DAX+1,32 % EUR/USD-0,03 % Gold-0,26 % Öl (Brent)+1,84 %

OPEC unter Zugzwang Ölpreis quo vadis?

27.11.2016, 23:10  |  2213   |   |   

Am 30. November 2016 findet die nächste OPEC-Konferenz in Wien statt. Schon im Vorfeld wird heftig diskutiert, ob sich die OPEC zumindest auf eine Deckelung, besser noch eine Verminderung der Ölproduktion einigen kann. Unsichere Kandidaten bei der Einigung sind der Iran und Irak. Russische Aktien profitierten in der letzten Woche von dem Wahlsieg von Trump. Der MICEX-Index stieg sogar auf ein neues Allzeit-Hoch. Noch wichtiger für Russland ist aber der zukünftige Ölpreis. Putin würde sich mit einer Deckelung der Fördermenge einverstanden erklären, wenn auch die OPEC sich darauf auch einigen würde.

Ölpreis schwank stark vor der OPEC-Konferenz

 

Die Höhe der Ölpreise ist nicht nur für die russische Wirtschaft und die russische Haushaltseinnahmen von großer Bedeutung – über 50 Prozent der Haushaltseinahmen kommen aus den Öl- und Gassektor in Russland - , sondern global auch  für die zukünftige Inflationsrate, die ohnedies im nächsten Jahr stark ansteigen wird, da alle Rohstoffpreise in diesem Jahr stark gestiegen sind, insbesondere die Industriemetalle nach dem Wahlsieg von Trump.. In diesem Jahr stieg der Brentölpreis fast um 30 Prozent. Am 25. November brachen aber der Brentölpreis um 3,92 Prozent auf 47,12 US-Dollar/Barrel und der WTI-Ölpreis sogar um 4,3 Prozent auf 45,9 US-Dollar/Barrel ein. Zuvor stieg aber der Brentölpreis von 43 auf fast 50 US-Dollar/Barrel stark an.

 

International Ölagentur sieht Angebotsdefizite erst ab 2017

 

Es bestehen immer noch große Zweifel, dass sich der Iran und der Irak auf eine Deckelung der Fördermengen einigen können. Saudi-Arabien und Russland scheinen aufgrund der zunehmenden Haushaltslücken jetzt für eine Deckleung der Ölpreise bereit zu sein. Die Öllager sind aber in den USA immer noch sehr voll. Zudem will Trump die Umweltauflagen bei den Ölbohrungen für Schieferöl erleichtern. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) in den USA geht davon aus, dass erst ab 2017 das Ölangebot langsam fallen wird. Durch den schwachen Ölpreis gab es in diesem Jahr 250 Milliarden US-Dollar weniger an Investitionen. Die Schieferölproduktion nahm erst in den letzten Monaten etwas zu, die zuvor aber einbrach. Es  besteht daher Spielraum sowohl für langfristig steigende als auch für kurzfristig fallende Ölpreise.

 

Moskauer Börse und Rubel stark vom Ölpreis abhängig

 

Die Moskauer Börse profitierte in diesem Jahr nicht nur von dem stark gestiegenen Ölpreis, sondern auch von dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA. So stiegen russische  Öl-/Gasaktien wie Gazprom und LUKoil auf neue Jahres-Höchststände. Noch mehr stiegen aber die Kurse von russischen Stahl/Kohleaktien, da Trump auch diesen Sektor sehr favorisiert. Zudem hoffen die Anleger jetzt, dass Trump auch Infrastruktur-Investitionen im Volumen von 1 Billion US-Dollar vornehmen und damit auch das Wachstum in den USA erhöhen wird.

 

Moskauer Börse profitiert vom Trump-Effekt

 

Auch hoffen die Börsianer jetzt auf eine Entspannung in der Außenpolitik der beiden Großmächte USA und Russland, die unter Hillary Clinton hätte eskalieren können. Sogar ein 3. Weltkrieg war schon im Gespräch, vor dem der Investmentguru George Soros nach wie vor warnt. Russische Anleger jubeln jetzt über den Wahlsieg von Trump. Der russischen RTS-Index stieg zwar schon in diesem Jahr um über 30 Prozent gab aber am 25. November um 1,01 Prozent auf 1018 Indexpunkte nach, da die Ölpreise auch strak nachgaben. Der Euro erholte sich zum Rubel um 0,99 Prozent auf 68,81 EUR/RUB, verlor aber seit Februar zum Rubel um über 20 Prozent an Wert, womit deutsche Anleger Währungsgewinne für sich verbuchen konnten, was in den letzten beiden Jahren nicht der Fall war. Auffallend ist aber die globale Dollar-Stärke, so dass der Rubel zum US-Dollar bei 64,4 US-Dollar/Rubel relativ stabil blieb.

