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DAX Abwarten der politischen Entwicklung

Gastautor: Jens Chrzanowski
21.11.2016, 08:11  |  378   |   |   

Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 10.768 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 334 Punkte über dem Eröffnungskurs fünf Handelstage zuvor und mit einem kräftigen Gap-up zum Wochenschluss der Vorwoche. Auch eine Woche zuvor eröffnete er mit einem Gap-up den Wochenhandel. Die Bullen sorgten gleich am Montagmorgen kräftig für Druck, dadurch schaffte es der Index, sich über die 10.800 Punkte zu schieben. Es gelang ihm aber nicht, sich über dieser Marke festzusetzen. Auch diesmal ging es im Nachgang wieder abwärts, der DAX fiel an und unter die 10.700 Punkte. Am Dienstag starteten die Bullen den nächsten Angriff auf die 10.800 Punkte, kamen aber nur bis 10.780 Punkte. Hier setzte der DAX erneut zurück. Dieser Rückgang führte bis Mittwochnachmittag dann knapp an die 10.600 Punkte. Die folgende Erholung war nicht ausgeprägt, ihr fehlte die Dynamik. Dies führte dazu, dass der DAX am Donnerstag erneut das Tagestief vom Mittwoch ansteuerte und leicht unterschritt. Die 10.600 Punkte-Marke verpasste er aber knapp. Im späteren Handel am Donnerstag setzten sich die Bullen durch, sie führten den Index wieder über die 10.700 Punkte. Der DAX eröffnete am Freitagmorgen zwar bei 10.750 Punkten, gab aber dann erneut unter die 10.700 Punkte nach. Der Handel am Freitag war ausgesprochen lustlos.

Der DAX hat in der vergangenen Woche zwei Dinge erreicht. Zum einen konnte er ein Wochenhoch über der 10.800-Punkte-Marke formatieren und zum zweiten das Hoch der Vorwoche übertreffen, wenn auch nur knapp. Damit hat der DAX in drei aufeinanderfolgenden Wochen jeweils ein höheres Wochenhoch formatieren können. Das Wochentief lag natürlich deutlich über dem der Vorwoche, es war das höchste Wochentief in diesem Jahr. Der Wochenschluss lag knapp unter dem der Vorwoche, damit weist der DAX einen kleinen Wochenverlust von 22 Punkten aus. Die Wochen-Range lag unter 200 Punkten und noch einmal einen Punkt unter der Range in der KW 40/2016. Damit war sie die niedrigste Range in diesem Jahr.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX mit dem Überwinden der 10.764/75 bzw. der 10.782/85 Punkte das Potential haben könnte, bis in den Bereich der 10.795/800 Punkte zu laufen. Diese Bewegung hat sich bereits am Montag eingestellt: das Anlaufziel wurde um einen Punkt überschritten. Wir hatten in unserem Setup erwartet, dass der DAX maximal die 10.800 Punkte-Marke anläuft, aber nicht nachhaltig überwindet. Das hat gestimmt. Damit hat das Setup auf der Oberseite sehr gut gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 10.624/20 bis an unser Anlaufziel bei 10.609/04 Punkte. Auch diese Marke wurde um einen Punkt unterschritten. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite sehr gut gegriffen.

KW 46 / 2016 45 / 2016 44 / 2016 43 / 2016 42 / 2016
Wochenhoch 10.801 10.795 10.741 10.827 10.750
Wochentief 10.603 10.023 10.199 10.580 10.485
Wochenschluss 10.663 10.685 10.213 10.650 10.721
Wochenergebnis -22 472 -437 -71 135
Wochen-Range 198 772 542 247 265

Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-Widerstände: 10.678...10712/32/53/83/95.....10.837/41/70.....10.901/59
  • DAX-Unterstützungen: 10.639/14/06....10.594/73/52/45/23/14/02....10.472

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

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Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche

Die Welt schaut gespannt auf die USA und reibt sich teilweise bereits jetzt schon die Augen. In exakt zwei Monaten findet die Amtsübergabe in Amerika statt. Man darf gespannt sein, wie und in welcher Dynamik sich die Dinge dort entwickeln. Wir sind übergeordnet skeptisch und erwarten für den DAX und den Dow Jones auf Jahressicht keine großen Potentiale auf der Oberseite. Es besteht ein relevantes Enttäuschungspotential, das in den nächsten Monaten zu heftigeren Reaktionen führen könnte. Fed-Chefin Yellen hat unterstrichen, dass im Dezember mit einem weiteren moderaten Zinsschritt zu rechnen ist. In unseren Augen wird dies jedoch nicht zu nachhaltig schwächeren Notierungen führen. Vielmehr werden Anleger die nächsten Wochen und Monaten abwarten, was sich an der politischen Front tut. Auch die EZB wird im Dezember tagen, wahrscheinlich wird sie aber nicht verkünden, dass sie das Aufkaufprogramm verlängert oder erweitert. Sollte sie dies planen, wäre die Entscheidung zu Beginn des nächsten Jahres zu erwarten.

