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DAX, EUR/USD & Co. – Das müssen Anleger wissen!
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DAX, EUR/USD & Co. – Das müssen Anleger wissen!

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
18.11.2016, 08:16  |  597   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag von der freundlichen Seite. Der DAX legte dank einer späten Rally um 0,20 Prozent auf 10.686 Punkte zu. Im Tagesverlauf hatte das Aktienbarometer die meiste Zeit über im leicht negativen Terrain notiert. Kurstreiber waren am Nachmittag solide US-Konjunkturdaten und ein schwacher Euro. MDAX und TecDAX gingen mit Aufschlägen von 0,60 beziehungsweise 0,47 Prozent aus dem Handel. Unter den 110 größten Werten gab es 65 Gewinner und 43 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei lediglich 41 Prozent. Im DAX wurden 98,1 Millionen Aktien im Wert von 3,14 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 4,31) gehandelt. Stärkste Sektoren waren Transport, Chemie und Telecoms. Die deutlichsten Verluste verzeichneten Rohstoffwerte, Medienwerte und Versorger. Adidas verbesserte sich an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 1,49 Prozent. Linde und Bayer gewannen 1,46 beziehungsweise 1,14 Prozent hinzu. Die rote Laterne hielt E.ON mit einem Abschlag von 2,38 Prozent. ProSiebenSat.1 Media und RWE büßten 2,32 respektive 1,83 Prozent ein. Henkel verlor 1,19 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hatte die Anleger mit seinen neuen mittelfristigen Wachstumszielen verstimmt.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,18 Prozent höher bei 18.904 Punkten. Der Nasdaq 100 verabschiedete sich 0,71 Prozent fester bei 4.827 Zählern aus dem Handel. 51 Prozent der Werte an der NYSE zeigten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. 176 neuen 52-Wochen-Hochs standen 25 neue Tiefs gegenüber. Die Gewinnerliste bei den Sektoren wurde angeführt von Finanzwerten und zyklischen Konsumwerten. Verluste zeigten Energiewerte und nicht-zyklische Konsumwerte. Home Depot rückte ohne Nachrichten als bester Dow-Wert um 2,87 Prozent vor. Dow-Schlusslicht war Cisco nach schwachen Quartalszahlen mit minus 4,81 Prozent. Wal-Mart büßte – ebenfalls nach Zahlen – 3,08 Prozent ein. Nach Börsenschluss erfreute der SAP-Rivale Salesforce mit einem optimistischen Ausblick. Die Aktie stieg nachbörslich um rund 5,5 Prozent.

Am Währungsmarkt stand die dynamische Fortsetzung der Dollar-Rally im Fokus. Die Weltleitwährung konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen (Majors) zulegen. Sie profitierte von den besser als erwarteten US-Konjunkturdaten sowie der Aussage von Fed-Chefin Yellen, dass eine Zinserhöhung “relativ bald” angemessen sein könnte. Der Dollar-Index stieg um 0,61 Prozent auf ein 13-Jahres-Hoch bei 100,91 Punkten. EUR/USD rutschte um 0,61 Prozent auf ein Jahrestief bei 1,0625 USD ab. Nächste bedeutende Unterstützungen und Ziele lauten 1,0589 USD und 1,0463 USD. Bei den anderen Majors fielen das Pfund Sterling mit Stärke und der Yen sowie der Aussie mit Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 0,11 Prozent höher bei 357,96 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,20 Prozent auf 46,07 USD. US-Erdgas fiel nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 2,39 Prozent auf 2,70 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,69 Prozent auf 2,48 USD. Gold handelte 0,61 Prozent schwächer bei 1.216 USD (1.145 EUR). Silber und Platin gaben um 1,52 beziehungsweise 1,12 Prozent nach. Palladium hielt die relative Stärke aufrecht und legte um 1,26 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 727,85 USD zu.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,09 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,29 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,02 Prozent tiefer bei 160,52 Punkten. Im Tagesverlauf hatte der Kontrakt in Fortsetzung der zum Wochenauftakt gestarteten Erholungsrally ein Wochenhoch bei 160,96 Punkten markiert und war damit in eine wichtige kurzfristige Widerstandszone vorgedrungen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang beflügelt von den positiven Konjunkturdaten und den falkenhaften Aussagen von Fed-Chefin Yellen um sieben Basispunkte auf ein Jahreshoch bei 2,29 Prozent. Die von den Fed-Funds-Futures eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Anhebung verharrte derweil bei 91 Prozent.

In Fernost tendierten die Aktienmärkte heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,52 Prozent auf 134,14 Punkte. Gegen den Trend setzte der Nikkei 225 seine Rally fort. Gestützt vom schwachen Yen kletterte der Index um zuletzt rund 0,5 Prozent.

Heute dürfte sich der Fokus der Marktakteure auf diverse Reden mehrerer Zentralbanker richten. Bereits am Morgen hält Mario Draghi eine Rede auf dem European Banking Congress in Frankfurt. Am Nachmittag melden sich die im Offenmarktausschuss stimmberechtigten Fed-Mitglieder George, Dudley und Powell zu Wort.

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