nach all seinen Sprüchen, Beleidigungen und Ankündigungen im Vorfeld der Wahl schwer zu glauben ist.

Hohe Ausgaben für ein Infrastrukturprogramm

Trump ist nach der Wahl zumindest vorläufig quasi zum Börsenstar aufgestiegen. So schloss der Dow Jones zum Wochenausklang auf dem Rekordhoch von 18.847,66 Punkten. Der Grund: Im Dow Jones sind viele Unternehmen vertreten, die von dem gewaltigen Infrastrukturprogramm profitieren würden, das Donald Trump versprochen hat. Stimmt der Kongress zu – und davon ist auszugehen, denn die Republikaner haben sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit -  könnten in den nächsten Jahren 600 Milliarden bis sogar zu einer Billionen US-Dollar zusätzlich für Straßen, Brücken und ähnliche Projekte zur Verfügung stehen. Das ist eine riesige Summe – und Trumpf kann quasi „durchregieren“. Davon profitieren vor allem Zement- oder Asphalthersteller. Die Aktien der US-Riesen wie General Electric und Caterpillar, die ihr Geld mit Investitionen in die Infrastruktur verdienen, haben bereits haussiert. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob die amerikanischen Anbieter und Produzenten allein genug Kapazitäten haben, um den höheren Bedarf zu decken. Daher dürften sich die ohnehin schon guten Aussichten für Europas Baustoffkonzerne weiter aufhellen. Zu diesen könnte auch HeidelbergCement gehören.

Unternehmensfreundliche Steuerreform kann einen großen Schub bedeuten 

Kommen wir zur geplanten Steuerreform: In den USA gilt derzeit ein Steuersatz von 35 Prozent auf Unternehmensgewinne. Das ist der höchste Steuersatz aller Industrieländer. Darum parken große amerikanische Konzerne auch rund 2,9 Billionen US-Dollar an Gewinnen im Ausland (Stand: Ende Q3 2016). Dieses Kapital will Trump zurückholen, indem er einerseits die Körperschaftsteuer senken, auf der anderen Seite für eine begrenzte Zeit die repatriierten Gewinne mit gerade Mal nur 10 Prozent besteuern will. Ist er damit erfolgreich und Corporate America folgt seinen Plänen, können die heimwärts fließenden Geldströme für neue Investitionen und Wirtschaftswachstum sorgen. Bis 2020 könnten US-Firmen auf diese Weise mit bis zu 6,2 Billionen Dollar entlastet werden. Nochmals eine gewaltige Summe.

Volatilität wird hoch bleiben

Nun, noch weiß man nicht, ob und wie Trump seine Vorhaben umsetzt. Zweifel sind angebracht und die Unberechenbarkeit des künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten wird die Märkte noch häufig in Atem halten. Dafür wird auch Trumps künftige Handelspolitik, die sich auf den freien Warenverkehr rund um den Globus auswirken wird, sorgen. Man muss sich also auf eine hohe Volatilität einstellen.

Vielleicht sollte man aber dem amerikanischen Großinvestor Carl Icahn folgen. Der Unterstützer Trumps hat dessen Wahlparty früh verlassen und lieber „viele amerikanische Aktien“ gekauft. Nun, damit stand er anfangs fast alleine da. Aber auch der Manager unseres vermögensverwaltenden, global anlegenden Mischfonds PRIMA – Globale Werte, Frank Fischer, hat den Anteil US-amerikanischer Aktien, zu denen unter anderem Alphabet und Berkshire Hathaway gehören, erhöht. Wohlwissend, dass das Vertrauen in den neuen US-Präsidenten auf sehr wackeligen Füßen steht. Wie sagte doch Berkshire-Boss Warren Buffet nach der Wahl: „Ob mit oder ohne Trump – der Aktienmarkt wird in 10, 20 oder 30 Jahren höher stehen als jetzt.“

 

Der Spar-Tarif für Ihr comdirect Depot!

Sparen Sie sich teure Ausgabeaufschläge und Gebühren: Eröffnen Sie Ihr Depot über FondsDiscount.de und Sie profitieren von dem günstigen Tarifmodell. Sie haben bereits ein Depot bei der comdirect? Kein Problem. Ein einfacher Vermittlerwechsel genügt und der Spar-Tarif wird automatisch hinterlegt.



Verpassen Sie keine Nachrichten von Thomas Hellener

Thomas Hellener ist Bankkaufmann und studierte an der Universität Stuttgart Betriebswirtschaftslehre. Der ausgewiesene Fondsspezialist ist Geschäftsführer der PRIMA Fonds Service GmbH. Seine Spezialgebiete sind die Analyse der internationalen, vor allem der europäischen Aktienmärkte, Anlagen in nachhaltige Investments und die aktive, dynamische Asset Allocation.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen


Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.