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Ausblick 2017 – Deutsche Bank profitiert

Gastautor: Daniel Saurenz
25.11.2016, 07:00  |  751   |   |   

USA_SymbolDer erste Advent steht vor der Tür und damit läuten wir die “Jahresausblickssaison” ein. Mit dem Trump-Sieg in den USA steht für die Analysten ein Elefant im Raum, an dem man nicht vorbei kommt. Geopolitik spielt eine zunehmende Rolle, neben den Notenbanken und dem allgemeinen Bewertungsniveau. Im zweiten Teil unseres Beitrags schauen wir uns weiter den Ausblick von “Barings” an.

Den ersten Teil des Ausblicks finden Sie hier: Deutsche Bank, Daimler – Ausblick 2017

Da die Zentralbanken das Inflationsniveau  nicht allzu stringent im Zaum halten werden, gehen die Analysten von einem widrigeren Umfeld an den Staatsanleihemärkten der wichtigsten Industriestaaten aus, allen voran in den USA. Die Mischung aus Fed-Politik und Inflation wird darüber entscheiden, was mit dem US-Dollar passiert. Dies ist ein wichtiger und richtungsweisender Faktor für das Gewinnwachstum je Aktie in den USA und – was eventuell noch wichtiger ist – in den Schwellenländern.

Unsere aktuelle Auswahl an Aktienanleihen:

 Bayer PB8Q30
Daimler PB8QK5
Deutsche Telekom PB8QZ2
Linde PB8QR6
Merck PB8E71
Münchener Rück PB8Q03
SAP PB8E66
ThyssenKrupp PB8M5T
United Internet PB8DNU
Wirecard PB8Q19

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Frankfurt_Börse_Banken_3Im Jahr 2017 wird man laut Barings höhere Staatsanleiherenditen beobachten können, was den leistungsorientierten Vorsorgeplänen, die durch immer weiter steigende Verbindlichkeiten unter Druck geraten sind, eine große Erleichterung verschaffen dürfte. Auch Geschäftsbanken profitieren von höheren Renditen und steileren Kurven. Am Rentenmarkt könnten in jenen Anlageklassen Chancen zu finden sein, die ein relativ geringes Zinsänderungsrisiko aufweisen und dafür gleichzeitig Zugang zu Unternehmensrisiken bieten (wie US-Hochzinsanleihen).

Bewertungen

Das dritte Thema, das verfolgt wird, sind die Bewertungen von Vermögenswerten. Nach mehreren Jahren der ultralockeren Geldpolitik gibt es nur noch wenige Märkte, die offensichtlich einen Mehrwert bieten. Dies gilt für das gesamte Spektrum, angefangen von Aktien, die zu ihrer exakten Bewertung gehandelt werden, über Anleihen, die wenig Rendite bieten, bis hin zu einem fair bewerteten Immobiliensektor. Anleger werden flexibler sein und an mehreren Märkten intensiver suchen müssen, um Wertpotenzial zu finden.

Kleiner HinweisDeutschlands großes Börsenspiel, die TradingMasters der UBS, sind wieder im Gange und wie immer winken attraktive GewinneHier finden Sie weitere Informationen.

Börse-EZB-DAX3Für traditionelle Mischfonds (die sogenannten 60/40-Portfolios) wird es schwierig werden. Zunächst müssen Anleger bei der Betapositionierung dynamischer agieren. Anschließend müssen sie auf der Aktienseite mit sektorbasierten, thematischen und faktorbasierten Investitionen sowie mit Hilfe der Wertpapierauswahl Alpha identifizieren. Investoren müssen sich die Illiquiditätsprämie mancher Anlageklassen zunutze machen, insofern sie dafür die Erlaubnis ihrer Kunden erhalten.

Fazit

Anleger sollten sich auf Volatilität gefasst machen ( ein nützliches Tool kommt aus dem Hause UBS ). Zwar kann man nach wie vor von Investmentchancen profitieren, mit Blick auf das Verhältnis von Rendite zu Volatilität dürfte es laut Barings jedoch ein enttäuschendes Jahr werden. Die Portfoliodiversifizierung wird eine noch größere Herausforderung darstellen als gewohnt, da Aktien und Staatsanleihen gleichzeitig unter Druck geraten dürften.

Auch gehen die Experten von Barings davon aus, dass Währungen in globalen Multi-Asset-Portfolios weiterhin eine starke Quelle sowohl für die Rendite als auch die Volatilität darstellen. Devisen könnten sich als wirksame Möglichkeit zur Diversifizierung von Multi-Asset-Portfolios herausstellen und weniger liquide Anlageklassen könnten sich in diesem Umfeld nächstes Jahr letztendlich als ein sichererer Hafen erweisen.

Quelle: Barings



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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