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Brent-Öl & WTI: Wie geht es weiter? – Der Markt im Überblick
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Brent-Öl & WTI Wie geht es weiter? – Der Markt im Überblick

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
17.11.2016, 08:09  |  490   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte die Kursverlierer. Der DAX endete 0,66 Prozent tiefer bei 10.664 Punkten. Für den MDAX ging es um 0,61 Prozent abwärts auf 20.463 Punkte. Gegen den Trend haussierte der TecDAX um 1,07 Prozent auf 1.717 Zähler. 52 Kursgewinnern standen im HDAX 58 Verlierern gegenüber. Das Abwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. Im DAX wurden 98,8 Millionen Aktien im Wert von 3,56 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt:4,90) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Software und Technologie. Die größten Abgaben verzeichneten Bauwerte und Chemiewerte. Merck belegte nach einer technischen Gegenreaktion auf die Vortagesverluste die DAX-Spitze mit plus 1,28 Prozent. FMC und SAP konnten um 1,25 beziehungsweise 1,03 Prozent zulegen. Bayer brach als schwächster Wert um 4,18 Prozent ein. Der Konzern hatte eine Wandelanleihe im Volumen von 4 Milliarden EUR platziert. Lufthansa und HeidelbergCement verbuchten Abgaben von 4,16 respektive 3,95 Prozent. Im MDAX verbesserte sich Ströer nachrichtenlos um 5,12 Prozent. Kurseinbrüche von 11,50 Prozent und 10,18 Prozent waren bei Leoni nach Quartalszahlen und Hugo Boss nach einem enttäuschenden Ausblick zu beobachten. Im TecDAX haussierte Wirecard nach besser als erwarteten Quartalszahlen und einem erfreulichen Ausblick um 7,51 Prozent. Die Aktie von MorphoSys stürzte hingegen nach einer Kapitalerhöhung um 8,14 Prozent ab.

An der Wall Street war nach schwächer als erwarteten Daten zu den Erzeugerpreisen und zur Industrieproduktion Konsolidierung angesagt. Der Dow schloss 0,29 Prozent tiefer bei 18.868 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte hingegen um 0,58 Prozent auf 4.792 Zähler zulegen. 51 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug jedoch lediglich 37 Prozent. 111 neuen 52-Wochen-Hochs standen 19 neue Tiefs gegenüber. Technologiewerte und Konsumwerte waren die einzigen Gewinnersektoren. Am deutlichsten Abwärts ging es mit Finanzwerten und Versorgern. Spitzenreiter im Dow war Apple mit plus 2,68 Prozent. Die rote Laterne hielt JP Morgan mit minus 2,46 Prozent. Nach Börsenschluss enttäuschte Cisco mit seinen Quartalszahlen. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund 4,2 Prozent.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar trotz der schwachen Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index kletterte um 0,22 Prozent auf 100,36 Punkte. Zwischenzeitlich rückte er auf 100,57 Punkte vor und überwand das Hoch vom Dezember 2015, was ein neues 13-Jahres-Hoch bedeutete. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Austral-Dollar ab. EUR/USD fiel um 032 Prozent auf 1,0686 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen einem 11-Monats-Tief bei 1,0666 USD und einem Hoch bei 1,0759 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Kanada-Dollar mit Stärke und der Austral-Dollar mit Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete nach einem impulslosen Geschäft 0,50 Prozent tiefer bei 357,55 Punkten. Die Ölpreise tendierten nach den offiziellen US-Lagerbestandsdaten der EIA südwärts. Die Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche um 5,3 Millionen Barrel angestiegen. Die Konsensschätzung hatte auf einen Anstieg um lediglich 1,5 Millionen Barrel gelautet. Brent-Öl verbilligte sich um 1,06 Prozent auf 46,45 USD. Die US-Sorte WTI gab um 0,76 Prozent auf 45,46 USD nach. Größere Abgaben wurden von der anhaltenden Spekulation auf eine Produktionskürzung auf der nächsten OPEC-Konferenz am 30. November verhindert. Der russische Ölminister Nowak hatte sich optimistisch zu einer Produktionsbegrenzung geäußert und die russische Unterstützung einer solchen Vereinbarung betont. US-Erdgas notierte 2,18 Prozent höher bei 2,77 USD. Comex-Kupfer blieb im Konsolidierungsmodus und gab um 1,64 Prozent auf 2,46 USD nach. Gold handelte unverändert bei 1.225 USD (1.146 EUR). Silber fiel um 0,55 Prozent auf 16,95 USD. Platin und Palladium verteuerten sich um 1,24 beziehungsweise 1,39 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,13 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf 0,29 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future endete nach einem volatilen Handel 0,14 Prozent höher bei 160,56 Punkten. Vom Tagestief bei 159,82 Punkten konnte sich der Kontrakt damit deutlich erholen und den dritten Tag in Folge Zugewinne verbuchen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 2,22 Prozent nach. Eine Leitzinsanhebung durch die Fed im Dezember dürfte nun weitgehend eingepreist sein, da die Fed-Funds-Futures hierfür eine Wahrscheinlichkeit von 90,6 Prozent implizieren.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,16 Prozent auf 134,83 Punkte.

Heute sind von der Makroseite vor allem die Verbraucherpreise für die Eurozone, das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB, der Philly-Fed-Index, die Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA, die US-Verbraucherpreise sowie die Anhörung von Fed-Chefin Yellen vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses relevant. Quartalszahlen stehen an bei Ado Properties, VTG, Zooplus und Wal-Mart. Henkel veranstaltet einen Investorentag.

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Themen: Bauwerte, Öl, DAX, USD


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