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DAX, EUR/USD & Co. – Das müssen Anleger wissen!
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DAX, EUR/USD & Co. – Das müssen Anleger wissen!

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
24.11.2016, 08:11  |  520   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt orientierten sich die meisten Werte zur Wochenmitte südwärts. Zwischenzeitlich größere Verluste konnten jedoch mit einem deutlich fallenden Euro eingegrenzt werden. Der DAX schloss 0,47 Prozent tiefer bei 10.662 Punkten. MDAX und TecDAX endeten 0,07 beziehungsweise 1,28 Prozent schwächer. Unter den 110 größten Werten gab es 81 Verlierer und nur 29 Gewinner. Das Abwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. Das Gesamtvolumen im Xetra-DAX betrug 95,5 Millionen Aktien im Wert von 3,26 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt 3,16). Mit Abstand stärkster Sektor war Technologie, gefolgt von Industrie und Immobilien. Am deutlichsten abwärts ging es Automobilwerten, Versicherern und Medienwerten. Die Infineon-Aktie belegte nach der Präsentation der Quartalszahlen den ersten Rang im DAX mit einem Aufschlag von 2,40 Prozent. Das Unternehmen konnte die Konsensschätzung beim Gewinn deutlich übertreffen. Volkswagen profitierte von einer Kaufempfehlung und schloss 1,99 Prozent höher. Linde rückte nachrichtenlos um 1,15 Prozent vor. Die rote Laterne im Leitindex hielt die Continental-Aktie mit einem Abschlag von 2,24 Prozent. Commerzbank und Daimler endeten 1,74 beziehungsweise 1,55 Prozent tiefer.

An der Wall Street verabschiedeten sich die Indizes vor dem heutigen “Thanksgiving” uneinheitlich aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial kletterte um 0,31 Prozent auf 19.083 Punkte und schloss damit den vierten Tag in Folge auf einem Rekordhoch. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 büßte hingegen 0,40 Prozent auf 4.854 Punkte ein. Gewinner und Verlierer hielten sich an der NYSE die Waage. Das Aufwärtsvolumen betrug 61 Prozent. 266 neuen 52-Wochen-Hochs standen 38 neue Tiefs gegenüber. Industriewerte, Finanzwerte und Rohstoffwerte waren am stärksten gesucht. Deutliche Verluste verbuchten hingegen Versorger, Immobilienwerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter. An der Dow-Spitze rangierte die Aktie von Caterpillar (+2,73%), gefolgt von American Express (+1,61%) und Verizon (+1,49%). Am anderen Ende des Indextableaus standen Microsoft (-1,17%), DuPont (-0,83%) und Intel (-0,78%). Von der konjunkturellen Seite lieferten der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, der Markit-Einkaufsmanagerindex sowie der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan positive Signale. Laut dem am Abend veröffentlichten Sitzungsprotokoll der letzten Fed-Sitzung, hielten die meisten Notenbank-Mitglieder eine Leitzinsanhebung “relativ bald” für angemessen.

Am Devisenmarkt präsentierte sich der US-Dollar befeuert von den besser als erwarteten Konjunkturdaten gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterlings fest. Der Dollar-Index haussierte um 0,64 Prozent auf 101,65 Punkte. Er beendete damit eine zweitägige Konsolidierung und markierte ein neues 13-Jahres-Hoch. Der Euro stand trotz solide ausgefallener Einkaufsmanagerindizes gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Yen unter Druck. EUR/USD fiel um 0,68 Prozent auf ein neues Jahrestief bei 1,0551 USD. Auffällige Stärke zeigte das Pfund Sterling, während der Yen kräftige Abschläge verzeichnete.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise endete trotz des festen Dollars 0,07 Prozent höher bei 371,23 Punkten. Ein überraschender Rückgang der US-Lagerbestände in der vergangenen Woche stützte die Rohölpreise nur kurzzeitig. Die Energy Information Administration (EIA) hatte einen Rückgang der Rohölvorräte um 1,26 Millionen Barrel gemeldet. Die Konsensschätzung lag bei einem Anstieg um 0,67 Millionen Barrel. Brent-Öl notierte am Abend 0,41 Prozent tiefer bei 48,92 USD. US-Erdgas legte um 0,94 Prozent auf 3,01 USD zu. Comex-Kupfer verteuerte sich um 2,87 Prozent auf 2,62 USD. Die Edelmetalle standen aufgrund des haussierenden Greenbacks und der steigenden Anleiherenditen deutlich unter Druck. Gold beendete den jüngsten Stabilisierungsversuch und rutschte um 1,87 Prozent auf ein 9-Monats-Tief bei 1.189 USD (1.127 EUR) ab. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,98 und 1,61 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,02 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem volatilen Geschäft drei Basispunkte höher bei 0,26 Prozent. Im Tagesverlauf schwankte sie zwischen 0,21 und 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,12 Prozent tiefer bei 161,15 Punkten. Der Kontrakt pendelte zwischen 160,31 und 161,72 Punkten und formte damit einen Outside Day. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte gestützt von den positiven US-Konjunkturdaten um fünf Basispunkte auf ein neues Jahreshoch bei 2,36 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg zuletzt um 0,18 Prozent auf 135,06 Punkte. Der Nikkei 225 zeigte nach dem gestrigen Feiertag relative Stärke und profitierte dabei vom schwachen Yen.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal, den ifo-Geschäftsklimaindex für den November sowie den GfK-Konsumklimaindikator für den Dezember. Von der Unternehmensseite stehen das Jahresergebnis von ThyssenKrupp und die Quartalszahlen von KWS Saat im Zentrum des Interesses. Daneben könnte die Lufthansa-Aktie unter der Ausdehnung des Piloten-Streiks auf den heutigen Tag leiden. Die Börsen in den USA bleiben feiertagsbedingt geschlossen. Am Freitag findet dort nur ein verkürzter Handel statt.

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Themen: DAX, EUR, USD


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