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Deutsche Bank und Commerzbank – Verschnaufpause und Jahresendrally?

Gastautor: Daniel Saurenz
15.11.2016, 12:00  |  1183   |   |   

Frankfurt BankenAm Montag kam es beim DAX noch nicht zum erhofften Befreiungsschlag, die Aussichten bleiben aber gut. In Reichweite steht weiterhin die obere Begrenzung der seit mehreren Monaten bestehenden Seitwärtsspanne. Sollte der Sprung über die 10.800er-Marke gelingen, fällt zugleich die letzte Bastion der Bären. Scheitert hingegen auch der laufende vierte Versuch, wäre die Jahresendrally wohl endgültig gestrichen.
Für den heutigen Handel fallen die Vorgaben gemischt aus: Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal schwächer gewachsen als erwartet. Hierzu die Einschätzung der VP-Bank:

“Das deutsche BIP legt im 3. Quartal mit 0.2% gegenüber dem Vorquartal zu. Die Wachstumsrate ist weder berauschend hoch, noch besorgniserregend tief.  Die im Verhältnis zu den Vorquartalen beobachtbare Schwäche dürfte breit basiert sein. Das Credo für das 3. Quartal lautete: Von allem etwas weniger. Wichtige Stützen waren vermutlich der private Konsum und die Bauausgaben. Auch die offenen Kassen von Finanzminister Schäuble brachten positive Impulse. Gegenwind kam vor allem vom Außenhandel. Das Gute ist, dass wichtige deutsche Konjunkturfrühindikatoren zuletzt zulegen konnten, was Hoffnung für das 4. Quartal macht. Der BIP-Zuwachs des 3. Quartals wird im Gesamtjahreskontext wohl ein Ausrutscher bleiben.”

Heute Abend sind wir mit zwei Webinaren vertreten:

Dienstag, 15.11. , 18 Uhr : Euer Egmond -  Hier gehts zur Anmeldung…

Dienstag, 15.11. , 19 Uhr : Erfolgreich an den Märkten: Die wichtigsten Regeln – Hier gehts zur Anmeldung…

Mittwoch, 16.11. , 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung…

Gewinner und Verlierer der Dollar-Aufwertung

Unterstützung erhält der DAX auch von der Währungsseite, am Montag rauschte der Euro zum Dollar auf den tiefsten Stand seit dem Jahreswechsel. Für Euro-Aktien ist der starke Dollar zunächst ein Segen, weil sich die Wettbewerbschancen der Unternehmen auf den Weltmärkten verbessern. Hingegen nimmt der Gegenwind für die auf den Export ausgerichteten amerikanischen Konzerne zu. Auch die Lage am Anleihenmarkt stimmt nachdenklich. Die Renditen der Staatsanleihen haben sich seit dem Spätsommer teilweise verdoppelt, innerhalb einer Woche verloren Bonds weltweit rund eine Billionen Dollar an Wert.

Banken_Frankfurt_4Bei den Banken nehmen die Anleger am Dienstag Gewinne mit. Die Deutsche Bank befindet sich am Ende der DAX-Rangliste. Seit dem Tief bei 9,9 Euro hat die Aktie rund 50 Prozent an Wert zurück gewonnen. Wir sind aufgrund der Zinswende und dem Trump-Wechsel in den USA optimistisch für die Banken. Dennoch sollten Gewinnmitnahmen niemanden überraschen. Hierzu unsere Auswahl auf die Banken:

Unsere Hebel-Auswahl:

Deutsche Bank: Long: UW3HT8  / Short: PB33QB

Commerzbank:Long: PB9ZLX  / Short: CX7XDB

Memory-Express:

CommerzbankSE2S9Z

Deutsche Bank – SE6SX7

Unsere Chartanalyse:

Der Markt steckt nach wie vor in einem mehrmonatigen Seitwärtstrend fest. Wer jetzt schon investieren will, sollte nur mit kleinen Beträgen operieren.

Der Deutsche Aktienindex wird nach wie vor deutlich verkauft, sobald er sich der 10.800er-Marke nähert. Unverändert besteht Hoffnung auf einen Ausbruch nach oben, da der übergeordnete Trend im Tageschart ebenfalls nach Norden weist (grüne Markierungen). Im Idealfall ist auf längere Sicht sogar Luft bis 11.250/11.500 an die Obergrenze des entsprechenden Kurskorridors.

chart1

Doch erst wenn der Index deutlicher über 10.800 gehandelt wird, am besten auch für längere Zeit oder sogar zum Tagesschlusskurs, springen die Börsenampeln auf grün. Bis dahin sollten Anleger sich jedoch in Zurückhaltung üben. Nur besonders Mutige wetten jetzt schon mit ersten Positionen auf einen Ausbruch.

chart2

Nach wie vor besteht jedoch auch die Gefahr, dass der DAX am nun erreichten Widerstand nach unten abprallt. In der Vorwoche war dies bereits einmal zu sehen. Der dann drohende Rückfall kann durch den Monatsdurchschnitt um aktuell 10.600 (blaue Kurve) und vor allem durch die 10.500er-Marke gestoppt werden. An hier verläuft die Mittellinie (grau) der seit August bestehenden Tradingrange.

Erst wenn der Markt klar unter 10.500 und damit zurück in die untere Hälfte der gesamten derzeitigen Handelsspanne von etwa 10.200 bis 10.800 fällt, trübt sich die Prognose wieder ein. Die ausbleibende Nachfrage wäre ein klares Schwächezeichen. Kurse unter 10.450 wären daher ein erstes kurzfristiges Verkaufssignal. Doch derzeit ist der DAX davon noch weit entfernt, der Fokus bleibt eher auf der Oberseite.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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