 

Bitcoins stark nachgefragt, Goldkurs bricht weiter ein

 

Der Euro brach nach dem Wahlsieg von Trump von 1,12  auf unter 1,06 EUR/USD ein und droht in Zukunft unter die Parität zu fallen. Aufgrund des starken US-Dollars und der stark gestiegenen US-Renditen bei den US-Staatspapieren fiel auch der Goldpreis auf unter 1200 US-Dollar und ist keinesfalls der „sichere Hafen“, denn dies scheint jetzt der US-Dollar zu sein. Der Goldpreis fiel schon in den letzten 3 Monaten um 11 Prozent von 1350 auf nunmehr nur noch 1182 US-Dollar/Unze, womit er seit Jahresbeginn aber noch über 10 Prozent im Plus ist. In den letzten 5 Jahren gab Gold trotz aller Krisen sogar um 31 Prozent von über 1900 auf nunmehr 1182 US-Dollar/Unze nach.

 

Langfristig ist Gold aber ein sehr guter Werterhalter, insbesondere bei Schwachwährungen mit hohen Inflationsraten. Wenn am 5. Dezember der italienische Primier die Wahl zu einer Verfassungsänderung verliert könnte es Neuwahlen in Italien geben, wo dann die 5- Sterne-Partei gewinnen könnte. Die  Sterne Partei aber will, dass Italien den Euro abschafft.  Im Mai könnte Le Pen die Präsidentschaftswahl gewinnen und das wäre dann das Ende der EU und des Euros, was bisher kaum einer im Kopf hat, denn die Spaltung Europas und das Ende des Euros wäre ein black swan für die Weltwirtschaft, aber ein Kaufgrund für Gold. Le Pen und der neue Präsidentschaftskandidat Francois Fillon von der konservativen Partei Frankreichs  sind für eine Annäherung an Russland. Russland könnte daher – so oder so - auch in 2017 im politischen und wirtschaftlichen Aufwind bleiben.

 

Stark gestiegen ist aber auch aus diesen Gründen der Wert der Kryptowährung Bitcoins auf über 700 BTC/EUR, die immer mehr als gute Alternative zu Gold betrachtet werden. Denn während der Goldpreis nach dem Wahlsieg von Trump stark einbrach, stiegen die Bitcoins auf neue Jahreshöchstkurse. Es gibt jetzt auch einige Finanzprodukte auf Bitcoins.

 

 

Erst informieren, dann investieren.

Der sehr treffsichere ESI-Seminar-Indikator steht auf „Hold“. Nach der Korrektur  im August/September 2015,  in der ersten Dezemberhälfte 2015 und  auch in den ersten  Handelswochen im neuen Jahr  (bis 12. Februar) bleibt auch die Moskauer Börse eine attraktive und stark unterbewertete Trading-Börse, die vom 21. bis 29. Januar 2016 sogar um 25 Prozent und vom 11. Februar  bis Mitte August    2016 um über 45 Prozent anstieg, was die großen Trading-Chancen selbst in einem Bärmarkt aufzeigt.  Die Moskauer Börse stieg nach dem Wahlsieg von Trump auf ein neues Allzeit-Hoch beim MICEX-Index auf Rubel-Basis und der RDX-Index auf Euro-Basis sogar um über 40 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und sind immer noch im Plus.

Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST)  mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.  Der letzte  EST erschien am 21. November   2016 mit der Vorstellung von einer    aussichtsreichen Automobil-Aktie.  

Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits  46 Prozent im Plus und die  die Goldaktien Highland Gold Mining  und Trans Sibirian Gold um über 100 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 70 Prozent, 58 Prozent und 279 Prozent ebenfalls kräftig im Plus. Waren Sie dabei? Im neuen EAST STOCK TRENDS wird ausführlich auf 10 Thesen für das Börsenjahr 2017  eingegangen, aber auch wie Sie durch Cross-Hedging vor einem Aktien-Crash schützen können oder sogar von fallenden Kursen profitieren können.

 Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können,  ist der neue monatlich erscheinende  Börsenbrief THE BIG PICTURE  (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 50 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 23. November 2016 in N-TV/Telebörse und am 24. November 2016 im „Aktionärs TV“ über aussichtsreiche Aktien in Russland  und über Rohstoffe befragt. Das nächste Radio-Interview ist am 1. Dezember 2016  in 13.00 Uhr in Börsen Radio Networks . Sie können sich das Interview hernach bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 121.

Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

Bestellen Sie jetzt auch den kostenlosen Newsletter von Andreas Männicke mit aktuellen News über die Welt- und Ostbörsen und eine  ausführliche Analyse der möglichen Auswirkungen des Trump-Erfolgs  sowie der OPEC-Konferenz unter www.andreas-maennicke.de.



Verpassen Sie keine Nachrichten von Andreas Männicke

Andreas Männicke ist Geschäftsführer der ESI East Stock Informationsdienste GmbH (www.eaststock.de), Herausgeber und Chefredakteur des EAST STOCK TRENDS, freier Mitarbeiter vom Emerging Markets Portal und Berater für Vermögensverwalter im Bereich Osteuropa. Er hat eine über 15 jährige Erfahrung mit den aufstrebenden Kapitalmärkten in Osteuropa und ist ein gefragter Interviewpartner in den Medien (u.a. bekannt aus NTV/Telebörse, N24, 3 SAT Börse, Bloomberg TV).

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer