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EUR/USD Analyse Der US-Dollar holt auf

Gastautor: Jens Chrzanowski
16.11.2016, 12:44  |  643   |   |   

Während die Märkte weiterhin rätseln, wie das Phänomen „Donald Trump“ zu bewerten ist, sorgt die gute Wirtschaftslage des letzten Monats für positive Meldungen. Der Einzelhandelsumsatz als solcher, aber auch seine Kernrate stiegen im Oktober erneut und übertrafen sogar leicht die Prognosen. Weitere Indikatoren wie Importpreisindex, Empire-State-Herstellungsaktivität und andere verzeichneten ebenso positive Ergebnisse. Dagegen kamen die gute Handelsbilanz der EU sowie die ZEW-Meldung über positive Konjunkturerwartungen nicht an. Der Euro gab leicht nach. Die Befürchtung, diese Tendenz könne sich fortsetzen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD stand zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums im Bereich 1,1270/85. Er bewegte sich damit deutlich über dem Niveau von einer Woche zuvor. In Reaktion auf die US-Präsidentschaftswahl konnte sich der EUR/USD in der Nacht zum letzten Mittwoch deutlich erholen und problemlos den Bereich 1,1250/80 anlaufen. Nachdem am Mittwochmorgen klar wurde, dass es mit dem neuen Präsidenten doch nicht so schlimm kommen würde wie erwartet, kam es zu einem deutlichen Abverkauf. Der EUR/USD rutschte schon am Mittwochmittag wieder an die Ausbruchsstelle zurück und unterschritt diese im Nachgang. Er pendelte sich dann im Bereich 1,0850/1,0930 ein. Zum Wochenschluss hin verlor er weiter und ging bei 1,0847 aus dem Handel. Der Wochenbeginn war ebenfalls nicht von Erholung gezeichnet. Der EUR/USD verlor weiter und glitt unter die 1,0800 ab. Am Montag notierte er im Tief bei 1,0709. Am Dienstag erfolgte zwar eine leichte Erholung, diese wurde aber anschließend ebenfalls gleich wieder abverkauft.

Das Hoch des Betrachtungszeitraums lag deutlich über dem der Vorperiode. Der EUR/USD schob sich, zumindest kurzfristig auf Basis eines Sondereffekts, über die 1,1250. Diese Aufwärtsbewegung wurde aber bereits am Mittwoch wieder abverkauft. Das Tief im Betrachtungszeitraum liegt deutlich und vor allem nachhaltig unter dem Tief der vorausgegangenen fünf Handelstage. Die Range hat sich, vor allem bedingt durch den Anstieg am letzten Mittwoch, deutlich ausgedehnt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite mit einem Überwinden der 1,1254/58 das Potenzial bis 1,1276/78 gesehen. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen. Mehr kam dann aber nicht mehr. Die Rücksetzer hatten wir bis maximal 1,1072/97 gesehen. Diese Marke wurde angelaufen und mehr als deutlich und nachhaltig unterschritten. Das Setup auf der Unterseite hat damit nicht gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,1276 Vorwoche 1,1139
  • Wochentief*: 1,0709 Vorwoche 1,1010
  • Wochen-Range*: 567 Pips Vorwoche 129 Pips

*Betrachtungszeitraum 09.11.2016 bis 16.11.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,0869/76....1,0936/73....1,1057.....1,1157.....1,1232....1,1306/30/69...1,1432
  • Euro US: 1,0694/77...1,0661/16....1,0554

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1524 bis 1,0564
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1157 und 1,0681
  • Intraday-Marken: 1,1063 und 1,0768
  • Range: 1,2355 bis 1,0223

Euro-Chart

Nachdem sich der EUR/USD in den vergangenen Handelswochen in einer engen Box bewegt und es am Mittwochmorgen so ausgesehen hatte, dass der Ausbruch über die 1,1300 gelingen würde, ist er am Folgetag nach unten ausgebrochen. Die kurzfristigen Potenziale sind damit eher auf der Unterseite zu suchen. Nachdem der EUR/USD die 1,0700 angelaufen hat, könnte er in den nächsten Handelswochen übergeordnet erneut die 1,05/1,04 ansteuern. Unsere Einschätzung, die wir vor einigen Wochen artikuliert hatten, hat damit gestimmt. Wir hatten damals den Weg an die 1,0700 als wahrscheinlicher betrachtet als den an die 1,1300.

Die nächste wichtige Entscheidung wird die Fed Anfang Dezember fällen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie die Zinsen weiter anheben wird. Damit würde der Druck auf den EUR/USD bestehen bleiben. Von großen Erholungsbewegungen gehen wir derzeit nicht aus. Zwar steigt in Europa die Inflation, allerdings ist die EZB weit davon entfernt, die Zinsen zu erhöhen. Zunächst würde das Aufkaufprogramm im nächsten Jahr auslaufen. Bis der erste Zinsschritt erfolgt, sind wir sicherlich 18 Monate weiter.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,0730 zu stabilisieren. Gelingt dies, so könnte er als nächstes die 1,0762/65 und die 1,0778/82 anlaufen. Sollte er die 1,0782 überwinden, so könnten die nächsten Anlaufmarken bei 1,0792/1,0804 und 1,0815/18 erreichbar sein. Darüber hätte der EUR/USD das Potenzial, die 1,0828/30, die 1,0842/44 und die 1,0853/57 zu erreichen. Mit einem Überwinden der 1,0857 wäre dann der Weg an die 1,0880/85 und die 1,0897/1,0902 frei. Sollte der EUR/USD so weit laufen, erwarten wir hier Rücksetzer. Wir erwarten nicht, dass der EUR/USD diese Marke so ohne weiteres nehmen kann. Ausnahme wäre eine dynamische Bewegung, die deutlich über die 1,0920 gehen würde. Über der 1,0900 wären die 1,0912/15, die 1,9025/28 und die 1,0938/42 die nächsten relevanten Anlaufziele. Wir gehen nicht davon aus, dass es der EUR/USD in den kommenden fünf Handelstagen schafft, sich über die 1,0915 zu schieben.

Kann sich der EUR/USD nicht über der 1,0700 halten und rutscht er weiter ab, dann wären die 1,0692/89 und die 1,0680/77 die ersten relevanten Anlaufmarken. Wenn er sich hier nicht stabilisiert, könnten sich weitere Abgaben bis 1,0666/62, 1,0657/55 oder 1,0647/44 einstellen. Bei 1,0644 bestehen gute Chancen auf eine Stabilisierung und Erholung. Gelingt diese Stabilisierung aber nicht und sollte der EUR/USD unter die 1,0644 abrutschen, so wären die 1,0630/26, die 1,0616/13 und die 1,0606/02 die nächsten Anlaufmarken. Unter der 1,0602 wären dann noch die 1,0590/88 und die 1,0572/67 als Anlaufziele zu nennen. Soweit sollte der EUR/USD unserer Meinung nach in den kommenden fünf Handelstagen aber nicht zurücksetzen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 17.11.2016 – EU: Verbraucherpreisindex (Okt.)
  • 17.11.2016 – USA: Baugenehmigungen (Okt.)
  • 18.11.2016 – EU: Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi (Okt.)
  • 23.11.2016 – DE: Deutscher Herstellungs-Einkaufsmanagerindex (Nov.)
  • 23.11.2016 – USA: Kernrate Gebrauchsgüter Auftragseingang (Okt.)

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link. DISCLAIMER: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Wertpapier: EUR/USD


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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