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Marktausblick 2017 – Gewinne beim S&P 500 ziehen wieder an

Gastautor: Daniel Saurenz
29.11.2016, 07:00  |  465   |   |   

Börse_USA_SymbolFür US-Aktien gilt im Jahr 2017, dass steigende Zinssätze mit steigenden Aktienkursen einhergehen können, insbesondere wenn die Renditen unter fünf Prozent liegen. Die Analysten von T. Rowe Price glauben nicht, dass langsam steigende Zinsen über die nächsten 12 bis 18 Monate für Aktien zum Stolperstein werden. Wir schauen uns die Meinungen der Experten im zweiten Teil des Marktausblicks für das kommende Jahr weiter an.

Den ersten Teil des Beitrags finden Sie hier: Jahresausblick – Politische Entwicklungen dominieren

Eine Trendwende zeichnet sich allerdings für defensive Sektoren mit geringer Volatilität ab: „Unternehmen aus der Versorgungs-, Telekommunikations- und Grundnahrungsmittelbranche haben im Jahr 2016 gut abgeschnitten. Das könnte sich jedoch ab 2017 ändern“, so die Prognose des Portfoliomanagers. Dagegen seien die Aussichten für die Indizes Russell 1000 Growth, Russell Mid-Cap Growth und Russell 2000 Value positiv. „Informationstechnologie und Gesundheitswesen sind aus unserer Sicht die Branchen mit den attraktivsten Bewertungen“, sagt Puglia.

Für interessierte Anleger haben wir einen Put auf den S&P 500 Index mit der WKN GL7L2C herausgesucht. Beim DAX braucht man derzeit starke Nerven – weder die US-Indizes, noch der schwache Euro vermögen es dem DAX  Schub zu geben. Daher kann man mit Inlinern aktiv werden. Weitere interessante Investmentideen und Produkte finden Sie beinahe täglich frisch in unserer ISIN-Liste oder unserem Favoritendepot.

DAX Inliner:

8400 – 12.400 – SE7348

9200 – 12.400 – SE735A

8000 – 12.600  – SE70E1

S&P 500 auf ein Jahr

S&P 500 auf ein Jahr

Die Erträge des S & P 500 dürften in den Jahren 2017 und 2018 wieder anziehen, was auf eine deutliche Verbesserung der Energiepreise zurückzuführen ist. Allerdings seien die Analysteneinschätzungen manchmal zu optimistisch, sodass nach Ansicht des Experten auch Vorsicht geboten ist. Denn die Dividendenrendite bei zehnjährigen Staatsanleihen befindet sich bereits in der Nähe ihres Allzeithochs.

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Straffung der US-Zinspolitik bietet Chancen

„Historisch niedrige Renditen bleiben offenbar in vielen internationalen Rentenmärkten weiterhin bestehen. Im Gegensatz dazu dürften die Leitzinsen in den USA allmählich erhöht werden“, sagt Quentin Fitzsimmons, Co-Portfoliomanager des Global Aggregate Bond Funds bei T. Rowe Price.

Börse_BulleNach Meinung des Experten sei auf der ganzen Welt die Geduld für die expansive Geldpolitik der Zentralbanken vorhanden, solange das Wirtschaftswachstum niedrig bleibt. Für Anleger bietet das Zusammenspiel von langsamer, aber erkennbarer Straffung der Zinspolitik in den USA und einer festen Verankerung der japanischen und kerneuropäischen Anleiherenditen sogar signifikante Chancen, die Spread-Ausdehnungen zwischen den internationalen Märkten und die Variationen der Zinsstrukturkurven zu nutzen.

