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Ist das KGV veraltet?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
28.11.2016, 13:00  |  292   |   |   
Foto: Pixabay, geralt

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine nützliche Möglichkeit für die Investoren, um Unternehmen besser zu verstehen. Es ist leicht zu verstehen, kann schnell berechnet werden und bietet eine Momentaufnahme dessen, ob der Kurs eines Unternehmens teuer oder günstig ist.

Da die Technologie immer weiter fortschreitet, scheint die Popularität des KGV zu sinken. Heute scheinen sich die Investoren mehr für andere Dinge zu interessieren, die ihnen die Entscheidungsfindung beim Investieren erleichtern. Sie benutzen Modelle, Algorithmen und technische Analysen, während andere sich auf den Cashflow und andere Bewertungsmethoden konzentrieren anstatt auf das gute alte KGV.

Trotz der sinkenden Popularität ist das KGV so nützlich wie jemals zuvor, wenn man eine Aktie bewerten möchte. Wie schon erwähnt verstehen das alle Investoren, denn es ist einfach und steht selbst den blutigsten Anfängen zur Verfügung. Ein Modell eines Unternehmens zu erstellen und den Cashflow der nächsten zehn Jahre vorher zu sagen, könnte auch sehr erfolgreich sein. Für Einzelinvestoren, denen aber die Zeit, das Wissen oder auch der Wille fehlt, um das stundenlang zu machen, bietet das KGV eine einfache Möglichkeit.

Das KGV erlaubt auch einen Vergleich zwischen verschiedenen Sektoren. Unternehmen in schnell wachsenden Sektoren wie dem Tech-Sektor werden von Natur aus ein höheres KGV haben als defensive Unternehmen wie Versorgungsbetriebe. Das KGV bietet aber einen direkten Vergleich in einer Kennzahl,auf das alle Managementteams und Investoren großen Wert darauf legen: Die Gewinne. Daher bietet das KGV einen Anhaltspunkt darüber, welcher Sektor mehr Wert fürs eigene Geld bietet und welcher überbewertet

Verschiedene geographische Regionen können auch leicht verglichen werden. Das erlaubt einen schnellen Vergleich zwischen den besten Indices der Welt. Andere Bewertungsmethoden wie das Kurs-Cashflow-Verhältnis können dazu zwar auch herangezogen werden, langfristig sollten aber der Gewinn und der Cashflow in etwa gleich sein.

Kurzfristig könnten die beiden daher voneinander abweichen, was auf Rückstellungen bei der Buchführung zurückzuführen ist. Langfristig sollten der Nettogewinn und der freie Cashflow aber in etwa dasselbe sein. Solange der Cashflow eines Unternehmens hoch genug ist, um das Geschäft am Laufen zu halten, ist das KGV eine vernünftige Methode.

Das KGV ist auch nicht besonders kompliziert, wenn es darum geht, die Bewertung eines Unternehmens einzuschätzen. Es ist aber auch nicht perfekt. Es berücksichtigt zum Beispiel nicht das Gewinnwachstum, während Aktien mit starken Bilanzen, die in Zukunft noch hohe Gewinne erzielen könnten, dabei auch benachteiligt werden.

Das KGV bietet einen einfachen, schnellen und klaren Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen. In einer Industrie, die gerne das Offensichtliche verkomplizieren möchte, wird das KGV wahrscheinlich als zu simplizistisch angesehen. Für langfristige Investoren mit begrenzter Zeit könnte es aber trotzdem sehr interessant sein.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und wurde am 24.11.2016 auf fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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