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Pressemeldung: Union Investment: Marktberichte September 2016
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Pressemeldung Union Investment: Marktberichte September 2016

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.10.2016, 00:00  |  19   |   |   

An den Aktienmärkten tendieren globale Börsen seitwärts und die Rentenmärkte konsolidieren. Union Investment veröffentlicht ihre für Marktberichte September 2016.

Aktien: Globale Börsen tendieren seitwärts

Renten: Märkte konsolidieren

Aktienmärkte Die globalen Aktienmärkte haben im September ihren Seitwärtstrend fortgeführt, der MSCI World Index beschloss den Monat in lokaler Währung unverändert. Unsicherheiten bezüglich der künftigen geldpolitischen Ausrichtung in den USA, der Eurozone und in Japan beherrschten das Marktgeschehen in weiten Teilen. Die Kurse in den Vereinigten Staaten verschlechterten sich geringfügig, der Dow Jones Dow Jones Industrial Average Index gab auf Monatssicht 0,5 Prozent ab. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,2 Prozent. Auch in Europa hielten sich die Verluste in Grenzen, der EUROSTOXX 50 schloss 0,7 Prozent leichter, der STOXX 600 fiel um 0,2 Prozent.

Rentenmärkte Im September war das Marktgeschehen von den Notenbanken beeinflusst. Die Europäische Zentralbank enttäuschte die Marktteilnehmer, entgegen der Erwartung gab es keine weiteren expansiven Geldmaßnahmen. In den USA hielt sich die Notenbank ebenfalls zurück, die Fed sah von einer weiteren Zinserhöhung ab. Nun rückt das Jahresende ins Blickfeld, die eine oder andere Zentralbank könnte dann noch einmal tätig werden. Letztlich konsolidierten die Rentenmärkte und gingen nur gering verändert aus dem Handelsmonat.

Die Aktienmärkte

Europa

Leichte Abschläge an Europas Börsen: Die europäischen Aktienmärkte haben im Berichtsmonat leichte Kursverluste erlitten. Unter dem Strich stand für den EUROSTOXX 50 ein Minus von 0,7 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600 verlor 0,2 Prozent. Der MSCI Europe Small and Mid Caps für Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung schloss 1,3 Prozent leichter. Zu den größten Verlierern gehörten Banken und Telekommunikationskonzerne, wohingegen der Sektor Grundstoffe im Schnitt deutliche Kurszuwächse verzeichnete. Für einen Kursrücksetzer auf breiter Front hatte die Europäische Zentralbank gesorgt: Die Notenbanker hatten den Hoffnungen auf eine Ausweitung des monatlichen Wertpapierankaufprogramms fürs Erste eine Absage erteilt. Allerdings wurde den Märkten eine etwaige Verlängerung in Aussicht gestellt. Besonders im Fokus stand der Bankensektor. Zahlreiche Geldhäuser litten unter Befürchtungen, dass eine neue Finanzkrise um sich greifen könnte. Hintergrund war unter anderem die Deutsche Bank, die im September weite Teile der Schlagzeilen beherrschte. Die US-Justizbehörden fordern von dem Geldinstitut eine Strafzahlung von 14 Milliarden US-Dollar für Verfehlungen aus der Zeit der Hypothekenkrise. Die Höhe der Zahlung ist noch Gegenstand der Verhandlungen, gleichwohl dürfte eine Geldbuße in empfindlicher Höhe auf das Institut warten. Zwischenzeitlich machten auch Gerüchte über eine Kapitalerhöhung oder gar eine Staatsbeteiligung die Runde, wurden aber umgehend dementiert. Dier Akte gab im September 11,3 Prozent ab und notierte erstmals in der Unternehmensgeschichte unterhalb der Schwelle von zehn Euro. Der Konkurrent Commerzbank steht ebenfalls unter Druck und möchte sich mittels einer neuen Strategie aus der misslichen Lage befreien. Geplant ist unter anderem der Abbau von gut 9.000 Arbeitsplätzen, das sind fast 20 Prozent der Belegschaft. Commerzbank-Titel gaben 7,5 Prozent nach. Auch andere Banken der Eurozone wurden in Mitleidenschaft gezogen, in Frankreich verlor Société Générale 5,7 Prozent, die italienische Intesa Sanpaolo schloss 7,3 Prozent leichter.

