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Was halten die kommenden Jahre für Anleger bereit?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
28.11.2016, 12:30  |  208   |   |   
Foto: Pixabay, loufre

Worin sollten Anleger in den kommenden 10 Jahren investieren? Nach dem politisch aufregenden Jahr 2016 stehen Investoren nun solch ungewissen Perspektiven gegenüber, wie es sie schon lange nicht mehr gegeben hat. Anleger müssen sich nicht nur mit politischen Unsicherheiten, sondern auch mit schleppendem Wirtschaftswachstum in entwickelten Märkten, Zinsen auf Rekordtiefstständen und hohen Bewertungsaufschlägen, die auf die Marktstimmung drücken, rumschlagen.

All diese Faktoren haben dazu geführt, dass Analysten nun davor warnen, dass Investoren sich in den kommenden Jahren an die niedrigen Eigenkapitalrenditen gewöhnen müssen. Es werden durchschnittliche Renditen von 4 % p.a. erwartet – ein Rückgang von historischen Rekordrenditen im Bereich von 9 %.

Unter diesen Bedingungen müssen Anleger eine langfristige Perspektive einnehmen. Wie wir dieses Jahr gesehen haben, führt Unsicherheit zu unberechenbaren Märkten. Und obwohl einige Anleger mit dem schnellen Kaufen und Verkaufen von Aktien viel Geld gemacht haben, gibt es mindestens genau so viele Beispiele, die zeigen, dass dieser Ansatz nur selten zum Erfolg führt. Stattdessen ist es oftmals ratsamer für Investoren, an einer Investition für einen längeren Zeitraum festzuhalten und auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten die Ruhe zu bewahren.

Eine Rendite von 4 % ist immer noch attraktiv

Eine potenzielle Eigenkapitalrendite von 4 % p.a. für die kommenden 10 Jahre hört sich vielleicht nicht besonders überwältigend an, ist aber immer noch deutlich höher als der durchschnittliche Zinssatz für Spareinlagen, der in Deutschland momentan deutlich unter 1 % liegt.

Foto: Pixabay, Alexas_Fotos

Auch wenn Analysten für das kommende Jahrzehnt mit Renditen rechnen, die nur halb so hoch sind wie ihr historischer Durchschnitt, gibt es keinerlei Garantie, dass dieser Fall tatsächlich eintrifft. In diesem Jahr haben wir mit dem Brexit und der Trump-Wahl erlebt, wie sich Prognosen irren können – sie sind eben nur Vermutungen. Und auch vor diesem Jahr lagen Vorhersagen nicht immer richtig. Investoren wären also gut beraten, nicht jeder Prognose blind zu vertrauen.

Dennoch lässt sich derzeit nur schwer nachvollziehen, wie sich die Märkte vom gegenwärtigen Niveau nach oben bewegen könnten. Viele Branchen haben mit schleppendem Umsatzwachstum und einem hart umkämpften Wettbewerb zu kämpfen und auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum müht sich seit der Finanzkrise 2008, wieder in Gang zu kommen.

In den kommenden vier Jahren, in denen sich die Auswirkungen des Brexits und der Trump-Präsidentschaft erst richtig entfalten werden, könnte dieser Gegenwind noch stärker werden und sogar noch zu einem ungünstigeren Geschäftsumfeld führen. Andererseits könnten Trump und der Brexit auch ein Segen für die Märkte sein. Du siehst also das Problem: Es ist derzeit einfach noch nicht möglich, die Auswirkungen dieser Ereignisse vorherzusagen.

Unterm Strich

Unsicherheit stellt für Investoren in den kommenden 10 Jahren die größte Hürde dar. Am besten überkommt man die Sorgen vor unvorhersehbaren Märkten, indem man Warren Buffetts Ratschlag folgt und eine Langzeitperspektive einnimmt, geduldig bleibt, in Zeiten volatiler Märkte einen kühlen Kopf bewahrt und Aktien als anteiligen Besitz an Unternehmen betrachtet.

Dieser Ansatz wird dir dabei helfen, eine beständige Rendite von 4 % p.a. zu erwirtschaften. Wenn du zudem aus der Nervosität anderer Investoren Kapital schlagen kannst, könnte deine Rendite sogar noch höher ausfallen. Aktien während eines Marktabschwungs zu kaufen und Dividenden rezuinvestieren, könnte deine Rendite zusätzlich nach oben treiben.

Jedoch solltest du unbedingt Market-Timing vermeiden. Wenn es eine Marktsicherheit gibt, dann ist es die Tatsache, dass Market-Timing so gut wie immer in Tränen endet.

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Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 26.11.016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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