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Warum Amazon im nächsten Quartal keinen Gewinn machen könnte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.11.2016, 08:00  |  310   |   |   
Bildquelle: Amazon

Der Ausblick für die Gewinne des vierten Quartals von Amazon (WKN:906866) sieht nicht besonders gut aus. Der Ausblick des Managements für das Quartal deutet an, dass die Investoren wahrscheinlich einen Rückgang beim operativen Einkommen im Jahresvergleich hinnehmen werden müssen. Das Management erwartet operative Einnahmen in Höhe von 0 bis 1,25 Milliarden US-Dollar für das Quartal.

Der Umsatzausblick von 42 bis 45 Milliarden US-Dollar liegt größtenteils auf einer Linie mit den Erwartungen der Analysten. Aber die operativen Margen waren deutlich geringer als erwartet. Amazon hat bei den Ergebnissen des dritten Quartals eine ähnliche Performance gezeigt, die Umsatzerwartungen erfüllt, die Gewinnerwartungen aber nicht erreichen können.

Das vierte Quartal ist üblicherweise das profitabelste von Amazon im ganzen Jahr. Sollten die Investoren jetzt in Panik geraten?

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Das Vertriebsnetzwerk

CFO Brian Olsavsky  sagte den Analysten während der Telefonkonferenz, man würde das Vertriebsnetz ausbauen und das ist genau das, was das Unternehmen getan hat.

Amazon hat weitere 18 Vertriebszentren in Q3 eröffnet. Im vierten Quartal sind es bereits 4. Damit sollte der Ausbau für dieses Jahr abgeschlossen sein. Olsavsky sprach von 26 neuen Zentren, was einen Anstieg von 14 im letzten Jahr darstellt.

Obwohl der Ausbau für dieses Jahr abgeschlossen ist, steht Amazon immer noch vor sehr hohen Kosten. Die Zentren müssen nämlich erst einmal online gebracht werden und mit voller Leistung laufen. Während der Telefonkonferenz zum dritten Quartal merkte der CFO an: “Es wird eine Zeit geben, in der die Zentren nächstes Jahr produktiver sein werden als dieses Jahr und 2018 werden Sie produktiver sein als 2017.”

Im vierten Quartal letzten Jahres gab es Probleme mit der Kapazität, was zu hören Vertriebskosten geführt hatte. Die Vertriebskosten sind 2016 weiter gestiegen, da das Unternehmen mehr Verteilungszentren online bringt.

Ein steigender Prozentsatz der Umsätze kommt aus dem Programm Versand durch Amazon, was mehr Platz in den Lagerhäusern erfordert. Zusätzlich wächst die Anzahl der Prime Mitglieder, was mehr Verteilungszentren erfordert, um die Lieferzeit von 2 Tagen einhalten zu können. Je mehr von diesen Zentren mit voller Kapazität arbeiten, desto mehr werden diese Kosten innerhalb der nächsten Jahre sinken.

Anhaltende Investitionen in Prime Video

Ein weiterer Bereich, in den Amazon viel investiert, ist Prime Instant Video. Olsavsky sagte den Analysten, Amazon würde sein Content-Budget für die zweite Jahreshälfte 2016 verdoppeln. Damit wird die Zahl der Eigenproduktionen verglichen mit dem letzten Jahr verdreifacht.

Prime wächst weiterhin sehr schnell und ist eines der beliebtesten Programme von Amazon. Wenn die Probemitglieder von Prime auch Videos nutzen, dann bleiben sie eher bei Amazon. Mitglieder, die Video nutzen, verlängern auch eher ihre Prime-Mitgliedschaft.

Eigenproduktion bieten viele Vorteile für Streaming Unternehmen, erfordern aber auch hohe Anfangsinvestition. Für Netflix (WKN:552484)  sind Eigenproduktionen sogar der effizienteste Content auf der Plattform. Darüber hinaus sind Eigenproduktionen eine effektive Möglichkeit, um die Zuschauer bei der Stange zu halten, denn es gibt ihr jeden Monat etwas Neues.

In Video zu investieren ist eine gute Möglichkeit, um die Prime-Mitgliederzahlen zu erhöhen. Diese sind eine der drei Säulen des Geschäftes von Amazon. Das Wachstum bei den Prime-Mitgliedschaften muss aber auch durch mehr verteilungszentren unterstützt werden und das hat zu den höheren Ausgaben bei Amazon geführt. All diese Ausgaben werden künftiges Umsatzwachstum begünstigen. Solange das Umsatzwachstum auf Kurs ist –und das ist das — braucht man sich bei den Margen nicht viele Sorgen zu machen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com und Netflix.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 13.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Amazon.com, Netflix


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