Deutschland

Deutsche Banken im Fokus der Anleger: Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinnserie unterbrochen und im September uneinheitlich tendiert. Der Leitindex DAX gab 0,8 Prozent ab. Der MDAX mit Konzernen mittlerer Marktkapitalisierung gewann 0,9 Prozent, der SDAX für kleinere deutsche Unternehmen büßte hingegen 0,7 Prozent ein. Die im TecDAX notierten Technologiewerte des Landes konnten sich von den übrigen Indizes entkoppeln und schlossen im Schnitt 4,3 Prozent höher.

Besonders im Fokus stand der Bankensektor. Zahlreiche Geldhäuser litten unter Befürchtungen, dass eine neue Finanzkrise um sich greifen könnte. Hintergrund war unter anderem die Deutsche Bank, die im September weite Teile der Schlagzeilen beherrschte. Die US-Justizbehörden fordern von dem Geldinstitut eine Strafzahlung von 14 Milliarden US-Dollar für Verfehlungen aus der Zeit der Hypothekenkrise. Die Höhe der Zahlung ist noch Gegenstand der Verhandlungen, gleichwohl dürfte eine Geldbuße in empfindlicher Höhe auf das Institut warten. Zwischenzeitlich machten auch Gerüchte über eine Kapitalerhöhung oder gar eine Staatsbeteiligung die Runde, wurden aber umgehend dementiert. Dier Akte gab im September 11,3 Prozent ab und notierte erstmals in der Unternehmensgeschichte unterhalb der Schwelle von zehn Euro. Der Konkurrent Commerzbank steht ebenfalls unter Druck und möchte sich mittels einer neuen Strategie aus der misslichen Lage befreien. Geplant ist unter anderem der Abbau von gut 9.000 Arbeitsplätzen, das sind fast 20 Prozent der Belegschaft. Commerzbank-Titel gaben 7,5 Prozent nach.

Unterdessen haben Bayer und Monsanto haben im Berichtsmonat ihren Preispoker beendet. Der deutsche Chemieriese will den US-amerikanischen Saatguthersteller Monsanto zu 128 US-Dollar je Aktie übernehmen. Damit ist nach langem Tauziehen ein erster Schritt getan. Doch der 66 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme stehen weitere Hürden bevor. So müssen noch rund 30 verschiedene Aufsichts- und Kartellbehörden ihr grünes Licht für die Übernahme geben. Die Transaktion, für die Bayer wohl 38 Milliarden US-Dollar Fremdkapital am Markt aufnehmen möchte, dürfte sich bis Ende 2017 hinziehen. Die Aktie von Bayer gab im September 7,1 Prozent ab.

Osteuropa

Osteuropäische Aktienmärkte treten auf der Stelle: Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index verlor in Lokalwährung 0,4 Prozent, in US-Dollar konnte er hingegen 2,2 Prozent zulegen. Der Monat stand dabei im Zeichen der Ratinganpassungen. Während die Türkei von einer weiteren Agentur in den „Ramschbereich“ heruntergestuft wurde, wurde Ungarns Rating angehoben. Aufgrund der anhaltenden politischen Turbulenzen in der Türkei hat die Ratingagentur Moody’s am 23. September das Land auf „Ramschniveau“ herabgestuft. Die Agentur begründete diesen Schritt unter anderem mit der Reaktion der Regierung auf den Putschversuch im Juli. Denn die Regierung geht mit großer Härte gegen Gegner vor. Viele Entlassungen und Verhaftungen waren die Folge. Die Aktien- und Devisenmärkte reagierten deutlich auf das Rating-Downgrade. Die türkische Börse verlor am nächsten Handelstag rund vier Prozent, konnte sich zum Monatsende aber wieder erholen und schloss 0,7 Prozent im Plus (BIST-Index). Die Türkische Lira verlor gegenüber dem US-Dollar 1,4 Prozent an Wert. Für Ungarn läuft es hingegen besser. Die Ratingagentur Standard&Poor’s hat dem Land den Investment Grade-Status zurückgegeben. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass es beim Schuldenabbau vorangehe und sich die konjunkturelle Lage verbessert habe. Bereits im Mai hatte auch die Agentur Fitch das Rating für Ungarn angehoben. Der Ungarische Forint wertete gegenüber dem US-Dollar 1,1 Prozent auf. Die Aktienmärkte konnten allerdings nicht nachhaltig positiv beeinflusst werden und schlossen 1,1 Prozent im Minus (BUX-Index). Der Russische Rubel hat sich gegenüber dem US-Dollar um 2,7 Prozent verteuert. Auch der russische Aktienmarkt konnte in Lokalwährung mit 0,3 Prozent leicht zulegen (MICEX-Index). Der in US-Dollar notierenden RTS-Index verzeichnete ein Plus von 4,3 Prozent. Treiber dieser Aktienmarkt-Entwicklung sind unter anderem die Währungshüter. Die Russische Zentralbank hat Mitte des Monats den Leitzins von 10,5 auf 10,0 Prozent gesenkt. Mit dem billigeren Geld versucht sie, die Konjunktur zu stützen. Vor allem Finanzwerte profitierten von diesem Schritt.

