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Interviews: Markus Peters (AB Europe): „Das gesamte Spektrum ausnutzen“
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Interviews Markus Peters (AB Europe): „Das gesamte Spektrum ausnutzen“

Nachrichtenquelle: Asset Standard
28.11.2016, 00:00  |  266   |   |   

Im Interview mit fundplat.com erklärt Markus Peters, Senior Portfolio Manager bei AB Europe, wie Anleger im liquiditätsübersättigten Markt noch Rendite erwirtschaften können.

Herr Peters, Staats- und bonitäts­starke Unter­nehmens­anleihen bringen in Europa kaum noch Ren­dite oder sind gar negativ. Wird das ewig so weiter­gehen?

Die Europäische Zentral­bank (EZB) kauft seit Juni Unter­nehmens­anleihen aus dem Euro­raum. Woche für Woche erwirbt sie Anleihen mit Invest­ment Grade Rating im Volumen von bis zu drei Milliarden Euro und pumpt so Liqui­dität in den Markt – mit dem Ziel, die Infla­tion anzufeuern.

Aufgrund der künstlich aufgeblähten Nach­frage bringt dieser Markt im Durch­schnitt jedoch kaum noch mehr als ein Prozent Rendite. Einige euro­päische Unter­nehmen können sich bereits nahezu zinsfrei Geld für fünf Jahre leihen. Rund 7 Prozent des Marktes weisen gar eine negative Rendite auf. Hier sprechen wir übrigens von Brutto­renditen vor Abzug von Gebühren.

Aus unserer Sicht wird sich an diesem Szenario auf absehbare Zeit auch wenig ändern. Die Kern­inflations­rate hält sich hart­näckig auf nur niedrigem Niveau und so wird die EZB wohl auch im kommenden Jahr eine sehr lockere Geld­politik favo­ri­sieren.

Die dadurch entstandene Zins­dürre drängt Anleger oft dazu, die vorhan­denen Barbestände gar nicht mehr anzuglegen oder aber sie werden in risiko­reichere Märkte wie zum Beispiel Schwellen­länder­anleihen und Aktien inves­tiert.

Wo sehen Sie noch Ertrags­chancen für Anleger mit einer geringeren Risiko­bereit­schaft?

Ein möglicher Ausweg für diese Heraus­forderung liegt in einem flexiblen, ausgewo­genen und dyna­mischen Port­folio. Anstatt ausschliesslich in Unter­nehmens­anleihen mit guter Bonität bei einer Durch­schnitts­rendite von einem Prozent zu inves­tieren, kann das Ausnutzen des gesamten Spektrums eine deutlich attrak­tivere Lösung sein. Mit einer hoch­fle­xiblen Invest­ment­stra­tegie, die die relative Sicherheit von Staats- und Unter­nehmens­anleihen aus dem Invest­ment-Grade-Bereich um höher rentier­liche High-Yield-Papiere ergänzt, lässt sich im derzeitigen Markt­umfeld weiterhin eine Anleihen­rendite von rund 3 Prozent erzielen. Eine solche Strategie weist ein mittel­fristiges Risiko auf, das sich dem des euro­päischen Invest­ment-Grade-Unter­nehmens­anleihe-Marktes annähert.

Sie sagen, man muss flexibel, ausgewogen und dynamisch agieren. Was meinen Sie damit?

Der Fondsmanager muss die Flexi­bi­lität haben, auf Papiere innerhalb und ausser­halb des Indexes zugreifen zu können. Dies erweitert das Spektrum, bedarf aber auch eines entspre­chenden Analysten­teams.

Des Weiteren ist eine Ausge­wo­genheit zwischen Anleihen aus dem Invest­ment-Grade- und dem High-Yield-Bereich wichtig. Und letzt­lich erfordert es einen dyna­mischen Ansatz, um das Port­folio konti­nuierlich dem Markt anzupassen. Nur auf diese Weise kann eine Port­folio­struktur gewahrt werden, die Chancen und Risiken in ein annehmbares Ver­hältnis, auch für weniger risiko­bereite Anleger, setzt.

Was für Fonds bietet Ihr Haus dafür konkret an?

Unser European Income Port­folio setzt seit Aufle­gung im Jahr 1999 auf diesen Ansatz. Der Fonds hat sich sowohl gegen­über anderen flexiblen euro­päischen Strate­gien als auch gegenüber herkömm­lichen Euro-Invest­ment-Grade-Fonds über kürzer- und länger­fristige Zeit­räume sehr gut geschlagen und rangiert über alle wichtigen Zeit­räume im ersten Quartil seiner Morning­star-Vergleichs­gruppe. Für diejenigen Anleger, denen das Durch­schnitts­rating wichtig ist, lohnt es sich zu erwähnen, dass die durch­schnitt­liche Bonität des Fonds in seiner Historie immer mindestens BBB-, also Invest­ment Grade, betragen hat.

Wie sieht der ideale Zeit­horizont für diese Lösungen aus?

Das Portfolio eignet sich für Anleger, die ein Fonds­profil nahe am Invest­ment-Grade-Bereich suchen, jedoch mit grösserer Flexi­bi­lität bei der Nutzung von Ertrags­quellen. Die empfohlene Halte­dauer ist mittel­fristig bis lang.

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Themen: Euro, Invest, Fonds


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