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Einlagensicherung Einlagensicherung - Bausparkassen schränken Einlagen-Garantien ein! Nur der Anfang?

23.11.2016, 09:19  |  4316   |   |   

Für viele deutsche Sparer ist sie ein wichtiger Grund, Geld bei dem einen oder anderen Geldhaus anzulegen: die Einlagensicherung. Das ist auch bei den Bausparkassen nicht anders. Doch hier müssen sich die Sparer bald ganz schön warm anziehen. Denn: Die privaten Bausparkassen schaffen ihre Einlagensicherung ab.

Das ist ein Hammer und womöglich erst der Anfang? Die privaten Bausparkassen erteilen der bislang geltenden Zusatzabsicherung ihrer Kundengelder eine Absage. Gemeint ist die zusätzliche Absicherung von Einlagen über 100.000 Euro. Bis zu dieser Summe gilt die gesetzliche Einlagensicherung. Alles darüber gilt als freiwillige Leistung - war aber bislang Usus. Aufgrund der Niedrigzinsen sind die Bausparkassen unter Druck geraten und müssen Kosten sparen, so die Begründung. Da gilt es, sich kostspieliger Altverträgen zu entledigen und nun auch die zusätzliche Einlagensicherung zu kappen. Die Maßnahme soll bis zum 28. Februar 2017 umgesetzt werden.

Kein zusätzlicher Schutz mehr - Was ist zu tun?

Dem Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds gehören zehn private Bausparkassen an - die größten darunter Wüstenrot und die BHW. Insgesamt weisen die zehn Institute Einlagen von 50 Milliarden Euro auf. Die Gelder über der gesetzlichen Grenze belaufen sich dem Bericht zufolge auf 2,1 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,3 Milliarden Euro auf die Altbestände institutioneller Kunden, meistens Versicherer. Aus dem klassischen Bauspargeschäft stammen 760 Millionen Euro, die über der gesetzlichen Sicherungsgrenze liegen. Das sind 19.000 Bausparverträge oder 0,2 Prozent des Bestandes dieser Institute.

Was sollen Kunden nun tun? Für diese Privatkunden gibt es genauso wie für die alten Einlagen der Versicherer künftig keinen zusätzlichen Schutz mehr. Der Verband der Privaten Bausparkassen empfiehlt den Privatunden, ihre Einlagen, die über 100.000 Euro liegen, auf andere Bausparkassen zu verteilen. Der Bausparer weist im Durchschnitt Einlagen von nur 5.500 Euro auf.



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