Heute Sind wir ab 18:00 Uhr mit zwei Webinaren für Sie da:

Dienstag, 29.11, 18:00 Uhr:  Euer Egmond – Hier gehts zur Anmeldung…

Dienstag, 29.11, 19:00 Uhr: Staatliche Konjunkturprogramme: Wer profitiert am stärksten? – Hier gehts zur Anmeldung…

„Die Investoren hinterfragen sowohl das Gleichgewicht zwischen Geld- und Finanzpolitik, als auch die stärkere Abhängigkeit der Finanzpolitik und die damit verbundenen Auswirkungen auf festverzinslichen Anlagen“, erklärt Fitzsimmons. „Zugleich treibt die Erholung der Ölpreise die bislang schwachen Inflationsraten, was wiederum eine Neubewertung von festverzinslichen Wertpapieren erfordert.“ Anleger, die weltweit in fest verzinsliche Papiere investieren, werden nach Ansicht des Portfoliomanagers weiterhin belohnt, weil sie verschiedene Länderkonjunkturzyklen miteinander verknüpfen. Insbesondere bei Staatsanleihen, die traditionell nicht Teil des globalen festverzinslichen Anlageuniversums sind, bieten sich Möglichkeiten.

Wer keine wichtigen News verpassen möchte, dem können wir die Dailys der BNP Paribas ans Herz legen.

Die Kreditmärkte profitieren weiterhin von der Bilanzausweitung und den Ankaufprogrammen der Zentralbanken sowie von der Unsicherheit an den Energiemärkten. Bleibt die Volatilität in diesem Umfeld gering, kann sich eine entsprechende Titelauswahl für Anleger auszahlen.

Wachstumsaussichten für Emerging Markets positiv

Börse_DAX_Bär_Symbol„Nach einem bislang sehr starken Jahr sind Investoren sowohl auf internationalen als auch auf inländischen Emerging Markets für 2017 generell bullisch eingestellt“, sagt Samy Muaddi, Portfoliomanager und bei T. Rowe Price verantwortlich für die Emerging Markets Corporate Bond Strategy. Zahlreiche Faktoren sprechen für langfristige Anlagen in dieser Assetklasse. So haben sich dank entschiedener politischer Reformen in den Schlüsselmärkten, der gestrafften Haushaltsbudgets, der gesunden Leistungsbilanzen und der Stärkung der Wachstumsaussichten die makroökonomischen Fundamentaldaten in den Schwellenländern allmählich verbessert.

Für interessierte Anleger haben wir ein Lyxor ETF auf Emerging Markets mit der WKN LYX0BX herausgesucht.

Auch aus fiskalischer Perspektive sind die Schwellenländer heute weniger anfällig, da die Prognosen für die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt in den Schwellenländern deutlich unter denen der G7-Volkswirtschaften liegen. Dennoch sind sowohl die Geldpolitik der Schwellenländer als auch die Inflationserwartungen zunehmend uneinheitlich. Während Länder wie Russland, Brasilien und Indien die Zinsen senken dürften, werden andere Länder wie Südafrika und Kolumbien sie wahrscheinlich erhöhen.

Brasilien ArgentinienDie neuen politischen Führungen in Märkten wie Brasilien, Argentinien und Indonesien tragen dazu bei, die positiven Marktveränderungen voranzutreiben. „Nach mehreren Jahren des relativ geringen Wachstums haben die Schwellenländer begonnen, die entwickelten Märkte zu überholen“, so die Einschätzung von Portfoliomanager Muaddi.

Mehr zum Thema: Emerging Markets – Volatilität schafft Chancen

Dagegen stellen Chinas wirtschaftliche Transformation und die erhebliche Schuldenlast wesentliche globale Risiken dar, die es zu managen gilt. Entsprechend sollte sich das Wachstum langfristig verlangsamen. Gleichzeitig dürfte sich die Volatilität fortsetzen, da die Effektivität der staatlichen Anreize nachlässt. Weitere Risiken sind die politische Unsicherheit in den USA sowie die Richtung, die der Dollar einschlägt. „Dennoch erkennen die Anleger zunehmend an, dass das Engagement in Schwellenländer-Unternehmensanleihen im aktuellen Niedrigzinsumfeld dazu beitragen kann, das Anleihenportfolio zu diversifizieren und die Rendite zu erhöhen“, erklärt Muaddi.

Quelle: T. Rowe Price



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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