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Marktkommentar: Dr. Harald Preißler (BANTLEON): Positive Aktienmarktaussichten – unabhängig vom Wahlausgang in den USA
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Marktkommentar Dr. Harald Preißler (BANTLEON): Positive Aktienmarktaussichten – unabhängig vom Wahlausgang in den USA

Nachrichtenquelle: Asset Standard
08.11.2016, 00:00  |  14   |   |   

Wer am Ende ins Weiße Haus einzieht, spielt im Hinblick auf die mittelfristigen Finanzmarktperspektiven keine Rolle, meint Dr. Harald Preißler.

Ein äußerst ereignis- und wendungsreicher US-Präsidentschaftswahlkampf befindet sich auf der Zielgeraden. Es bleibt zu hoffen, dass der Ausgang unstrittig ist. Nichts wäre schädlicher, als eine wochenlange Hängepartie, bei der am Ende juristische Winkelzüge über den nächsten Präsidenten bestimmen.

Wer hingegen am Ende ins Weiße Haus einzieht, spielt nach unserer Einschätzung im Hinblick auf die mittelfristigen Finanzmarktperspektiven keine Rolle. Wegen der günstigen Weltwirtschaftsperspektiven bleiben die Aktienmärkte daher – unabhängig vom Wahlausgang – fundamental gut unterstützt.

Hillary Clinton hatte den Sieg im Rennen um das Weisse Haus so gut wie in der Tasche, bis ihr die E-Mail-Affäre erneut einen Stolperstein in den Weg legte. Wie das FBI am Wochenende bekannt gab, hat die Prüfung jedoch nichts Belastendes zutage gefördert – nur eine der zahllosen Wendungen in diesem ereignisreichen Wahlkampf.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Geschichte am Mittwoch tatsächlich vorbei und ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist. Nichts wäre schädlicher, als eine wochenlange Hängepartie, bei der am Ende juristische Winkelzüge über den Wahlausgang bestimmen.

Wer das Rennen hingegen macht, spielt nach unserer Überzeugung gar keine so grosse Rolle! Einen Game-Changer sehen wir selbst in einem Sieg  Donald Trumps nicht. Jenseits der aggressiven Rhetorik und der populistischen Nebelkerzen (beider Lager) sind die Unterschiede im »realistischen Kern« der Wahlprogramme – aus Börsensicht – nicht allzu gross. In beiden Fällen steht ein nachhaltiger Anstieg der staatlichen Infrastrukturinvestitionen bevor, der schlimmstenfalls die öffentliche Verschuldung in die Höhe treiben wird.

Das wäre für die Aktienmärkte zunächst einmal keineswegs eine schlechte Perspektive – für die Anleihenmärkte schon eher. Denn der fiskalische Nachfrageschub dürfte den momentan noch verhaltenen Inflationsdruck entscheidend verstärken. Das wiederum bringt die Fed unter Zugzwang, die auf einen strafferen Normalisierungskurs einschwenken müsste. Die Folge wäre ein kräftiger Anstieg der Kapitalmarktrenditen.

Unabhängig vom Wahlausgang  wird das Umfeld für die Anleihenmärkte somit anspruchsvoller. Neben der US-Geldpolitik dürfte dabei  auch die EZB eine gewichtige Rolle spielen. Die Rede ist von der im Dezember anstehenden Anpassung der QE-Parameter. Was immer der EZB-Rat beschliesst – am Ende ist der Pool der QE-fähigen Anleihen grösser als derzeit, was zulasten der Knappheitsprämie lang laufender Bundesanleihen geht.

Hinzu kommen die zahlreichen Belege für die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums – weltweit. Von China über die USA, Lateinamerika bis nach Europa haben die konjunkturellen Frühindikatoren nach oben gedreht. Der globale Einkaufsmanagerindex der Industrieunternehmen hat vor diesem Hintergrund im Oktober einen zweijährigen Höchststand erklommen, beim Pendant für die Dienstleister reichte es zumindest für ein neues Jahreshoch. Der daraus resultierende Wachstumsschub wird zwar nicht stark genug sein, um eine globale Reflationierung in Gang zu setzen. Er reicht aber aus, um die Deflationsrisiken zu mindern. Und das ist ein weiterer Minuspunkt für die Anleihenmärkte.

In Anbetracht dessen bleiben wir bei unserer vorsichtigen Bewertung der Ertragsperspektiven von deutschen Bundesanleihen. Für die Aktienmärkte stellen die politischen Störfeuer zwar ebenfalls eine Belastung dar. Die übergeordneten konjunkturellen Auftriebskräfte sollten jedoch am Ende die Oberhand behalten und deutlich höhere Bewertungen nach sich ziehen.

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Themen: Aktien, Anleihen, USA


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