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Deutsche Bank und Commerzbank – italienische Wochen

Gastautor: Daniel Saurenz
28.11.2016, 13:30  |  677   |   |   

Börse-Dax-4Am 4. Dezember stimmt das Volk über die Verfassungsreform von Ministerpräsident Renzi ab. Mit dem Sieg von Trump verspüren die Reformgegner Aufwind, an den Märkten steigen die Sorgen vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone. Selbst die EZB warnte kürzlich vor Unruhen an den Finanzmärkten, wenn die Italiener mit „No“ stimmen.

Anleger befürchten Neuwahlen und höhere Risikoaufschläge auf Staatsanleihen. Der italienische Leitindex FTSE MIB steht seit Jahresbeginn rund 23 Prozent tiefer, die 10-jährigen Anleihen sind in den vergangenen zwei Monaten von 1,2 auf 2,1 Prozent gestiegen. Nachdem zahlreiche Anleger in den vergangenen Monaten von politischen Entscheidungen überrascht wurden, wachsen nun die Sorgen vor einem „Italexit“.

Lesen Sie auch: Beim Referendum in Italien steht viel auf dem Spiel 

Notenbank-Vizepräsident Constancio ließ vorsorglich durchblicken, dass die EZB auf einen Italien-Schock reagieren würde. An den Währungsmärkten ist die Nervosität beim Devisenpaar Euro/Dollar auf das Niveau der US-Wahlnacht gestiegen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch charttechnisch viel auf dem Spiel steht. Mit 1,06 Dollar steht der Kurs nur denkbar knapp über dem Tief aus 2015 bei rund 1,04 Dollar. Sollte die Marke nachhaltig fallen, droht zügig die Parität. Der DAX fällt am Mittag auf 10.600 Punkte. Am Ende findet man die Banken – Deutsche Bank und Commerzbank verlieren jeweils über zwei Prozent.

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Die Aufzeichnungen der letzten Woche finden Sie hier: Barrick Gold und neue Rekorde – die Woche im Rückblick

Unsere Chartanalyse:

Nachdem die Kurse extrem lange in einer engen Handelsspanne verweilten, steigt die Chance auf einen Ausbruch nach oben statistisch deutlich an.

Knapp zwei Prozent ist die Tradingrange nur breit, die der Deutsche Aktienindex seit 10 Tagen durchhält: Eingeklemmt zwischen rund 10.600 und 10.800 Punkten zeigt der Markt eine ungewöhnliche Lethargie, die in einem vergleichbaren Ausmaß in den vergangenen 20 Jahren nur in 0,5% aller 10-Tages-Spannen messbar war. Diese seltene Inaktivität des Marktes endete in vier von fünf Fällen mit einem Ausbruch der Kurse nach oben, was auch für diesmal hoffen lässt.

chart1

Immerhin ist der Markt näher am oberen Rand der übergeordneten Seitwärtsbewegung, die schon seit August anhält und mit rund 600 Punkten ebenfalls nicht sonderlich breit ist. Ihre Obergrenze ist ebenfalls die 10.800er-Marke, die untere Begrenzung bei rund 10.200/10.260 hat sich schon mehrfach bewährt. Solange der Markt nicht unter die Mitte der Tradingrange (grau punktiert) bei 10.450/10.500 zurück fällt, bleibt die Prognose vorsichtig optimistisch. Die nächste Haltestelle auf der Fahrt nach Norden liegt dann bei 10.900/11.000 am oberen Rand des Prognose-Korridors (graue Fläche), der sich aus vergangenen Schwankungen errechnen lässt.

chart2

Unverändert positiv bleibt auch der Tageschart, der einen Aufwärtstrend (grün) des Index zeigt und längerfristig Potenzial bis an dessen Obergrenze bei 11.300/11.500 möglich werden lässt. Unter dem Tageschart visualisiert ein Indikator (blau) den prozentualen Abstand des DAX zu seinem Monatsdurchschnitt, der in Aufwärtsbewegungen bis zu fünf Prozent betragen kann (rote Zone im Indikator). Daraus errechnet sich aktuell Spielraum bis zumindest 11.100.

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chart3

Damit deuten mehrere analytische Ansätze darauf hin, dass der Index Luft bis über die 11.000er-Marke hat – fehlt nur noch der Ausbruch über 10.800 als Startschuss dafür. Idealerweise erfolgt dieser auf Tagesschlusskursbasis, um das Risiko eines Fehlsignals durch zufällige Schwankungen zu vermeiden. Anleger, die auf weiter steigende Notierungen setzen möchten, finden ein passendes Hebelpapier am Ende dieser Analyse. Es verstärkt Kursgewinne des Index etwa um das Zehn- bis Elffache. Wer dagegen auf einen Rückschlag nach dem ebenfalls möglichen Abprallen an der 10.800 spekulieren will, kann auf ein entsprechendes Turbo-Bear-Zertifikat zurückgreifen, das wir ebenfalls beispielhaft herausgesucht haben.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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