USA

US-Börsen zeigen leichte Verluste: Die US-Börsen haben im September leichte Kursverluste erlitten. Belastet von der Unsicherheit im Zusammenhang mit der US-Geldpolitik und den US-Präsidentschaftswahlen im November gab der Dow Jones Industrial Average Index auf Monatssicht 0,5 Prozent ab. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,2 Prozent. Bis zur Monatsmitte traten teils deutliche Abschläge auf. Hintergrund waren Aussagen einzelner Sprecher der US-Notenbank Fed, die auf eine frühe Zinserhöhung drängten und damit viel Nervosität in den Markt brachten. So sackte der S&P 500 beispielsweise am 9. September aufgrund einer Äußerung des Fed-Mitglieds Eric Rosengren fast zwei Prozent ab. Erst zur Mitte des Monats kam etwas mehr Ruhe auf, als die Notenbanker in ihrer Septembersitzung von einem Zinsschritt Abstand nahmen. Fed-Chefin Janet Yellen verwies indes im Nachgang der Sitzung darauf, dass ein Zinsschritt keinesfalls vom Tisch sei. Die Währungshüter agierten vielmehr stets mit Blick auf die volkswirtschaftliche Datenlage. Sollte sich die Konjunktur in den USA in den kommenden Monaten also verbessern, dann dürfte auch das Thema Zinserhöhung wieder zum Tragen kommen.  Die einzelnen Sektoren zeigten im Berichtsmonat ein heterogenes Bild. Banken zum Beispiel gaben im September im Schnitt mehr als vier Prozent ab und auch Basiskonsumgüter notierten tief in den roten Zahlen. Im Gegenzug stand bei Titeln aus dem Energiesektor und dem IT-Bereich im Schnitt ein deutliches Plus zu Buche.  Einmal mehr machte der Telefon- und Computerhersteller Apple von sich reden. Die siebte Version des iPhones verkaufte sich trotz geringer Neuerungen in den ersten Wochen besser als zu erwarten war. Ein Grund dafür sind die Schwierigkeiten des Konkurrenten Samsung, dessen neuestes Smartphone zurückgerufen werden musste und der darüber hinaus mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Unter dem Strich stieg die Aktie von Apple um 6,6 Prozent.  Tief ins Minus rutschte hingegen das Papier von Wells Fargo, nachdem bekannt geworden war, dass die Mitarbeiter der Bank rund zwei Millionen Scheinkonten eröffnet hatten, um interne Quoten zu erfüllen. Der Titel gab im September fast 13 Prozent ab.

