DAX-0,10 % EUR/USD+0,06 % Gold-0,02 % Öl (Brent)+0,35 %

Elektromobilität - Batteriefabrik Elektro-Offensive: Bald ist der Kuchen verteilt - Schauen deutsche Autobauer in die Röhre?

22.11.2016, 12:31  |  3029   |   |   

Das vergangene Wochenende wird für viele Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns eher ein trübes gewesen sein. Am Freitag verkündetet der Wolfsburger Autobauer, weltweit bis zu 30.000 Stellen abzubauen, davon satte 20.000 allein in Deutschland (wallstreet:online berichtete). Eine ordentliche Hausnummer, die jedoch noch einmal durch die Höhe der gefährdeten Jobs in der Zulieferindustrie getoppt werden könnte.

Hier stehen nochmal mehr als 75.000 Jobs auf dem Spiel, betonte der Duisburger Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer in der „Bild am Sonntag“. Wie das "manager magazin" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, könnten bereits bis 2025 über 100.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Dies entspräche jeder achten Stelle bei Autoherstellern und -zulieferern hierzulande. Das Problem: Der Wandel in Richtung E-Mobilität. Kolben, Dichtungen oder Getriebe von Verbrennungsmotoren werden dann nicht mehr gebraucht. 

Noch müssen wir nicht hysterisch werden, aber…

Auch Daimlers Betriebsratschef Michael Brecht schlägt Alarm. "Ich will davor warnen, hysterisch zu werden", sagte Brecht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.). Er hoffe aber, dass in drei bis vier Monaten konkret über Fakten der Elektro-Offensive des Konzerns und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigen in Deutschland gesprochen werde.

Bislang sind nur Eckdaten bekannt: Bis 2025 wollen die Stuttgarter mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge anbieten. Dafür nimmt der Konzern zehn Milliarden Euro in die Hand. Brecht geht davon aus, dass dadurch auch Arbeitsplätze in Gefahr sind. "Ohne Ausgleich bliebe von heute sieben Arbeitsplätzen in der Motoren- und Aggregatefertigung nur einer", sagte Brecht dem "manager magazin". Dabei sei aber eine Elektrofertigung von 100 Prozent zugrunde gelegt, relativierte eine Betriebsratssprecherin.

Eine Frage der Wertschöpfung… Sorge um Zukunft deutscher Autobauer

In diesem Zusammenhang fordert Kanzleramtsminister Peter Altmaier die deutsche Autoindustrie dazu auf, eine Batteriefabrik für Elektroautos zu errichten. „Der Staat kann nur den Rahmen setzen. Die Batteriefabrik müssen indes schon die Unternehmen bauen“, sagte der CDU-Politiker im Interview mit dem „manager magazin“. Und warnt die Automobilindustrie: „Wenn am Ende 60 Prozent der Wertschöpfung digital sind und 20 Prozent auf die Batterie entfallen, nützt es uns gar nichts, wenn wir 80 Prozent der Oberklasseautos bauen, aber nur noch 20 Prozent der Wertschöpfung im eigenen Land haben.

Der CDU-Politiker forderte „eine Bewusstseinsänderung“. Und das recht schnell. Andernfalls drohe Deutschland bei Zukunftstechnologien von anderen Nationen abgehängt zu werden. „Noch haben wir Deutschen die Chance, ganz vorn mit dabei zu sein. In vier bis fünf Jahren sind die Anteile verteilt.“

Die Anstrengungen der Autobauer bei der Entwicklung des autonomen Fahrens begrüßt Altmaier: „Die Amerikaner sind dabei, das Auto intelligent zu machen. Wir Deutschen haben den Ehrgeiz, auch die Straße intelligent zu machen. Diese Strategie ist wesentlich besser als das, was Google vorhat.“ Allerdings mahnte er im „manager magazin“ auch hier mehr Tempo an: „Die Frage ist, ob wir schnell genug damit sind und sich nicht in der Zwischenzeit der US-Standard durchsetzt.“
 



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Wir sind hier nicht im sonnigen Californien,die Frage,wie winter-tauglich,diese Technik ist,wir hier all-jährlich aufs neue beantwortet,auch einie Diesel-Cowboys,werden sich noch einmal erschrocken umschauen,wenn mal wieder richtig der Frost kracht,denn,wo nix verbrannt wird,wirds auch schnell kalt,unterm Hintern,...nur sprichwörtlich,nur Experten und viel-Fahrer,wissen,wie es aussieht,wenn man eben nix sieht,weil die Frontscheibe nicht genug geheizt wird und das fängt bei Sparfüchsen schneller an,unangenehm zu werden,als so mancher denkt,wann hatten wir zum letzten mal 30-C unter Null?
auch Ines43 braucht evtl. bald nen Rollstuhl, aber dann halt von Skoda. ; ) "

Man weiß es nie im voraus.
Auch Vierzigjährige werden manchmal schon vom Schlaganfall
in den Rollstuhl gesetzt.

Ich denke, im Gegensatz zum Bedarf an E-Mobilen wäre bei elektrisch getriebenen autonom
fahrenden Rollstühle echte Nachfrage.

Da wäre ich dann auch um meine Dividende bei Daimler nicht mehr bange,
wenn Daimler da mal 100 Millionen E in die Hand nehmen würde,
um die Dinger weiter zu entwickeln.
Ganz wichtig ist die "Home" oder "Heimat-Adresse" Taste,
die auch vom Altenheim aus über Funk ansteuerbar sein sollte.
Angst vor Dividentenverlust haben,
aber keine e-Mobile von Dailer kaufen wollen....
auch Ines43 braucht evtl. bald nen Rollstuhl, aber dann halt von Skoda. ; )
Bis 2025 wollen die Stuttgarter mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge anbieten. Dafür nimmt der Konzern zehn Milliarden Euro in die Hand. "

Hoffentlich geht das nicht auf Kosten der Dividende.
Verlustgeschäft sollte man besser Tesla überlassen.

Ich werde keines der zehn E-Mobile kaufen.

Daimler sollte auf elektrisch betriebene Rollstühle setzen,
autonom fahrend und selbständig nach Hause findend
und bis zu 50 km Reichweite.

Davon würden im alternden Deutschland wahrscheinlich
locker Millionen abgesetzt.

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel