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Deutsche Bank – Kunden ziehen Geld ab

Gastautor: Daniel Saurenz
17.11.2016, 06:00  |  1165   |   |   

Deutsche Bank_ Frankfurt_Börse_8Der Oktober endete für die Deutsche Bank wie er begonnen hatte – vielversprechend. Seit ihrem Tief unter 10 Euro und der allgemeinen Hysterie um eine Pleite der Bank legte der Aktienkurs fast 40 Prozent zu. Dazu passend gab es am letzten Freitag im Oktober ordentliche Quartalszahlen. Die Baustellen sind längst nicht alle zugeschüttet, doch Boss John Cryan gelingt es in kleinen Schritten, den Rucksack abzuschnallen, den ihm seine Vorgänger allen voran Rucksackträger Anshu Jain mitgegeben hatten.

Den ersten Teil unseres Beitrags finden Sie hier: Deutsche Bank beseitigt den Trümmerhaufen

Die hohe Unsicherheit hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Kunden in den letzten beiden September-Wochen und den ersten Oktober-Tagen Geld im Handelsgeschäft und der Vermögensverwaltung abgezogen haben. Zudem war die Liquiditätsreserve im dritten Quartal um 23 Milliarden auf 200 Mrd. Euro gesunken. Laut Finanzchef Marcus Schenck habe sich die Situation zuletzt allerdings stabilisiert.

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Deutsche Bank auf ein Jahr

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Demnach hätte es Zuflüsse gegeben, weshalb die Liquiditätsreserve wieder auf dem Stand von Ende September liege. Wie sich die Lage gerade in dem Bereich entwickeln wird, wird vor allem davon abhängen, ob die Deutsche Bank das Problem mit der US-Justiz zügig lösen kann. Sollten erneut Ängste hochkochen, dass die US-Justiz eine hohe Strafe fordert, dürfte das die Aktie der Deutschen Bank belasten.

Nach der Rally um 35 Prozent gegenüber dem Rekordtief könnte die Luft für die Aktie wegen der obigen Risiken kurzfristig etwas dünner werden. Allerdings dürfte vor allem ein Faktor erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Aktie der Deutschen Bank haben: die Zinsen. Das Papier war jahrelang im Gleichschritt mit den Zinsen im Abwärtstrend. Sollte es jetzt eine nachhaltige Zinswende geben, würden sich die Perspektiven für die Deutsche Bank zusehends aufhellen.

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DeutscheBank_Werbung_2Wenn die Zinsen unter größeren Schwankungen steigen sollten, hätten die Kunden der Bank, etwa Versicherungen und Pensionsfonds, mehr Grund, mit den Papieren zu handeln, wodurch sich der Anleihenhandel der Deutschen Bank weiter erholt. Dadurch steigen das Handelsvolumen und gleichzeitig die Verdienstmöglichkeiten des Instituts.

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Steigende Zinsen bedeuten zudem von einer weiteren Seite Rückenwind: Mit ihnen verbessert sich der Zinsüberschuss, nachdem er in den vergangenen Jahren bei vielen Banken der Euro-Zone massiv unter Druck war. Die Anleger sollten daher die Entwicklung am Anleihenmarkt genau im Auge haben, denn auf der Zinsseite war der Oktober alles andere als erfreulich, zogen die Zinsen für zehnjährige Anleihen doch massiv an. Zwei Seiten – eine Medaille.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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