Fernost

Asiatische Aktienmärkte mit uneinheitlicher Entwicklung: Die Aktienmärkte der aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften verzeichneten insgesamt anhaltende Kursgewinne. Der MSCI Far East ex Japan Index legte im September um insgesamt 1,3 Prozent in lokaler Währung zu ( 1,7 Prozent auf US-Dollarbasis). Dies stellt erneut eine solide Entwicklung dar, da sich der MSCI World Index in lokaler Währung gerechnet als insgesamt stabil erwies ( 0,4 Prozent auf US-Dollarbasis). Die chinesischen Börsen vollzogen im abgelaufenen Monat eine divergierende Entwicklung. Während der Shanghai Composite Index 2,6 Prozent verlor, verzeichnete der Hang Seng Index in Hongkong ein Kursplus von 1,4 Prozent. Möglicher Erklärungsansatz könnte die geplante Errichtung des sogenannten „Shenzen-Hongkong Stock Connect“ sein, die im August 2016 verkündet wurde. Diese Anbindung der Börse in Shenzen an den Finanzplatz Hongkong eröffnet chinesischen und internationalen Investoren ein deutlich erweitertes Anlageuniversum an den Börsenplätzen Shenzen und Hongkong. Ferner deuteten die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten auf eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung hin. Die Immobilienpreise in den wichtigsten Städten des Landes setzten ihren Erholungstrend fort und stiegen im August 2016 um 7,3 Prozent im Jahresvergleich an. Und auch die chinesischen Einzelhandelsumsätze (August: 10,6 Prozent im Jahresvergleich nach 10,2 Prozent im Vormonat) und die chinesische Industrieproduktion (August: 6,3 Prozent im Jahresvergleich nach 6,0 Prozent im Vormonat) zeigten moderate Belebungszeichen. In Indien verlor der Leitindex Sensex im abgelaufen Monat rund 2 Prozent. Grund waren unter anderem die wieder aufkeimenden politischen Spannungen zwischen Indien und Pakistan in der umkämpften Grenzregion Kaschmir. Über China und Indien hinaus wiesen die asiatischen Börsen einen uneinheitlichen Trend auf. Positive Entwicklungen waren insbesondere in Singapur (Straits Time Index: 1,4 Prozent) und Taiwan (TAIEX Index: 1,1 Prozent) zu beobachten, während die Börsen in Indonesien (IDX Composite Index: -0,4 Prozent) und insbesondere in Thailand (Bangkok SET Index: -4,2 Prozent) Kurseinbußen hinnehmen mussten.

Japan

Börse in Tokio mit moderaten Kurseinbußen: Nach den soliden Kurssteigerungen der beiden Vormonate verzeichnete der japanische Aktienmarkt im September moderate Kurseinbußen. Der Leitindex NIKKEI 225 verlor 2,6 Prozent, der marktbreite TOPIX Index sank nur leicht um 0,5 Prozent. Im internationalen Vergleich schnitt die Börse in Tokio somit unterdurchschnittlich ab, da der MSCI World Index in lokaler Währung gerechnet eine insgesamt unveränderte Kursentwicklung aufwies. Im Fokus der Kapitalmarktteilnehmer stand die Sitzung der japanischen Notenbank am 20. September 2016, in der die Währungshüter einen strategischen Richtungswechsel vollzogen. Zukünftig strebt die Bank of Japan eine Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihe um die Nullprozent-Marke an, was de facto einen Schwenk weg von weiterer geldpolitischer Expansion hin zur Erreichung einer Zielrendite bedeutet. An den Kapitalmärkten wurde die geldpolitische Entscheidung der japanischen Notenbank zurückhaltend aufgenommen, da ein Renditeziel für die 10-jährigen japanischen Staatsanleihe um Null Prozent (Wert per Ende September: -0,1%) zunächst keine weiteren monetären Stimulierungsmaßnahmen impliziert. Dementsprechend verzeichnete der japanische Aktienmarkt im Nachgang der Notenbanksitzung moderate Kursverluste von zwei bis drei Prozent. Der Japanische Yen wertete im September 2016 insgesamt um weitere zwei Prozent gegenüber dem US-Dollar auf, zeigte jedoch seit dem 20. September eine weitgehend stabile Entwicklung.  Im Umfeld moderat rückläufiger Aktienkurse an der japanischen Börse infolge des Strategiewechsels der Notenbank und eines anhaltend starken Yens zählten die zyklischen Sektoren Automobil und Banken zu den Verlierern. Die Aktienkurse der Automobilkonzerne Toyota (-7,4 Prozent) und Honda (-8,9 Prozent) brachen in ähnlichem Maße ein wie die der wichtigen Bankenwerte Mitsubishi UFJ Financial Group (-10,5 Prozent) und Sumitomo Mitsui Financial Group (-6,7 Prozent). Im Gegenzug legten Titel aus defensiven Branchen wie Konsum (z.B. Japan Tobacco: 2,8 Prozent), Telekommunikation (z.B. KDDI: 2,6 Prozent) und Einzelhandel (z.B: Seven & I Holding: 9,1 Prozent) zu.

