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Gelungener Deal Deutsche Rohstoff-Tochter Salt Creek Energy übernimmt produzierende Flächen in North Dakota

Gastautor: Björn Junker
22.11.2016, 11:45  |  541   |   |   

In den vergangenen Wochen hatte die mittlerweile in Mannheim angesiedelte Deutsche Rohstoff AG (WKN A0XYG7) bereits von ihren Tochtergesellschaften Cub Creek Energy und Elster Oil & Gas erfreulichen Nachrichten zur Produktion von Öl und Gas in den USA geliefert. Die heutigen Neuigkeiten der dritten US-Tochter Salt Creek Energy aber setzen dem die Krone auf. Denn Salt Creek übernimmt eine Fläche von 726 Hektar im Williston Basin, auf der sich bereits 60 produzierende (!) Bohrungen befinden. Und in den kommenden drei Jahren bis fünf Jahre sollen noch einmal 90 Bohrungen hinzukommen!

Salt Creek wird dabei im Schnitt einen Anteil von ca. 8% an den Bohrungen halten, die man aber nicht selbst betreibt. Das überlässt man einigen der größten und bekanntesten Öl- und Gasproduzenten der USA wie der Hess Corporation, EOG Resources oder Statoil. Auf jeden Fall entfallen bereits jetzt – rückwirkend zum 1. September dieses Jahres – rund 550 Barrel Öläquivalent pro Tag (boepd) auf Salt Creek, sodass auch die Erlöse (und Kosten) bereits dem Unternehmen zugerechnet werden.

Salt Creek rechnet damit, dass man 2017 bei einem angenommen WTI-Ölpreis von im Schnitt 50 USD pro Barrel so bereits einen Umsatz von 6,5 Mio. USD und ein EBITDA von 4,8 Mio. USD verbuchen kann. Schon jetzt schöne Zahlen, die aber in den kommen Jahren noch ganz erheblich steigen dürften, wenn nach und nach die zusätzlichen 90 Bohrungen abgeteuft und zur Produktion gebracht werden.

Denn man schätzt den Gesamtumsatz aller Bohrungen des Projekts verteilt auf einen Zeitraum von 20 Jahren auf mehr als 200 Mio. USD, woraus ein EBITDA von mehr als 140 Mio. USD resultieren soll. Dafür müssen aber alle geplanten Bohrungen auch tatsächlich durchgeführt werden, wie erwartet produzieren und der Ölpreis sich im angenommenen Rahmen bewegen. (Hier legte man die WTI-Terminkurve vom 15. November 2016 zugrunde.)

Sehr positiv ist auch, dass man derzeit davon ausgeht, den Kostenanteil von Salt Creek an den zukünftigen Bohrungen zum größten Teil aus dem Cashflow der bereits produzierenden Bohrlöcher finanzieren zu können, sodass dafür keine oder nur eine geringe zusätzliche Finanzierung anfallen sollte.

Natürlich gibt es dieses vielversprechende Asset nicht umsonst: Es werden 38,1 Mio. USD als Kaufpreis fällig, die über eine Kombination von Eigenkapital- und Fremdkapital finanziert werden sollen. Dazu gehört ein Darlehen einer US-Bank, das auf die erworbenen Reserven abgestellt ist. Die Deutsche Rohstoff jedenfalls wird nach Vollzug der Transaktion voraussichtlich einen Anteil von 90% an Salt Creek besitzen.

Wir sind der Ansicht, dass Salt Creek und der Deutsche Rohstoff hier ein hervorragender Deal gelungen ist. Schließlich stehen einem Kaufpreis von 38,1 Mio. USD ein – wenn alles planmäßig verläuft – Umsatz von über 200 und ein EBITDA von ca. 140 Mio. USD gegenüber. Und sollte sich der Ölpreis besser entwickeln als in diesen Berechnungen angenommen, dürfte auch noch erhebliches Upside bestehen.


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