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Brent-Öl & WTI – Ölpreise im Rallymodus
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Brent-Öl & WTI – Ölpreise im Rallymodus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
22.11.2016, 08:44  |  808   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenstart in einem nachrichtenarmen Umfeld nach zwischenzeitlichen Abgaben am Ende moderate Kursgewinne verbuchen. Größere Gewinne wurden von der Sorge vor möglichen anstehenden Finanzmarktturbulenzen mit Blick auf das italienische Referendum am 4. Dezember verhindert. Der DAX rückte um 0,19 Prozent auf 10.685 Punkte vor. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,37 beziehungsweise 0,11 Prozent. Im HDAX der 110 größten Werte standen sich 56 Gewinner und 51 Verlierer gegenüber. Das Aufwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. Das Gesamtvolumen ging deutlich zurück. Im DAX wechselten 73,7 Millionen Aktien im Wert von 2,63 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,53) den Besitzer. Am deutlichsten aufwärts ging es mit Industriewerten, Automobilwerten und Softwaretiteln. Die kräftigsten Abschläge waren bei Medienwerten, Chemiewerten und Immobilienwerten zu beobachten. Volkswagen belegte mit einem Plus von 2,51 Prozent gestützt von positiven Analystenkommentaren die DAX-Spitze. BMW und Infineon verbesserten sich um 1,69 respektive 1,09 Prozent. Am anderen Indexende verloren Commerzbank, ProSiebenSat.1 Media und Merck zwischen 1,09 und 0,91 Prozent. Im TecDAX brach Aixtron mit zunehmenden Zweifeln um ein Gelingen der anvisierten Übernahme durch einen chinesischen Investor um fast 12 Prozent ein.

Erstmals seit 17 Jahren schlossen an der Wall Street die großen vier Indizes Dow Jones Industrial, S&P 500, Nasdaq Composite und Russel 2000 gleichzeitig auf einem Allzeithoch. Neben der Hoffnung auf fiskalpolitische Stimuli unter einem Präsidenten Trump beflügelten auch ein deutlich steigender Ölpreis sowie ein etwas zurückkommender US-Dollar. Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich mit einem Plus von 0,47 Prozent bei 18.957 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,05 Prozent auf 4.859 Zähler. 72 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 78 Prozent. 152 neuen 52-Wochen-Hochs standen 46 neue Tiefs gegenüber. In der Sektorenperformance weit vorne standen Energiewerte, gefolgt von Rohstoffwerten und Versorger. Einziger Sektor im Minus war der Immobiliensektor. Die Dow-Spitze belegten DuPont (+1,78%), Apple (+1,51%) und IBM (+1,48%). Die Verliererliste wurde angeführt von 3M (-0,83%), Disney (-0,62%) und Cisco (-0,43%).

Am Devisenmarkt gönnte sich der US-Dollar nach der jüngsten Rally eine Verschnaufpause und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, gab nach zehn Plustagen in Folge um 0,36 Prozent auf 100,85 Punkte nach. EUR/USD erholte sich spiegelbildlich nach zehn Minustagen in Folge um 0,40 Prozent auf 1,0626 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fiel das Pfund Sterling mit Kursgewinnen auf. Der Yen war im späten New Yorker Handel nach der Meldung eines schweren Erdbebens in Japan mit Tsunami-Warnung ebenfalls stark gesucht. Im Jahr 2011 hatte der als sicherer Hafen geltende Yen in den ersten Tagen nach dem großen Erdbeben um rund 7 Prozent zugelegt. Sehr fest präsentierten sich zudem die Rohstoffwährungen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex haussierte um 3,01 Prozent auf ein Monatshoch bei 370,54 Punkten. Kurstreiber waren die Energierohstoffe, die durch die Bank heftige Kurssprünge vollzogen. Die Marktteilnehmer preisen zunehmend eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine baldige Begrenzung der Ölproduktion durch die OPEC und eventuell auch Nicht-OPEC-Staaten wie vor allem Russland ein. Brent-Öl verteuerte sich um 4,50 Prozent auf 48,97 USD. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Januar stieg um 4,14 Prozent auf 48,28 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 4,29 Prozent nach oben auf 2,97 USD. Heizöl stieg um 5,05 Prozent auf 1,54 USD. Comex-Kupfer legte um 2,05 Prozent auf 2,52 USD zu. Gold notierte 0,37 Prozent höher bei 1.213 USD. Platin und Palladium rückten um 1,89 beziehungsweise 0,05 Prozent vor. Silber schwächte sich gegen den Trend um 0,32 Prozent auf 16,57 USD ab.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,09 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf 0,27 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,03 Prozent auf 160,86 Punkte und verblieb intraday innerhalb der Spanne vom Freitag (Inside Day). Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete einen Basispunkt tiefer bei 2,33 Prozent.

Die Aktienmärkte in Fernost präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Stützend wirkten die positiven Vorgaben von der Wall Street und die haussierenden Ölpreise. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,87 Prozent auf 135,57 Punkte. Zwischenzeitlich tendierte der Nikkei 225 aufgrund des starken Erdbebens in Japan im negativen Terrain, konnte sich jedoch nach einer Entspannung der Lage in den positiven Bereich erholen.

Heute stehen von der Makroseite der Index des Verbrauchervertrauens in der Eurozone sowie der Verkauf bestehender Häuser in den USA im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen von der E.ON-Abspaltung Uniper. Nach US-Börsenschluss legen HP und Hewlett Packard Enterprise die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal vor.

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Wertpapier: Öl (Brent)


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