Weltweit

Globale Börsen tendieren seitwärts: Die globalen Aktienmärkte haben im September ihren Seitwärtstrend fortgeführt, der MSCI World Index beschloss den Monat in lokaler Währung unverändert. Unsicherheiten bezüglich der künftigen geldpolitischen Ausrichtung in den USA, der Eurozone und in Japan beherrschten das Marktgeschehen in weiten Teilen. Die Kurse in den Vereinigten Staaten verschlechterten sich geringfügig, der Dow Jones Dow Jones Industrial Average Index gab auf Monatssicht 0,5 Prozent ab. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,2 Prozent. Hier liefen bis zur Monatsmitte teils erhebliche Abschläge auf, erst mit der Sitzung der US-Notenbank Fed kam etwas Ruhe in den Markt.  Auch in Europa hielten sich die Verluste in Grenzen, der EUROSTOXX 50 schloss 0,7 Prozent leichter, der STOXX 600 fiel um 0,2 Prozent. Zu den größten Verlierern gehörten Banken und Telekommunikationskonzerne, wohingegen der Sektor Grundstoffe im Schnitt deutliche Kurszuwächse verzeichnete. Für einen Kursrücksetzer auf breiter Front hatte die Europäische Zentralbank gesorgt: Die Notenbanker hatten den Hoffnungen auf eine Ausweitung des monatlichen Wertpapierankaufprogramms fürs Erste eine Absage erteilt. Allerdings wurde den Märkten eine etwaige Verlängerung in Aussicht gestellt. Nach den soliden Kurssteigerungen der beiden Vormonate verzeichnete der japanische Aktienmarkt im September moderate Kurseinbußen. Der Leitindex NIKKEI 225 verlor 2,6 Prozent, der marktbreite TOPIX Index sank nur leicht um 0,5 Prozent. Im Fokus der Kapitalmarktteilnehmer stand die Sitzung der japanischen Notenbank am 20. September 2016, in der die Währungshüter einen strategischen Richtungswechsel vollzogen. Zukünftig strebt die Bank of Japan eine Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihe um die Nullprozent-Marke an. In den aufstrebenden Volkswirtschaften stiegen die Kurse in lokaler Währung im Schnitt um 0,2 Prozent. Vor allem in Asien fielen Gewinne an, der MSCI Far East ex Japan Index legte in lokaler Währung um 1,3 Prozent zu.

Die Rentenmärkte

Eurozone

OPEC-Pläne stützen Anleihen von Rohstoffproduzenten: Europäische Anleihen außerhalb des Euroraumes entwickelten sich im September sehr heterogen. Es gab in diesem Monat keinen generellen übergeordneten Trend, der Gültigkeit für alle Märkte gehabt hätte. Von den großen Notenbanken gingen ebenfalls gemischte Signale aus. Während die Europäische Zentralbank mit ihrer passiven Haltung für Enttäuschung sorgte, war die Zurückhaltung der US-Notenbank vor allem für Papiere aus den aufstrebenden Volkswirtschaften Osteuropas eine positive Nachricht. Im Wesentlichen waren im vergangenen Monat aber länderspezifische Themen für die größeren Kursausschläge verantwortlich. Zu den Gewinnern zählten Papiere aus Tschechien und Russland. In unserem Nachbarland fielen einige Wirtschaftsdaten schwächer als erwartet aus und sorgten für weiter fallende Renditen. Anleihen mit einer zehnjährigen Restlaufzeit rentierten fast 40 Basispunkte tiefer als noch Ende August. In Russland sorgte vor allem die überraschende Absichtserklärung der OPEC auf ihrem informellen Treffen in Algerien für Unterstützung bei Staatsanleihen. Dort konnten sich die führenden Nationen auf Pläne zu einer Förderbegrenzung verständigen. Ziel dieser Maßnahme sollen höhere Ölpreise sein, die sich stützend auf die Haushaltslage Russlands auswirken würden. Auf der Verliererseite waren Anleihen aus Polen zu finden. Neben den Einzelhandelsumsätzen verbesserten sich dort auch die Daten zur Industrieproduktion, Gute Nachrichten kamen auch vom Arbeitsmarkt. Darüber hinaus stieg der Einkaufsmanagerindex unerwartet an. Die besseren Konjunkturdaten sorgten für steigende Renditen über die gesamte Zinsstrukturkurve hinweg. Kursverluste gab es zudem auch bei langlaufenden Staatsanleihen aus Großbritannien. Nach dem Brexit-Votum zeigten sich viele Volkswirte skeptisch und Anleger veräußerten oder reduzierten ihre Bestände daraufhin stark. Auch wenn die britische Wirtschaft nicht gerade floriert, so kam es doch bislang nicht zu dem befürchteten Einbruch. Darüber hinaus gab es auch noch steigende Renditen in Skandinavien. Sowohl in Schweden als auch in Norwegen gaben die Kurse für langlaufende Staatspapiere somit leicht nach.

