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Andeutungen von EZB-Direktor Schuldner aufgepasst: Die Geldflut könnte schon bald verebben!

17.11.2016, 15:14  |  5944   |   |   

Gestern noch wies die Vizepräsidentin der Bundesbank, Claudia Buch, auf die Gefahr plötzlich steigender Zinsen für Häuslebauer hin. Heute deutete EZB-Direktor Yves Mersch an, dass die geldpolitische Wende tatsächlich nicht mehr weit entfernt sei.

Aktuell sind Kredite noch billig und Immobilien (einigermaßen) bezahlbar, doch Käufer müssten sich darüber im Klaren sein, dass sich all das mit einer eintretenden Zinswende schlagartig ändern kann: "Finanzierungen, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen, könnten sich dann als nicht nachhaltig herausstellen", warnte die stellvertretende Präsidentin der Bundesbank, Claudia Buch, am gestrigen Tag.

Bestätigung für ihre Annahme erhielt sie heute vom Direktor der Europäischen Zentralbank, Yves Mersch. Gegenüber "Reuters" erklärte der Jurist, dass die Notenbank allmählich auf ein Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik zusteuere. 

"Wir sind wahrscheinlich nicht mehr weit von dem Zeitpunkt entfernt, an dem wir eine solche Aussage machen können", sagte Mersch, der schon länger kein Fan mehr von der anhaltenden Geldschwemme ist, siehe hier). Auf der nächsten Ratssitzung der Notenbank werde man besprechen, ob ein langsames Zurückfahren der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe angebracht sei.

Sie wollen es sachte angehen lassen

Eine sofortige Hauruckaktion steht aber dennoch nicht zu befürchten. Laut Mersch sei der Schritt zum jetzigen Zeitpunkt "in Anbetracht der Fragilität des europäischen Wachstumspfades noch leicht verfrüht." Eine zu starke Reaktion könne großen Schaden mit sich bringen. Für die Kehrtwende will sich die Notenbank der EU im Übrigen die Federal Reserve zum Vorbild nehmen. Diese sei nämlich besonders behutsam mit ihren Zinsschritten vorgegangen, was man ebenfalls vorhabe. 

Er wolle daher auch keine exzessiven Erwartungen in Anbetracht der nächsten Sitzung schüren, erklärte der 67-Jährige. Am 8. Dezember treffen sich die EZB-Ratsmitglieder zum achten und letzten Mal in diesem Jahr, um über den künftigen geldpolitischen Kurs zu diskutieren. 

 



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Kommentare

Wollen wir mal hoffen,dass das Taperingpetting der EZB nicht zu einer ungewollten Schwangerschaft führt,.obwohl auch dieser Zustand dann als gewollt interpretiert werden würde.Notenbanken/er widern mich nur noch an.Solange sie diese immense Machtfülle haben,wie zur Zeit,geht ihnen das am Arsch vorbei.Die, demokratische Kumpanei ist aber nicht für alle Zeiten gewährleistet.Was wird sein,wenn ein Kapitalist a la Trump(Ackermann,Winterkorn,Zumwinkel usw.)auf einmal Papi wird?Den ,demokratischen?Völkern,ist wie wir seit kurzem wissen,alles ´zuzutrauen!Selbst eine Abwahl der Alternativlos Guten erscheint möglich.Unbeleaveble,brexitartig,was erlaube Volk?In meiner wilden unorientierten Jugendzeit hatte ich mal einen Aufkleber an meiner Zimmertüre,von der ich mir wasweiss ich erhofft habe.Er hiess, Frauen für Strauss!CSU .Ich werde demnächst,bei einer guten Gelegenheit mal mein Eheweib(34Jahre)fragen,ob Sie auch the Donald(grab them by the Pussy) gewählt hätte.Der Gedanke,familysexual Correctness auf der Zielgeraden (60-70jährig )fallen zu lassen,fetzt mich alten Knacker noch mal so richtig an.

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