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Lufthansa und Bayer gehen auf Tauchstation

Gastautor: Daniel Saurenz
16.11.2016, 14:00  |  509   |   |   

BayerBayer erledigt den DAX heute im Alleingang. 50 Punkte gehen auf das Konto der Leverkusener, bei denen die Aktionäre nach Ausgabe einer Wandelanleihe empfindlich reagieren. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte eine Pflichtwandelanleihe von 4 Milliarden Euro bei institutionellen Investoren platziert. Analysten verweisen auf die mögliche Übernahme von Monsanto. Wir sind weiterhin der Meinung, dass die Übernahme sehr unwahrscheinlich ist. Mit knapp 100 US-Dollar liegt der Aktienkurs von Monsanto meilenweit unter den 128 US-Dollar, die Bayer bietet. Wir würden Bayer daher in der nächsten Zeit über Seitwärtsprodukte spielen. Etwas Kursphantasie kommt von der Tochter Covestro.

Unsere Webinare:

Mittwoch, 16.11. , 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung…

Euer Egmond -  Hier die Aufzeichnung

Unsere Chartanalyse:

Unverändert bleibt der Deutsche Aktienindex in der Seitwärtsbewegung der Vormonate gefangen. Kommt es nicht bald zu einem Ausbruch, steigt das Risiko.

Nach wie vor wird der DAX mit starkem Verkaufsdruck konfrontiert, sobald er sich der 10.800er-Marke nähert. Die Chancen auf einen nachhaltigen Durchbruch über diese Hürde liegen zwar knapp über 50 Prozent, doch bislang bleibt diese Entwicklung reine Theorie. Die positive Vorhersage stützt sich vor allem auf den übergeordneten Trend, der im Tageschart ebenfalls nach Norden weist (grüne Markierungen). Auf lange Sicht bietet dieser Kurskorridor dem Markt sogar Luft bis 11.250/11.500, dort verläuft seine Obergrenze.

chart1

Doch erst wenn der Index deutlich über der 10.800 ebenfalls noch gekauft wird, idealerweise sogar einen Tagesschlusskurs dort zeigt, hellt sich die weitere Prognose auf. Bis dahin sollten vorsichtige Anleger jedoch abwarten. Denn solange es nicht soweit ist, besteht auch weiterhin das Risiko eines erneuten Abprallens an der 10.800 mit darauf folgenden Gewinnmitnahmen – so wie es Ende Oktober schon einmal geschehen ist. Bis an den Monatsdurchschnitt um 10.610 (blaue Kurve) reicht das Potenzial nach Süden im ersten Schritt. Die nächste, etwas stabilere Zone mit Kaufinteresse ist sogar erst bei rund 10.500 zu erkennen: Dort verläuft die Mittellinie (grau) der seit August bestehenden Tradingrange.

chart2

Nur falls der DAX unter die 10.500er-Marke und damit zurück in die untere Hälfte der Handelsspanne von etwa 10.200 bis 10.800 fällt, wird es gefährlich. Die fehlende Nachfrage wäre ein Schwächesignal, unter 10.450 müssen Anleger daher wieder verstärkt auf fallende Kurse wetten. Bis es soweit kommt, bleibt aber unverändert die Nordseite die interessantere Variante für eine Spekulation.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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