Euro-Outs

EZB sorgt für Enttäuschung: Der September begann am europäischen Rentenmarkt zunächst freundlich. In Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungsschritte der Europäischen Zentralbank setzte sich der Trend zu niedrigeren Renditen fort, die mit Kursgewinnen einhergingen. Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit rentierten bei minus 13 Basispunkten. Die Erwartungen an die Notenbanker waren hoch gesteckt. Marktteilnehmer gingen davon aus, dass die Währungshüter die Ankaufprogramme über das geplante Ende im März 2017 hinaus verlängern würden. Letztlich entschied sich der EZB-Rat jedoch dafür vorerst weiter abzuwarten, was für große Enttäuschung sorgte. Die passive Haltung dürfte einerseits der vorangegangenen Sommerpause geschuldet gewesen sein. Andererseits, und das war dann noch die gute Nachricht in der anschließenden Pressekonferenz, prüfen die Notenbanken derzeit Wege, wie das Kaufprogramm angepasst werden kann. Mit den aktuellen Vorgaben drohen der EZB noch vor März die Papiere auszugehen. Immer wieder wird deshalb eine Anpassung des Kapitalschlüssels angedacht, was politisch jedoch heikel ist. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für weitere Maßnahmen im Oktober nun hoch ist, sorgte die Enttäuschung für einen kräftigen Renditeanstieg. Innerhalb kürzester Zeit rentierten Bundesanleihen wieder mit plus acht Basispunkten. Anleihen aus den Peripherieländern kamen ebenfalls unter Druck. Zum Monatsende hin stabilisierte sich das Marktumfeld dann aber wieder deutlich. Papiere aus den Kernstaaten des Euroraumes entwickelten sich dabei tendenziell besser als Peripherieanleihen. Für Verunsicherung sorgte zudem der Bankensektor. Im Mittelpunkt stand hier die Deutsche Bank. Strafzahlungen aus Rechtsstreitigkeiten lassen eine Kapitalerhöhung wahrscheinlich werden. Darüber hinaus sorgten die Probleme Italienischer Banken für eine schlechte Entwicklung von italienischen Staatsanleihen. Auch die Haushaltslage in Portugal gibt Anlass zur Sorge. Sollte dies zu einer Ratingherabstufung führen, würde die Unterstützung durch die EZB wegfallen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index gewannen europäische Staatsanleihen im September dank der Kernanleihen dennoch 0,2 Prozent an Wert.

USA

US-Notenbank erhöht (vorerst) nicht die Zinsen: In der ersten Monatshälfte stand der US-Rentenmarkt unter leichtem Abgabedruck. Die Renditen für langlaufende Staatsanleihen stiegen dabei moderat an. Den größten Einfluss darauf hatten die Entscheidungen der großen Notenbanken. Zunächst konnte sich der US-Markt den Vorgaben aus Europa nicht entziehen. Dort sorgte die Europäische Zentralbank auf ihrem September-Treffen für eine Enttäuschung. Marktteilnehmer rechneten damit, die Währungshüter würden ihre Ankaufprogramme anpassen, was jedoch nicht geschah. Im Nachgang dazu kam es zu steigenden Renditen, die mit Kursverlusten einhergingen. Danach waren alle Augen auf die US-Notenbank gerichtet. Nach zuletzt relativ guten Konjunkturdaten gingen einige Analysten davon aus, die Notenbanker könnten die Leitzinsen erneut anheben. Die Fed entschied sich letztlich jedoch weiter abzuwarten. Die Enttäuschung darüber und die damit verbundenen Sorgen um die US-Wirtschaft führten dann zu wieder rückläufigen Renditen. Auf dem nächsten Treffen der US-Notenbank im November erscheint ein Zinsschritt ebenfalls unwahrscheinlich, weil wenige Tage später die Präsidentschaftswahl auf der Agenda steht. Für viele Investoren ist eine Leitzinserhöhung noch nicht vom Tisch. Schließlich steht noch im Dezember ein letztes Notenbanktreffen für dieses Jahr aus. Damit die Fed dort tätig werden kann, müssten sich die Konjunkturdaten bis dahin jedoch verbessern. Unsicherheiten im europäischen Finanzsektor ließen die Kurse von US-Schatzanweisungen zum Monatsende hin wieder etwas steigen. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) ergab sich für den Gesamtmarkt im September dennoch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent.  Mit Blick auf den Wahlausgang im November ist in den kommenden Wochen, in Abhängigkeit von den Umfragewerten, mit einer erhöhten Schwankungsbreite zu rechnen. Die politische Ausrichtung von Hillary Clinton ist hinreichend bekannt und planbar. Ihr Konkurrent um das Weiße Haus, Donald Trump, gilt hingegen als schwer einzuschätzen. Sein zukünftiger Kurs ist mit vielen Fragezeichen behaftet, weshalb steigende Umfragewerte von ihm die Unsicherheit der Marktakteure erhöhen dürfte.