Das Chartbild hat sich in den letzten Handelstagen nicht wesentlich verändert. Positiv ist, dass der deutsche Leitindex das Niveau der letzten Handelswoche in etwa halten konnte; bärisch ist zu interpretieren, dass er es auch in diesem Anlauf wieder einmal nicht geschafft hat, über die 10.800 Punkte zu kommen. Diese Marke kann entweder nur in einem sehr dynamischen Aufwärtsimpuls oder mit einem Gap-up überwunden werden. Grundsätzlich auszuschließen ist das nicht, allerdings ist diese Marke im Augenblick eine echte Hürde für den DAX. Auf der anderen Seite ist er bei 10.650/30 bzw. 10.600/585 Punkten im Moment gut unterstützt.

Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Index über der 10.660/50 Punkte-Marke zu etablieren. Gelingt dies, so könnten sie versuchen, die 10.685/90 und dann die 10.702/05 Punkte zu erreichen. Kann sich der DAX über diese Marke schieben, so könnten die 10.718/21, die 10.737/41 und die 10.751/55 Punkte die nächsten relevanten Anlaufmarken sein. Mit einem Überwinden der 10.755 Punkte könnte der DAX dann weiter in Richtung der 10.764/67, der 10.782/85 und dann bis 10.797/802 Punkte laufen. Kann der DAX sich bis dorthin schieben, dann könnte er das Wochenhoch der Vorwoche bestätigen. Hier besteht aber auch Potential dafür, dass sich Rücksetzer einstellen. Gelingt es dem Index, sich über den 10.800 Punkten zu etablieren, wären die 10.815/17 und die 10.825/27 bzw. die 10.835/37 Punkte die nächsten relevanten Anlaufmarken. Über den 10.837 Punkten kämen die 10.854/58 und die 10.879/82 Punkte als Anlaufmarken in Frage. Wir gehen aber auch in der neuen Handelswoche nicht davon aus, dass es der DAX schafft, sich nachhaltig über die 10.800 Punkte zu schieben. Denkbar wäre vielleicht ein Aufwärtsimpuls an die 10.815/17 Punkte.

Schaffen es die Bullen nicht, den DAX über der 10.650 Punkte-Marke zu halten, so könnten sich Abgaben einstellen, die zunächst bis 10.624/20 und dann bis 10.607/03 Punkte gehen könnten. Setzt der DAX bis 10.603 Punkte zurück, so könnte er sein Wochentief der Vorwoche bestätigen. Hier bestehen auch gute Chancen auf Stabilisierung beziehungsweise Erholung. Eventuell rutscht der Index bis 10.585/80 Punkte ab, bevor er sich erholen kann. Auch diese Marke bietet gute Chancen der Stabilisierung. Sollten die 10.585/80 Punkte nicht halten, könnte der DAX weiter zurücksetzen und die 10.555/50, die 10.535/30 bzw. die 10.522/18 Punkte erreichen. Ein Unterschreiten der 10.518 Punkte könnte auf weitere Abgaben hindeuten, die bis 10.505/00, 10.474/70, 10.444/40 und dann bis 10.429/25 Punkte gehen könnten. Sollte es unter die 10.425 Punkte gehen, wären die 10.409/05, die 10.388/85 und die 10.366/63 Punkte die nächsten Anlaufmarken. Unter den 10.363 Punkten kämen dann die 10.349/45, die 10.333/30 und die 10.303/295 Punkte in Sichtweite.

Wir gehen davon aus, dass die Range in der kommenden Handelswoche deutlich über der in den vergangenen Handelstagen liegen wird.

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups:

  • Box-Bereich: 11.113 bis 8.912 Punkte
  • Tagesschlusskurs-Marken: 10.774 und 10.458 Punkte
  • Intraday-Marken: 10.735 und 10.502 Punkte
  • Range: 11.397 bis 8.061 Punkte

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 47/2016: seitwärts/abwärts

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex- & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link, Disclaimer: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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