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De-Regulierung durch Trump! Ein Segen für Trader?!

Gastautor: Sebastian Hell
23.11.2016, 13:09  |  700   |   |   

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

der neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump, hat mehrfach gesagt, dass er sich die strengen Regulierungen, die nach der Finanzkrise eingeführt wurden, näher ansehen wird. Allgemein geht die Finanzbranche davon aus, dass Trump einige Regulierungsgesetze zurücknehmen wird, um Arbeitsplätze zu schaffen. Besonders im Fokus ist das Dodd-Frank-Gesetz welches das Leben von Tradern und Brokern in den USA besonders erschwert hat. Hierzu gehören extreme Kapitalanforderungen von mindestens 20 Millionen US-Dollar für Broker, Hebelbeschränkungen für das Trading von 1:50, Verbot von CFDs, Verbot der Annahme von US-Kunden für Broker die nicht in den USA ansässig und reguliert sind sowie vieles mehr!

Was passiert wenn Trump „Dodd-Frank“ kippt?

Ein Aussetzen oder Aufweichen von „Dodd-Frank“ könnte den US-Markt für europäische Broker wieder öffnen. Auch Amerikaner wären dann womöglich frei Konten in der EU zu eröffnen. Zudem würde die Produktvielfalt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wieder zunehmen.

Wie profitieren Trader?

Man kann die USA in vielem als Vorreiter ansehen. Wird die Regulierung dort verringert, was aktuell auch die Hoffnung vieler Bank-Aktionäre ist, könnten andere Regionen und Länder folgen. Der Druck würde steigen, dass eine sogenannte „Regulierungs-Arbitrage“ verhindert wird. Hierunter versteht man, dass Unternehmen von einem stark regulierten Umfeld in ein weniger reguliertes abwandern, ohne den Zugang zu den Märkten zu verlieren.

Ein Beispiel hierfür wäre, wenn ein Broker seine englische oder deutsche Lizenz abgibt und dafür nach Zypern abwandert (wobei man sagen muss, dass die Regulierung in Zypern mittlerweile stark anzieht). In jedem Fall könnten dann Diskussionen wie CFD-Verbote, Hebelbeschränkungen, Werbeverbote und vieles mehr vom Tisch sein. Ob es allerdings dazu kommt oder ob die EU den gegensätzlichen Weg aus Trotz einschlägt, um Trump „eines auszuwischen“ wird sich zeigen. Dies wäre dann das absolute Ende der europäischen Finanzindustrie zu Gunsten der USA!

 

Ihr Sebastian Hell

Geschäftsführer QTrade

www.qtrade.de

 



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Sebastian Hell hat International Finance in Deutschland und den USA studiert. Er berät Vermögensverwalter und Hedge Fonds bei der Umsetzung von Handelsstrategien und veröffentlicht regelmäßig im Auftrag von QTrade (www.qtrade.de) Kolumnen über die Finanzmärkte.

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