Weltweit

Notenbanken warten weiter ab: Der September begann am europäischen Rentenmarkt zunächst freundlich. In Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungsschritte der Europäischen Zentralbank setzte sich der Trend zu niedrigeren Renditen fort, die mit Kursgewinnen einhergingen. Letztlich entschied sich der EZB-Rat jedoch dafür vorerst weiter abzuwarten, was für große Enttäuschung sorgte. Die gute Nachricht in der anschließenden Pressekonferenz war jedoch, dass die Notenbanken derzeit Wege prüfen, wie das Kaufprogramm angepasst werden kann. Zum Monatsende hin stabilisierte sich das Marktumfeld dann wieder. Papiere aus den Kernstaaten des Euroraumes entwickelten sich dabei tendenziell besser als Peripherieanleihen. Für Verunsicherung sorgte zudem der Bankensektor. Auch die Haushaltslage in Portugal gab Anlass zur Sorge. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index gewannen europäische Staatsanleihen 0,2 Prozent an Wert. In der ersten Monatshälfte stand der US-Rentenmarkt unter leichtem Abgabedruck. Die Renditen für langlaufende Staatsanleihen stiegen dabei moderat an. Im weiteren Monatsverlauf waren dann alle Augen auf die US-Notenbank gerichtet. Nach zuletzt relativ guten Konjunkturdaten gingen einige Analysten davon aus, die Notenbanker könnten die Leitzinsen erneut anheben. Die Fed entschied sich letztlich jedoch weiter abzuwarten. Die Enttäuschung darüber und die damit verbundenen Sorgen um die US-Wirtschaft führten dann zu wieder rückläufigen Renditen. Unsicherheiten im europäischen Finanzsektor ließen die Kurse von US-Schatzanweisungen zum Monatsende hin wieder etwas steigen. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) ergab sich für den Gesamtmarkt im September dennoch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Der US-Wahlkampf könnte in den nächsten Wochen für größere Schwankungen sorgen. Europäische Unternehmensanleihen traten zuletzt auf der Stelle. Die Papiere, die nicht unter das Kaufprogramm der EZB fallen entwickelten sich sogar etwas besser. Anleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften legten weiter zu. Hier stützte der Umstand, dass die US-Notenbank auf eine Erhöhung der US-Leitzinsen verzichtete.

