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Aixtron: Das Scheitern ist vorprogrammiert

Gastautor: Holger Steffen
25.11.2016, 07:25  |  947   |   |   

Aixtron kämpft weiter darum, von dem chinesischen Investor GCI übernommen werden zu dürfen. Doch das Unternehmen dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auf verlorenem Posten stehen. Dennoch ist die Aktie mittlerweile wieder einen Blick wert.

Aixtron und GCI wollen mit den US-Behörden verhandeln, doch diese zeigen bislang die kalte Schulter. Jetzt liegt die Entscheidung beim Präsidenten und es gilt als unwahrscheinlich, dass dieser sich in seinen letzten Amtstagen über das negative Votum der zuständigen Behörde, des US-Committee on Foreign Investment in the United States, hinwegsetzt.

An der Börse scheint das längst berücksichtigt, die Zugewinne seit Bekanntgabe der Offerte sind verpufft. Allerdings hatten schon im Vorfeld Gerüchte um eine mögliche Übernahme die Aktie beflügelt. Insofern scheint bis zum Jahrestief bei 2,95 Euro durchaus Luft nach unten.

Dem steht entgegen, dass Aixtron mit den Zahlen zum dritten Quartal Anzeichen für eine moderate Besserung der Lage gesendet hat. Das EBITDA hat sich wieder der Break-even-Schwelle genähert, und der Auftragseingang ist - von niedrigem Niveau aus - kräftig um 35 Prozent auf 69 Mio. Euro angezogen.

Auch ohne GCI ist Aixtron kein Pleitekandidat, mehr als 160 Mio. Euro waren Ende September in der Kasse. Und es könnten sich ja durchaus Alternativen für GCI finden. Dem steht als Risiko gegenüber, dass das Gezerre um die Übernahme die aktuelle Geschäftsentwicklung belastet hat.

Bei einem Kurs von 4 Euro bietet die Aktie trotzdem ein verlockendes Chance-Risiko-Verhältnis. Von dem Showdown bei der GCI-Übernahme sollte man sich dabei nicht verrückt machen lassen, ein Scheitern ist vorprogrammiert - und sollte eingepreist sein.

Wertpapier: Aixtron


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