DAX+0,25 % EUR/USD0,00 % Gold-0,95 % Öl (Brent)0,00 %

Rentengipfel der Koalition Falsche Wahlversprechen: “Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent nicht finanzierbar"

23.11.2016, 17:18  |  2187   |   |   

Vor dem morgigen Koalitionsgipfel zur Zukunft der Rente warnen rund 50 SPD-Bundestagsabgeordnete vor zu hohen Versprechungen an Rentner und fordern eine obligatorische betriebliche Altersvorsorge. "Heute eine Anhebung des Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung auf 50 Prozent oder mehr zu versprechen, wäre nicht finanzierbar, nicht generationengerecht und daher unglaubwürdig", heißt es laut „Welt am Sonntag“ in einem Beschluss des "Netzwerks Berlin" in der SPD-Bundestagsfraktion.

Stärkung der betrieblichen Vorsorge

Sie plädieren mit Blick auf die Arbeitnehmer für eine "Haltelinie für die Beiträge nach oben". In ihrem achtseitigen Papier heißt es: "Spielräume für höhere Beiträge über 22 Prozent hinaus sehen wir nur in geringem Maße.“ Die betriebliche Altersvorsorge wollen die SPD-Politiker "für jedes Beschäftigungsverhältnis obligatorisch machen". Strikt wenden sie sich gegen ein Ende der Rente mit 67. "Wenn wir im Durchschnitt immer älter werden, müssen wir im Durchschnitt auch länger arbeiten", heißt es in dem Papier unter dem Titel "Sicherheit und Chancen: Für eine (Generationen-)gerechte Rente". Man brauche aber auch "keine Diskussion über eine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze, die über das 67. Lebensjahr hinausgeht“.

Breitere Basis für Rentenversicherung

Die SPD-Parlamentarier verlangen, die Ost-Renten auf West-Niveau anzugleichen. "Ost- und West-Renten dauerhaft nach unterschiedlichen Methoden zu berechnen, untergräbt das Vertrauen in Politik nachhaltig", schreiben sie. Außerdem fordern die Netzwerker, die Rentenversicherung auf eine breitere Basis zu stellen. "Wir wollen Selbstständige, die nicht Pflichtmitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk sind, verbindlich in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen", heißt es laut „WamS“ in dem Papier. Die damit verbundenen Mehreinnahmen dürften jedoch "nicht zur Finanzierung der aktuellen Rentenzahlungen verwendet werden. Sie müssen stattdessen in eine Demografierücklage fließen, die erst zur Stabilisierung des Rentenniveaus nach 2030 verwendet wird.“



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Nein,nein,..auf so etwas können wir uns in so einem Lande leider nicht mehr einlassen,liebe Genossen,denn die Aufgaben,der Betriebe,sind ja heute sehr ,sehr vielschichtig,weswegen die staatliche Ethik und Moral in dem einen oder anderen Betrieb zelebriert wird,wobei man oft den Profit,oder gar den gesunden Menschenverstand außen vor lässt,...
Ihr versteht schon,was ich meine,wenn Bonzen stets vor den Passagieren im Rettungsboot sitzen,dann ists egal,wenn die Butzen hernach krachen gehen,aber weniger schön,wenns wieder die Rentner trifft,deswegen haben Politiker eben auch ihre Pflichten und da,kann sich eben keiner mehr hinter irgendwelchen Säulen verstecken !
Wenn Ihr der Meinung seit,das so etwas funktioniert,dann garantiert doch wieder einmal die Ausschüttung,für die Rentner,legt das Geld für die Rente da an und macht Euch im Versagensfall auf ein paar nette Jährchen im knast gefasst,weil wir das dann ähnlich betrachten werden,wie zb einen schäbigen Wechselkbetrug,so würde es gehen !

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel