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Shell, BP, Total – Opec kämpft gegen Überangebot

Gastautor: Daniel Saurenz
17.11.2016, 09:00  |  668   |   |   

Rohstoffe_Öl_Tankstelle3Bei den Rohstoffen gehören die beiden Ölsorten WTI und Brent im bisherigen Jahresverlauf zu den Gewinnern. Die Preise für das Barrel Brent- und WTI-Öl haben seit Jahresbeginn 2016 von ihren Jahrestiefs wieder stark zugelegt. Seit die Organisation erdölexportierender Länder Opec Ende September angekündigt hat, ihre Produktion zu kürzen, steigt der Ölpreis und erhält weitere Unterstützung aus den USA. Wir schauen uns anhand einer Analyse der Societe Generale die Perspektiven des Rohstoffs an.

Den ersten Teil des Beitrags finden Sie hier: BP, Total, Exxon – Von aktuellen Entwicklungen profitieren

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stellt mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls bereit und ist damit der größte Rohölproduzent. Ihre 14 Mitgliedsstaaten besitzen mehr als 70 Prozent aller Ölreserven. Laut einer Analyse des Energiekonzerns BP produzierte die Opec 2014 knapp 37 Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte am Tag. Weltweit wurden 89 Millionen Barrel am Tag produziert. Die Größten Ölproduzenten im Überblick: USA (12 Millionen Barrel), Saudi-Arabien (Zwölf Millionen Barrel), Russland (Elf Millionen Barrel), China (Vier Millionen Barrel) sowie Kanada (Vier Millionen Barrel).

Der Anteil der OPEC-Staaten an den Weltrohölreserven

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Basierend auf aktuellen Schätzungen und Analysen der Opec liegen etwa 81 Prozent der weltweiten Rohölreserven in Opec-Mitgliedsländern mit einem Schwerpunkt im Mittleren 
Osten (Saudia-Arabien, Iran, Irak, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Libyen, Qatar) 
von etwa 65 Prozent. Aktuell werden die Reserven der Opec-Länder auf 1,213.43 Milliarden Barrel beziffert.

Brent auf ein Jahr

Brent auf ein Jahr

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IEA-Bericht: Opec-Drosselung kann Angebotsüberhang schneller beseitigen


Die unabhängige IEA (International Energy Agency, Paris) erwartet durch die angekündigte OPEC-Drosselung Veränderungen am Ölmarkt und in der künftigen Ölpreisentwicklung. Demnach könnte die neue OPEC-Strategie helfen, das weltweit massive Ölüberangebot schneller zu verringern. Das könnte die Ölpreise in nächster Zeit auf 60 Dollar je Barrel klettern lassen und dürfte der nordamerikanischen Ölförderbranche zu einer Wiederbelebung verhelfen.

Wer keine Neuigkeiten über das “schwarze Gold” verpassen möchte, dem können wir den Öl-Daily der BNP Paribas ans Herz legen.

Die OPEC-Mitglieder wollen ihre Ölproduktion von 33,64 Millionen Barrel auf 33,0 bis 32,5 Millionen Barrel pro Tag begrenzen. Das Nachfragewachstum auf dem Ölweltmarkt hat sich von einem 5-Jahres-Hoch Ende 2015 auf ein 4-Jahres-Tief im dritten Quartal 2016 verlangsamt. So beträgt nach IEA-Schätzungen die aktuelle Weltölnachfrage 97,03 Millionen Barrel pro Tag, das Weltangebot liegt bei 97,2 Millionen Barrel pro Tag. Hierzu trägt stark der schwächelnde chinesische Nachfragemarkt bei. Die Prognose für den globalen Ölbedarf für Q IV /2016 und für Q I /2017 wurde von der IEA von +1,3 auf +1,2 Millionen Barrel gegen Vorjahreswert heruntergesetzt. Die schwächelnde Nachfrage steht einer hohen globalen Ölförderleistung gegenüber.

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Quelle: Societe Generale

Themen: Öl, Brent, OPEC


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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