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Die 5 Dax-Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen… Doch wie nachhaltig ist deren Ausschüttung?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.11.2016, 20:19  |  731   |   |   
Quelle: pixabay, user Peggy_Marco

Bevor wir uns den angekündigten Unternehmen widmen, lass mich zwei sehr gewagte Hypothesen in Bezug auf dich aufstellen: Ich vermute, dass du ein Investor bist, dem seine Dividenden wichtig sind. Vermutlich achtest du ebenfalls darauf, dass diese auch nachhaltig sind. Ins Schwarze getroffen?

Angesichts der von mir gewählten Schlagzeile fiel mir diese Einschätzung über dich nicht wirklich schwer! Doch bevor ich hier weiter fadenscheinige Wahrsagerei betreibe, lass uns lieber ein Auge auf das werfen, wofür du wirklich hier bist.

1. E.ON – erwartete Dividendenrendite für 2017: 5,33 %

Und so belegt den ersten Platz in meinem Dividendenranking derzeit E.ON (WKN: ENAG99)! Mit einer erwarteten Dividende von 0,50 Euro für 2017 beträgt die aktuell erwartete Rendite bei einem Kurs von 6,05 Euro (18.11.2016, Datum für alle Kurse maßgeblich) ansehnliche 5,33 %. Ich denke, du wirst mir zustimmen, dass das ein sehr ansehnlicher Wert ist.

Allerdings erkauft man sich diese Rendite meiner Meinung nach mit einem hohen Risiko. Denn wie du vielleicht schon gehört hast, hat sich E.ON erst kürzlich von seiner Tochter Uniper abgespalten und konzentriert sich seitdem hauptsächlich auf das Geschäft mit Ökostrom. Ob das Unternehmen in diesem neuen Hauptgeschäftsfeld ein erfolgreicher Akteur sein wird, ist noch nicht abzusehen und dementsprechend könnte die Dividende langfristig nicht gesichert sein.

2. Daimler – erwartete Dividendenrendite für 2017: 5,20 %

Den zweiten Platz belegt der deutsche Autobauer Daimler (WKN: 710000). Hier führt eine erwartete Dividende von 3,25 Euro beim aktuellen Kurs von 65,26 Euro zu einer ebenfalls eindrucksvollen Rendite von 5,20 %.

Das größte Risiko, das die Anleger hierbei zu befürchten haben, ist, dass sich der gesamte Automarkt derzeit auf dem Höhepunkt befinden könnte und schon bald fallende Verkaufszahlen für sinkende Gewinne sorgen könnten. Das ist leider nicht ganz von der Hand zu weisen. Doch abgesehen davon braucht Daimler bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 8,14 Euro für 2016 jedoch lediglich knappe 40 % dessen für die aktuelle Dividende.

Ich denke, angesichts dieser Zahlen wird sich Daimler seine Dividende auch leisten können, selbst wenn sich die Sorgen bezüglich der Verkaufszahlen als wahr erweisen sollten. Grundsätzlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass diese Einschätzung falsch ist, der Automarkt noch weiter wächst und die Dividenden in der Folge weiter steigen!

3. / 4. Allianz mit 4,87 % und Münchener Rück mit 4,74 %

Ebenfalls hohe Renditen haben die Allianz (WKN: 840400) und Münchener Rück (WKN: 843002) vorzuweisen. Knapp unter der 5 %-Dividendenrendite-Marke sind diese beiden Werte aktuell zu haben.

Viele Investoren scheuen diese Unternehmen jedoch aktuell, da ihnen Worte wie “Niedrigzinsumfeld” und “Strafzinsen” sowie “Garantiezinsen bei Lebensversicherungen” Schauer über den Rücken jagen, wenn sie an die Finanz- und Versicherungsbranche denken. Das ist grundsätzlich auch berechtigt, führen diese Faktoren doch allesamt dazu, dass diese beiden großen deutschen Unternehmen aktuell darunter zu leiden haben.

Aber (und jetzt kommt ein gewaltiges aber!): Auch diese widrigen Bedingungen haben die Unternehmen nicht dahingerafft. Beide Unternehmen verzeichneten in den meisten der letzten Jahre konstante und zuletzt sogar wieder steigende Gewinne.

Diese Widerstandsfähigkeit der beiden Konzerne und die Aussicht darauf, dass zumindest in den USA bald die Zinsen wieder steigen dürften, sprechen dafür, dass die Chancen für weitere hohe Dividenden wirklich nicht allzu schlecht stehen dürften.

5. ProsiebenSat.1 Media mit erwarteten 4,59 % für 2016

Bei dem letzten Wert muss ich trotz hoher 4,59 % abermals Skepsis walten lassen. Zwar hat das TV-Programm von ProsiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) in vielerlei Hinsicht ohne Frage Qualität, allerdings hat das Unternehmen sich nicht stark genug im Streamingbereich etablieren können, einem meiner Meinung nach bedeutungsvollen Markt für Unterhaltungsmedien.

Und so kommt es, dass aktuell Netflix (WKN:552484) und Konsorten den klassischen TV-Anbietern das Geschäft streitig machen. Wohin das Ganze führt? Keine Ahnung. Ich wäre aktuell allerdings vorsichtig angesichts dieser moderneren Bedrohung für die TV-Sender. Ob die Dividende nachhaltig gehalten werden kann, ist dementsprechend für mich nicht abzusehen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

 

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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