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Diese 3 Aktientipps solltest du nur mit Vorsicht genießen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.11.2016, 15:37  |  534   |   |   
Quelle: Pixabay, geralt

Im Finanzuniversum ziehen allerlei Tipps, Empfehlungen und Weisheiten ihre Bahnen, die dir helfen sollen ein erfolgreicher Investor zu werden. Doch pass auf! Viele der Tipps und Empfehlungen werden dir keinen Vorteil einbringen oder können sogar deinem Anlageerfolg schaden. Ich habe für dich drei Arten von Aktientipps aufgelistet, bei denen du nicht immer alles für bare Münze nehmen solltest. Sieh dir an, was ich damit meine.

1. Empfehlungen von Analysten

Sobald du dich für eine Aktie interessierst und zu dieser recherchierst, werden dich sogenannte Analystenempfehlungen regelrecht anspringen.

Das Prinzip ist klar. Umso mehr Analysten empfehlen die Aktie zu kaufen und umso höher das von diesen angesetzte Kursziel über dem aktuellen Kurs liegt, desto besser stehen die Chancen, dass du mit einem Kauf an dieser Stelle Geld verdienst. Hältst du hingegen eine Aktie und die Analysten sind sich einig darüber, dass diese verkauft werden sollte, dann tust du besser daran, dein Geld zu nehmen und woanders anzulegen.

Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Wir alle müssten uns nur an die Analysten halten, um reich zu werden. Doch leider klappt das nicht. Aber warum nicht? Die Analysten sind schließlich gut bezahlte Profis und machen nichts anderes, als Aktienkurse vorhersagen zu wollen. Wieso sollte man Ihnen nicht glauben?

Ganz einfach. Analysten denken nicht langfristig. Sie werden daran gemessen, wie gut ihre Prognose zutrifft, allerdings über einen kurzen Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Selbst dabei sind die Prognosen meist mehr als vage, da der Aktienmarkt kurzfristig unberechenbar sein kann. Als Privatinvestor sollte aber ein so kurzer Zeitraum nie dein Ziel sein, sondern viel mehr ein Anlagehorizont von mindestens fünf oder noch besser zehn Jahren.

2. Tipps aus den Medien (Zeitschriften, Internet, etc.)

In den Medien findet man dabei oft konkrete Empfehlungen darüber, welche Aktien zurzeit eine sinnvolle Investition darstellen sollen. Begleitet wird dies natürlich zumeist mit einem überzeugenden Text, in dem im Idealfall auch noch einige positive Kennzahlen des Unternehmens herangezogen werden.

Diese scheinen für den Leser zunächst überzeugende Argumente zu sein. Und selbstverständlich verstehen sich die Finanzjournalisten darin, einen Artikel so zu schreiben, dass er nachvollziehbar und stichhaltig ist. Allerdings ist genau das ihr Job. Nicht jedoch, dir zu Anlageerfolg zu verhelfen. Ins richtige Licht gestellt kann man letztendlich jede Aktie scheinen lassen. Die ausgeführten Argumente und Kennzahlen spiegeln oft nur einen Teil des Ganzen wieder.

Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, aus solchen Artikeln Ideen zu schöpfen. Achte aber darauf, dass es vorerst nur bei einer Idee bleibt. Mache dir immer erst dein eigenes Bild. Versuche zum Beispiel Gegenargumente zu finden, um die Thesen des Autors zu widerlegen. Erst wenn die Idee dann noch standhält, kannst du sie weiterverfolgen.

3. Börsenweisheiten von erfolgreichen Investoren wie Buffett, Lynch und Co.

Hier wird es für dich als Privatanleger besonders interessant, denn in dem, was die “Großmeister” von sich gegeben haben, steckt oftmals viel Wahrheit. Aber nicht jede dieser Weisheiten solltest du in deine Anlagephilosophie einfließen lassen.

Beispiel: Warren Buffett schrieb in seinem Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway von 2013, dass er seinen Vermögensverwalter damit beauftragt hat, dass dieser im Falle seines Todes die Erbschaft seiner Frau wie folgt anlegt: 90 % in einen Indexfonds auf den S&P 500 und 10 % in kurzlaufende US-Staatsanleihen.

Ist das eine sinnvolle Strategie für dich als Privatinvestor? Nur halb. Sicherlich macht die Anlage in Indexfonds Sinn für Leute, die Ihr Geld an der Börse anlegen möchten, sich aber nicht im Detail damit beschäftigen wollen. Allerdings ist es für den durchschnittlichen Anleger brandgefährlich, nur 10 % seines Vermögens als kurzfristig verfügbares Kapital zu halten.

Liegt Buffett falsch? Nein, 10 % der Erbschaft, die er seiner Frau hinterlassen wird, sind Milliarden und sorgen somit für jedes denkbar schlechte Szenario vor. Wenn du jedoch als Otto Normalanleger nur 10 % deines Vermögens liquide hältst und in eine finanzielle Bredouille gerätst, hast du ein Problem.

Entscheide selbst, welche Weisheiten der Großmeister für dich sinnvoll sind.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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