Unternehmensanleihen

Gesamtmarkt tendiert seitwärts: Im September tendierte der breite Markt für europäische Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade unter Schwankungen letztlich seitwärts. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) weiteten sich auf Indexebene (BofA Merrill Lynch Euro Corporate Index, ER00) leicht um vier Basispunkte aus. Die Europäische Zentralbank war im Rahmen ihres Ankaufprogramms (CSPP) weiterhin im Markt. Mit dem Ende der Sommerpause stiegen auch die Umsätze etwas, sodass die Ankaufsvolumina der EZB im Vergleich zu den hinter uns liegenden Sommerwochen anstiegen. Die allgemeine Belebung war auch am Primärmarkt abzulesen. Dabei war zu beobachten, dass die Neuemissionen, von denen eine nicht unerhebliche Zahl im Fremdwährungen wie etwa US-Dollar denominiert war, mehrheitlich nur mit einer geringen Prämie gegenüber Papieren am Sekundärmarkt angeboten wurden. Die Nachfrage nach neuen Papieren war trotz der teils geringen Prämien weiterhin gut. Die Entwicklung vieler neuer Titel im folgenden Sekundärmarkthandel zeigte sich stabil. Unternehmen wie Sanofi, die Deutsche Bahn sowie Unilever konnten im freundlichen Marktumfeld ihre Neuemissionen sogar mit negativer Rendite platzieren. Ein Phänomen, dass bislang an den Kern-Staatsanleihen, etwa bei Bundespapieren, zu beobachten war. Mit Blick auf Einzelereignisse einigte sich der Bayer-Konzern mit Monsanto auf eine Übernahme. Bayer wird für die Transaktion neben Eigenkapital rund 38 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital aufnehmen müssen und sich entsprechend am Finanzmarkt refinanzieren wollen. Die Senior-Anleihen reagierten angesichts der drohenden Anleiheflut zur Finanzierung der Übernahme mit Spreadausweitungen, während nachrangige Hybridpapiere sogar rückläufige Risikoprämien aufwiesen. Darüber hinaus geriet im Monatsverlauf der Bereich der Finanzanleihen unter Druck. Die ungelösten Probleme im italienischen Bankensektor und die Schadensersatzforderung des US-Justizministeriums gegenüber der Deutschen Bank - anfänglich rund 14 Milliarden US-Dollar - belasteten. Auf Indexebene verbuchten Finanzanleihen mit Senior- und Nachrangstatus (BofA Merrill Lynch, EB00 und EBSU) leichte Verluste und anziehende Risikoprämien.

Emerging Markets

Uneinheitliche Entwicklung: Der September zeigte sich an den Schwellenländer-Rentenmärkten zweigeteilt. Während in der ersten Monatshälfte die Unsicherheit um einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank die Stimmung trübte, entwickelten sich die Märkte in der zweiten September-Hälfte freundlich. Unterstützung erhielten Anleihen aus den Emerging Markets (EM) erneut von kräftigen Mittelzuflüssen. Insgesamt flossen rund fünf Milliarden US-Dollar in Renten-EM-Fonds. Zunächst richteten sich aber alle Augen auf die US-Notenbank: Nicht wenige Marktteilnehmer gingen – nach Äußerungen verschiedener Fed-Mitglieder – vor der Sitzung am 21. September von steigenden Zinsen in den USA aus. Doch einmal mehr ließ die Fed ihre Geldpolitik mit Verweis auf die unsichere Datenlage unverändert. Da Schwellenländer-Investments mit höheren US-Zinsen unattraktiver geworden wären, reagierten EM-Anleihen erleichtert. Insbesondere lokale Papiere und Währungen profitierten. Weitere Bewegung brachte die überraschende Einigung der OPEC-Staaten auf eine Begrenzung der Ölförderung. Nur wenige Analysten hatten mit diesem Schritt gerechnet, der Ölpreis zog entsprechend an. Insgesamt gewann Öl der Sorte Brent im Monatsvergleich 4,5 Prozent an Wert. Auch Anleihen und Devisen verschiedener ölexportierender Länder konnten vereinzelnd zulegen. So wertete der Russische Rubel gegenüber dem US-Dollar um fast drei Prozent auf. Leicht belastend wirkte hingegen Flut an Neuemissionen: Papiere im Gesamtwert von 27 Milliarden US-Dollar wurden im September neu am Markt platziert. Sie wurden zwar insgesamt gut von den Investoren aufgenommen, dennoch sorgte diese Entwicklung mit dafür, dass EM-Rentenanlagen auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Div. Index) nur ein moderates Plus von 0,4 Prozent verzeichneten. Die Risikoaufschläge (Spreads) gingen unter Schwankungen marginal um zwei auf 336 Basispunkte zurück. Wenig Einfluss auf die Märkte hatte hingegen die Rating-Herabstufung der Türkei durch Moody’s. Mit der Senkung der Note auf Ba1 liegt der Staat nun auch im Durchschnittsrating im High Yield-Bereich. Die Aktion war aber erwartet worden, sodass die Spreads in der Türkei nur um rund 25 Basispunkte anstiegen.

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